Abenteuerliches Wandern durch ungezähmte Natur – das klingt nicht nur super aufregend, das ist es auch. Besonders gut eignen sich Inseln zum Wandern – Wandergebiete mitten im Meer sind in jedem Fall tierisch angesagt. Also: Ob an Vulkanen oder direkt am Wasser, ich habe euch die besten Wanderziele Europas herausgesucht, die euch am Ende nicht nur garantiert sprachlos und atemlos, sondern auch glücklich erschöpft zurücklassen.

1. Die Azoren – Vulkane und blaue Kraterseen

Gleich neun ganze Inseln bilden die Azoren – diese liegen so weit draußen im Atlantik, dass man als Inselwanderfreund gar nicht sofort drüber nachdenkt – ganze 1300 Kilometer.

Die größte der neun Inseln ist São Miguel. Sie erfreut jeden Wanderer mit ihrer Vielfalt. Fruchtbare Lavaböden bieten Platz für Feigen, Bananen und riesige Hortensien. Blaue Kraterseen, grüne Weiden mit Kühen, schwarze Felsen – Kontraste und Natur, die begeistert.

Auch empfehlenswert ist die Insel Pico – hier gibt es den gleichnamigen Vulkanberg zu erklimmen.

2. Menorca – Mallorcas kleine Schwester

Eine Baleareninsel als eines der beliebtesten Wanderziele Europas? Lange fand Menorca wenig Beachtung – zu viel Privatland, zu wenige Berge. Doch als 2010 der “Camí de Cavalls” eröffnete, änderte sich dies. Er führt in 20 Etappen um die Insel, vorbei an Pinienhainen, südseehaft anmutenden Buchten, weißen Stränden und türkisfarbenem Wasser.

Damit auch die etwas anspruchsvolleren Wanderer unter euch gefordert werden, führt der Weg auch über felsige Hügel mit Heidekraut und Mastixbüschen. Auch für Reiter und Mountainbiker soll die Tour geeignet sein – die findet man jedoch eher selten. Was es noch nicht an allen Etappenzielen gibt, sind Unterkünfte – wild zelten ist jedoch toleriert oder man sucht sich ein Quartier in der Nähe des Weges.



3. Marrakesch – 140 Kilometer Abenteuer

Vom Tichka-Pass bis zum Djebel Toubkal, dem höchsten Berg Nordafrikas, führt diese aufregende Tour. Ihr startet in Marrakesch und fahrt mit dem Pickup durch Berg- und Halbwüstenlandschaften. Eure Unterkünfte sind echte Berber-Häuser und damit die Märchenromantik perfekt ist, schleppen Mulis einen Teil eurer Ausrüstung. Am besten macht ihr euch zwischen Mai und Juni auf den Weg!

4. Senja – Norwegen im Miniformat

350 Kilometer vom Polarkreis entfernt findet sich Senja – eine Insel, die zwar eine längere Anreise erfordert, jedoch jeden Besucher verzaubert zurücklässt. Auf 80 Kilometern findet ihr hier die gesamte Vielfalt Norwegens. Ob dramatische Fjorde, hohe Berge oder Wald und Weide – ihr genießt die pure Natur und Ruhe. Zum Glück ist Senja touristisch noch nicht allzu überlaufen. Dennoch findet ihr hier unterschiedliche Wege verschiedenster Schwierigkeit. Empfehlenswert: die viertägige Durchquerung der Insel.

5. Isle of Skye – Schottlands Highland-Island

Die Isle of Skye ist die größte der Inneren Hebriden – und bietet euch genug Touren unterschiedlicher Levels eine ganze, aufregende Wanderwoche. Euch erwarten wilde Landschaften und schlichte Schönheit: Grasflächen und felsige Hügel, dafür wenig Wald. Dafür gibt es auf der Isle of Skye zwölf höhere Berge sowie verschiedene markante Felsnadeln. Im Süden findet ihr die aus Granit bestehenden Cuillin Hills, im Norden der Trotternish-Kamm, aus Basaltschichten bestehend.

Spannend: Ohne Weg und mit jeder Menge Handeinsatz erreicht ihr den aussichtsreichen Gipfel des Berges Beinn na Caillich.

Na? Habt ihr schon Lust bekommen, loszutrekken und die schönsten Wanderziele zu entdecken? Oder habt ihr noch weitere Tipps für mich? Dann schreibt sie mir in den Kommentaren!

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