Camping im Winter? Spinnen die? Nö, gar nicht. Denn eigentlich gilt wie bei Kleidung: „es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Ausrüstung!“. Als Erstcamper war mir vor diesem Experiment natürlich trotzdem etwas mulmig und ich war deshalb froh, dass wir bei unserem Ausflug ins kalte Sölden in Österreich gleich auf ein zuverlässiges, mobiles Zuhause von HYMER setzen konnten. Ach so, ich bin übrigens Kosta und kümmere mich seit November schwerpunktmäßig um Videographie bei Uberding – auch mein erstes Campingerlebnis musste ich deshalb einfach in ein paar Bildern für euch festhalten.

Was für den Trend „Wintercamping“ spricht

Mit unserem Campingausflug im Dezember sind wir übrigens gar keine Exoten. Mittlerweile setzen immer mehr Urlauber auf den Komfort und die Flexibilität eines Wohnmobils – auch im Winter. Allein 2015 wurden auf deutschen Campingplätzen rund 1,3 Millionen Übernachtungen in den Wintermonaten gezählt. Wenn man genauer darüber nachdenkt, liegen die Vorteile eigentlich auf der Hand. Oft ist der Weg vom Campingplatz zum Skigebiet näher als vom Hotel oder der Ferienwohnung aus. Bei unserer Destination Sölden waren es zum Beispiel gerade mal 200 Meter bis zur Gaislachkoglbahn, die zur Bergstation führt. Zudem sind mittlerweile viele Plätze auf Wintersportler eingestellt und halten Ski-und Trockenräume bereit.

Das perfekte, mobile Zuhause: HYMER ML-T 580

Direkt am Flughafen Innsbruck steigen wir in unser mobiles Zuhause auf Zeit, das Wohnmobil „HYMER ML-T 580„. Das Fahrzeug ist das Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit zweier Premium-Hersteller: Mercedes-Benz und HYMER. Der ML-T 580 ist teilintegriert, was bedeutet, dass der HYMER-Wohnaufbau auf dem Mercedes-Benz Sprintermodell aufgesetzt ist. Dieses System führt dazu, dass sich das Fahrzeug direkt ab dem Einsteigen vertraut anfühlt.

Fahrgefühl: Leichtigkeit und Spaß

Die Sprinterkabine kenne ich wie wahrscheinlich viele von uns von Umzügen & Co. und das Fahrgefühl bringt auch mit Aufbau Spaß. Der 163 PS Motor und das Allrad-Fahrwerk lassen den auf maximal 4,2 Tonnen zugelassenen ML-T selbst auf steilen Schotterwegen kinderleicht aufsteigen. Enge Passstraßen sind auch dank der kompakten 2,22 Meter Außenbreite kein Problem. Auf der Autobahn kann ich dank Tempomat das österreichische Panorama genießen, die Serpentinen kurz vor Sölden nimmt das Getriebe mit Leichtigkeit und mit der Tempolimiteinstellung muss ich auch bergab nicht ständig angestrengt auf der Bremse stehen. Erste Überraschung beim Bewegen des mobilen Zuhauses für mich: echter Fahrspaß!

Überall Zuhause fühlen – geht das?

Angekommen auf dem Campingplatz in Sölden auf rund 1370 Metern und Minusgraden steigen dann nochmal Zweifel auf. Wie wird die Nacht „draußen“? Zuallererst bin ich vom Komfort des Wohnbereiches sehr positiv überrascht. Die Fußbodenheizung hält den großzügigen Innenraum angenehm warm und so laufe ich barfuß wie Zuhause durch unser mobiles Heim. Vom vollausgestatteten Badezimmer, über die dunkelbraune Holzausstattung, bis zum wirklich gemütlichen Bett – ich bin überrascht, wie wohl man sich im ML-T fühlt.

Abendessen gibt es an diesem Abend im Nachbarmobil, dem ML-I. Der ML-I ist im Unterschied ein integrated Wohnmobil. Das heißt, dass die Fahrgastzelle mit dem Wohnraum verschmilzt. Die Sprinter-Basis bleibt gleich, bietet aber durch die Integration der Fahrerkabine mehr Platz und ein noch entspannteres Innenraumkonzept. 5-6 Personen passen hier an den großen Tisch. Ich bin wieder überrascht wie gemütlich es auf der Couch und auf Fahrer-sowie Beifahrerstuhl ist, die einfach gedreht und so Teil der Sitzgruppe werden können. Serviert wird uns ein leckeres 5 Gänge-Menü mit passendem Wein. Zu jedem Gang kommen zwei neu Experten ins Wohnmobil, die mir und den anderen Journalisten geduldig alle Fragen beantworten.

Während des gemeinsamen Essens offenbart sich mir langsam aber sicher der Zauber des Wohnmobil-Campings. Das gemütliche Zusammensitzen fühlt sich direkt so an, als würden wir Freunde uns Zuhause zum Essen einladen. Mit dem feinen Unterschied, dass mich  dieses „Zuhause“ an die verschiedensten Orte der Welt bringen kann und so immer wieder neue Freundschaften entstehen können.

Wintercamping mit HYMER: ein Fazit

Am nächsten Tag geht es gleich früh los in Richtung Hochgurl. Auf diesem Weg lernen wir den ML-T in Extremsituationen kennen und absolvieren ein Fahrtraining, während wir auf die Timmelsjoch Höhe fahren, um dort die Aussicht zu genießen. Der Blick von diesem Grenzpass zwischen Tirol und Südtirol ist atemberaubend.

Neben dem sicheren und komfortablen Fahrverhalten, ist Wintercamping für unser HYMER -Mobil absolut kein Problem: die Modelle werden ab Werk nicht nur wintertauglich, sondern winterfest ausgeliefert. In Kältekammertests wird dabei zum Beispiel sicher gestellt, dass das Fahrzeug innerhalb von vier Stunden von -15 Grad auf +20 Grad erwärmt. Auch die Frisch-und Abwassertanks befinden sich in von Warmluft durchströmten, isolierten Wannen, die sie vor Einfrieren schützen.

Als ich den HYMER ML-T nach dem Wochenende wieder abgeben muss, bin ich fast ein wenig traurig. Mein erstes Wohnmobil Camping hat mich wirklich angefixt und so muss im nächsten Jahr eine Tour durch die Schweiz folgen!

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