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Den Wind in den Haaren, eine frische Meeresbrise im Gesicht und ein bitterböses V8-Brüllen in den Ohren – so oder so ähnlich klingen wahre Männerträume. Dass Träume auch zur Realität werden können, das durfte ich letzte Woche erleben. Chevrolet sei Dank fand ich mich mitten in Europa am Volant von echten Automobil-Ikonen Made in America wieder: Corvette Cabrio und Camaro Coupé.

Von Paris aus, wo die Fußball-EM gerade die Stadt regierte, ging es über mehr als 500 Kilometer an einen Ort, wo PS-Enthusiasten so richtig auf ihre Kosten kommen: Nach Goodwood in Südengland, pünktlich zum Festival of Speed, der ultimativen Versammlung sämtlicher Supercars.

Die neue Generation des Chevrolet Camaro

Der Musclecar-Klassiker aus Amerika geht nun in die 6. Generation – und ich konnte den neuen Camaro auf dem Trip nach Goodwood bereits ein Stückchen fahren. Der Vergleich zum Vorgänger fiel mir dabei recht leicht, da ich diesen erst vor ein paar Monaten als Mietwagen in Kalifornien gefahren war.

Ich fasse mich kurz: Beim neuen ist alles besser. Der Sound brachialer und damit genau so, wie man ihn bei einem V8 Musclecar möchte. Die Verarbeitung im Innenraum – gerade bei der Sonderedition zum 50-jährigen Jubiläum des Camaro – ist deutlich hochwertiger und auch die Performance wurde stark verbessert.

Mehr als nur Bumblebee in Transformers: Der Camaro ist ein rassiger Sportwagen!

Unterm Strich ist es durchaus bestechend, was man bei Chevrolet für unter 50.000 € geboten bekommt: Einen Power-Exoten, der Jungs glücklich macht.

Eine Sportwagen-Legende: Die Corvette

Spricht man von der Corvette, werden Kenner sofort hellhörig. Zwar ist nicht jeder ein Fan des US-Renners, der auch heute noch ein absolutes Symbol von Männlichkeit ist. Doch Respekt hat jeder vor der Performance des brachialen Zweisitzers mit dickem 6,2 Liter V8 unter der Haube. Bei der Corvette Stingray, die ich von Nordfrankreich bis Goodwood bewegen durfte, liefert dieser V8 460 PS und eine überragende Sprintzeit von 3,7 Sekunden von 0 auf 100.

Trotz aller Sportlichkeit kommt aber auch der Comfort nicht zu kurz, auf Wunsch ist man im entspannteren (und dank Klappenauspuff auch leiseren) Reisemodus auch nach stundenlangen Etappen im Auto noch fit. Natürlich sitzt man hier in einem Supersportwagen, was stets Abstriche beim Stauvolumen bedeutet, doch obwohl wir im Cabrio unterwegs waren, fand auch unser Gepäck noch seinen Platz.

Europa-Roadtrip nach Goodwood

Als wir in Brighton Beach ankamen, wo wir kurz vor Goodwood unser Nachtquartier aufschlugen, war ich wieder einmal traurig: Den Schlüssel zu diesem legendären V8-Blubbern abzugeben, das war kein leichter Schritt.

Dreht man den Schlüssel und erweckt den V8 der Corvette zum Leben, wird das Grinsen mit jedem Gasstoß noch breiter!

Die kurzen Sprints bis zur zulässigen Geschwindigkeit, die von einer beeindruckenden Soundkulisse begleitet werden, werden mir fehlen – aber vielleicht kann ich das ganze ja noch steigern und in der über-potenten Corvette C06 durch Amerika cruisen. Das wäre der absolute Gipfel männlicher Traumerfüllung.

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