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Hallo, ich bin Ilkay und ich habe mir eine Auszeit gegönnt.

Eine Freundin hat mir erzählt, dass sie für eine längere Zeit reisen möchte. Sechs Monate um genau zu sein. Sechs Monate wandern um ganz genau zu sein.

Sofort hat mich der Gedanke zu verreisen gepackt und ohne lange zu überlegen habe ich gesagt, dass ich mitkomme, ich muss das nur mit meinem Job vereinbaren. „Ja, ja, das meint jeder und niemand kommt dann wirklich mit.“, war ihre Antwort. Zwei Wochen später habe ich gekündigt, nach dem wir einen groben Plan aufgestellt haben.

Ich hatte einen sicheren Job in der IT, gutes Gehalt, wunderbare Kollegen, einen Geschäftswagen. Alles schön und gut, bis man sich fragt ob das alles ist, ob das der richtige Weg war.

Ich konnte mich mit dem Gedanken, für immer in diesem Bereich zu arbeiten nicht anfreunden, noch dazu leben wir in einer Zeit, in der man viel mehr Möglichkeiten hat, genau das zu tun was man wirklich will.

Jetzt stellt sich die Frage was man denn überhaupt will. Um das herauszufinden braucht man Zeit. Viel Zeit – am besten mit sich selbst. Und die findet man im Alltag selten, habe ich mir gedacht. Also raus in die Natur, mal eine dieser Sachen wagen, von der im Alter alle nur im Konjunktiv sprechen. Wandern als Auszeit!

Auf ins Ungewisse: Zu Fuß zu mir selbst

Februar 2016 ging es los: Von der Westküste zur Ostküste der USA wandern. Nicht alles zu Fuß, denn dafür braucht man mindestens ein Jahr. Aber trotzdem knapp 3000 Kilometer zu Fuß und circa 4000 per Anhalter. Durch das sonnige Kalifornien, in der Hitze der Great-Basin-Desert, über die schneebedeckten Gipfel der Rocky Mountains, bis hin zu den schwülheißen Wäldern der Appalachen.


Kann ich nicht zu Hause zu mir selbst finden und mich fragen was ich wirklich will?
Nur bedingt, denn man ist in seinem gewohnten Umfeld und es gibt zu viele Faktoren die einen Ablenken. Glaubt mir, inmitten einer Wüste, in der man nur sich selbst atmen hört, hat man alle Zeit und Ruhe der Welt um in sich zu gehen. Zeit verliert hier ihre Bedeutung. Wir hatten keine Termine außer in Sechs Monaten an der Ostküste zu sein. Einfach mal nichts planen, nicht in den Terminkalender schauen, sich nicht stressen.

Warum es sich lohnt etwas zu riskieren

Durch mein Abenteuer ist mir klar geworden, dass ich mein Hobby, das Fotografieren zum Beruf machen will. Eine Leidenschaft, die sich in dieser Zeit noch weiter entwickelt hat, als das es nicht Wert wäre ihr professionell nachzugehen. Eine Entscheidung, die ich bis jetzt zu keiner Sekunde bereut habe.

Vielleicht muss es auch nicht die Hardcore-6-Monate-Im-Zelt-Methode sein aber man sollte einfach mal sein gewohntes Umfeld verlassen und unbekannte Wege beschreiten. Also riskiert etwas, anstatt wie immer die sichere Route zu nehmen. Im Anschluss ist man reicher: an Erlebnissen, an Wissen und zumindest immer an Erfahrung.

Mehr Inhalt von meiner Reise, und wie das Wandern als Auszeit aussieht, könnt ihr auf www.eastcoasttogo.com entdecken und natürlich hier auf Uberding, wo ich von nun an meinen Senf dazugeben werde. Ich bin gespannt wo es als nächstes hingeht.

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