Warum immer in die Ferne schweifen? Unser eigenes Land hat schließlich so viel zu bieten und gerade für Kurztrips bietet es sich doch an, Zeit direkt vor der eigenen Tür zu verbringen. Besonders interessant – und leider aber für viele dennoch ein weißer Fleck auf der Landkarte – sind die sogenannten „neuen Bundesländer„, wo sich seit dem Mauerfall vor 25 Jahren eine Menge getan hat.

Wir sind unserem Erforschungsdrang gefolgt, waren drei Tage lang in Sachsen unterwegs und kamen begeistert zurück.

Und da man Begeisterung ja am besten teilt, haben wir unsere Highlights hier für euch zusammengefasst in fünf Gründen für einen Trip ins Schlösserland Sachsen:

1. Dresden – die schöne Perle voller Überraschungen

Dass Dresden schön ist weiß man nicht erst seit der Radeberger Werbung. Doch die sächsische Landeshauptstadt ist weit mehr als nur die Semperoper: Ein weiteres Schmankerl für alle Fans von imposanten Gebäuden ist zum Beispiel der Zwinger, mitten in der City. Möchte man etwas mehr erkunden, durch hübsche Gärten flanieren und direkt an der Elbe ein bisschen König spielen, dann empfiehlt sich auch ein Besuch von Schloss Pillnitz. Die einstigen Herrscher von Sachsen hatten schon echt ein nettes Leben! Fans von gutem Essen und Streetart sollten in der Neustadt vorbeischauen.

2. Der wärmste Ort Deutschlands – Prost!

Bis vor einer Woche dachte ich als gebürtiger Freiburger ja, aus dem wärmsten Ort des Landes zu stammen. Doch falsch gedacht, wie wir auf unserer Reise nach Sachsen erfuhren: Zumindest letztes Jahr war das Schloss Wackerbarth, Heimat eines berühmten Weinguts, der wärmste Ort Deutschlands. Und wo die Sonne lacht, da schmeckt eben auch der Wein – eh klar!

3. Einmal Ritter spielen in der Burg zum Anfassen

Ich bin ja so ein richtiger Junge: Früher im Kinderzimmer eifrig an der Ritterburg gebaut und Schlachten mit dem Piratenschiff nachgespielt. Hell Yeah! Doch ein Traum blieb mir dabei immer verwehrt: Einmal eine echte Ritterrüstung zu tragen. Durch das „anfassen und erleben Konzept“ des Schloss Rochlitz durfte ich in eine echte Rüstung aus Stahl schlüpfen und dann rasselnd durch den Raum spazieren. Absoluter Highlight-Moment für den kleinen Raubritter Florian!

4. Orangenliebe bis ins kleinste Detail

Zitrusfrüchte im Osten? Wait, war das nicht in der DDR quasi wertvoller als Gold? In meiner Vorstellung war das zumindest – beflügelt durch den ein oder anderen Film – so. Doch das ist natürlich absoluter Quatsch, denn schon seit Jahrhunderten werden in Sachsen Orangen, oder genauer gesagt Pommeranzen, also Bitterorangen angebaut. Mit viel viel Liebe zum, Detail beschäftigen sich die Gärtner damit, dass die zarten Bäumchen in Form bleiben, ob im Sommer in der Sonne Sachsens oder im Winter in den sogenannten Orangerien. Und ich kann euch sagen: So gute Orangenmarmelade habe ich bis dato noch nicht gegessen, auch in England nicht.

5. Physik und Mathe in cool erleben

Physik und Mathe? In der Schule eher nicht die beliebtesten Fächer, auch wenn mein Lehrer damals ein echt lustiger Kauz und immer für ein Experiment gut war. Als wir aber erfuhren, dass einer der Programmpunkte im Dresdner Zwinger ein Besuch des Mathematisch- Physikalischen Salons sein würde, waren wir skeptisch. Doch einmal in die heiligen Hallen getreten, setzte schnell eine „wow wie cool“ Stimmung ein.

Von den ersten Landkarten bis zu frühen Uhren, Automaten und allerlei Forschungsgeräte aber auch Spielereien alter Tüftler bot uns das Museum eine große Bandbreite an Schätzen. Einmal ausprobieren, das wärs gewesen! Doch auch so stellt der Mathematisch- Physikalische Salon unseren absoluten Geheimtipp fürs Schlösserland Sachsen dar – absolutes Must See!

Eine Reise nach Sachsen – auf geht’s!

Na, haben wir euch Lust gemacht auf Sachsen? Dann nichts wie los, gerade im Sommer ist ein (verlängertes) Wochenende im Osten unseres Landes besonders schön!

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