Wir alle stecken wahrscheinlich in einer. Schubladen – die Ordnungshüter unserer Gesellschaft. An manchen Stellen sinnvoll, um einen Überblick zu behalten, an anderer völlig überholt und nur noch dafür da, um gesprengt zu werden. Während wir Frauen – oft wirklich notwendig und berechtigt! – mit den Schlagworten Body Acceptance, Pay Gap und dem Ruf nach mehr zusammenhaltenden Girlbossen im Fokus stehen, kämpfen auch die Jungs mit ihren Rollen. An vielen Stellen sind die männlichen Schönheitsideale zu klein geworden und passen nicht mehr richtig, sowohl optisch als auch inhaltlich.

Lange (und wahrscheinlich immer noch) haben sich Männer mit ihrem Tun gemessen. Auf Fotos in Dating-Apps posen sie deshalb auch schon mal mit Bohrmaschinen oder im Sportoutfit. Sie halten andere Frauen im Arm, hauptsache nicht zu weich lächeln. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sich Jungs im Kinderalter Respekt tendenziell immer noch mit schnell gelaufenen Runden oder erkletterten Bäumen erarbeitet haben.

Während Frauen mit der Pubertät irgendwann im Bad verschwinden, um sich mehr oder weniger erfolgreich mit der Magie des Make-Ups zu beschäftigen und dafür Komplimente fürs Aussehen ernten, schreiben Männer sich eher selten „Du Hübscher!“ unters Profilbild.

Das heißt natürlich nicht, dass sie weniger frei sind. Ganz sicher rücken auch ihnen Rollenbilder immer noch und immer wieder auf die Pelle. Wo früher aufgepumpte und mühsam antrainierte Muskelberge regierten, denn ein Mann muss ja stark sein, herrschen jetzt eher Tattoos und Dreitagebärte. Das ist wohl so etwas wie der Undone-Look bei uns Frauen. Er signalisiert gepflegte Rauheit, sagt, „Ich achte auf mich, brauche aber nicht länger im Bad als du“. Klingt erstmal nach Erleichterung. Trotzdem gibt es auch bei den Männern noch Handlungsbedarf. Während wir hier in Berlin relativ viel Freiheit feiern, wird in anderen Orten in der Republik wohl immer noch ab und zu um Männlichkeit gehämmert, gebaut, gelaufen. Stark sein oder zumindest Stärke zeigen – ein Credo, das immer noch in den Köpfen sitzt.

Find your magic: Das neue AXE Magazin über Männer und männliche Schönheitsideale

Langsam tut sich aber was und so nehmen auch immer mehr Marken den Ruf nach neuen Images und Vorbildern wahr. Es gilt: Schönheit liegt in den Details und die variieren von Person zu Person. Was wir langsam, aber sicher verstehen: echt sein ist schön! Es lebe die Authentizität. Männlichkeit in all ihren Ausprägungen feiert deshalb auch AXE mit seinem neuen Magazin, das Mitte der Woche feuchtfröhlich in Berlin gelauncht wurde. Der Drinks Concept Store Tante Frizzante wurde für einen Abend zum AXE Kiosk, Star des Abends war das neue Magazin, welches gleich mit drei unterschiedlichen Covern die verschiedenen Männertypen feiert.

 

„Ein Magazin über Männer“, will es sein und wir haben uns deshalb gefragt, wie er ist, der Mann von heute? Was sind männliche Schönheitsideale und was ist „männlich“? Für Thies sind es Details und der richtige Mix aus Außen und Innen: „Zu meinen persönlichen, männlichen Schönheitsidealen zähle ich beispielsweise schöne Hände. Kann man natürlich aber auch alles getrost vernachlässigen, wenn die inneren Werte die äußeren Merkmale in den Schatten stellen. Anders herum gilt natürlich auch, dass die schönste Packung wenig bringt, wenn das Verpackte nichts hergibt. Machogehabe empfinde ich als völlig fehlplatziert und zeugt meiner Meinung nach eher von geringem Selbstbewusstsein als von Männlichkeit.“ Und auch für Flo geht es weniger um Schön Sein im klassischen Sinn: „Für mich geht es bei Männern nicht direkt um Schönheit, sondern eher um Gepflegtheit. Auch ein Mann sollte auf sich achten, regelmäßig zum Friseur gehen und täglich etwas Zeit in sein Aussehen investieren.

Ich selbst sträube mich gegen strikte Geschlechterrollen und Definitionen. Ich will dürfen, nicht müssen und wünsche mir das für alle anderen auch. Deshalb bin ich für ein Männerbild, das abseits gängiger Stereotypen und Klischees seine Comfortzone einrichtet. Oder um es mit Model Shaun Ross zu sagen, der Gesicht der neuen Daily Fagrances von AXE ist und im Magazin ein Interview gegeben hat:Jeder Mensch ist perfekt, ganz egal, welche Ideale die Gesellschaft vorgibt“.

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