Der April macht seinem Ruf alle Ehre: Nach einigen fast schon frühsommerlichen Tagen wollen wir uns seit dem Osterwochenende eigentlich nur noch unter Wolldecken auf der Couch vergraben und das Haus möglichst wenig verlassen. Perfekt für einen Netflix-Nachmittag – oder noch besser für einen Abend im Kino, mit Popcorn und Eiskonfekt im weichen Samtsessel, oder?

Wir haben deshalb die Neuerscheinungen durchkämmt und ein Highlight herausgefischt, das ein gerade mal wieder besonders präsentes Thema hat: Den American Dream. Zwischen der Wahl eines populistischen Amateur-Politikers und dem wachsenden Fremdenhass müssen wir uns zwangsläufig die Frage nach dem Ursprung dieser Entwicklungen stellen – und Frust, Enttäuschung sowie Angst vor Veränderungen stellen sicherlich große Teile davon dar.

Zur Abwechslung mal eine Erfolgsgeschichte des American Dream?

Diesen Donnerstag läuft in den deutschen Kinos The Founder an, die Filmographie eines erfolglosen Milchshake-Mixers, der Anfang der 1950er mit dem Erwerb der Franchise-Rechte des Schnellrestaurants „MacDonald’s“ seinen ganz persönlichen American Dream einleitet. Und uns allen als Beispiel dienen sollte, dass es eben doch nicht ganz so einfach „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ geht, dass Enttäuschungen und harte Zeiten zum Leben dazu zu gehören und dass es nicht einfach mit einer Kritik am System getan ist, wenn ein Traum nicht Realität wird. Denn The Founder ist mehr als eine nette Verfilmung wahrer Begebenheiten.

Nicht umsonst lautet der Titel der Autobiographie des echten Ray Kroc „Mühsam erkämpft“. Drehbuchautor Robert D. Siegel erzählt: „[Uns] schwebte das Porträt eines legendären Mannes vor, der Amerika und die Welt veränderte und dabei viele Menschen verletzt hat.“ Life is not easy, it never will be. Zum American Dream gehört nicht nur das Wort Dream, sondern auch die Idee, dass man nur durch harte Arbeit und Hartnäckigkeit alles erreichen kann. Frust über das System und die auf viele ungerecht wirkenden Veränderungen in der amerikanischen Gesellschaft erscheinen in dieser Betrachtungsweise unangebracht – dass das Wort Chancengleichheit gerade in Bezug auf Amerika nochmal eine ganz andere Schublade aufmacht, ist ein anderes Thema.

The Founder: Mehr als nur Popcorn-Kino

Mit Größen wie Michael Keaton als Selfmademan Ray Kroc, John Carroll Lynch oder Nick Offerman, aber auch Laura Dern, Patrick Wilson, Linda Cardellini und Katie Kneeland werden hier die verschiedensten Seiten einer Geschichte, ihre Schicksale und Träume präsentiert. Ich habe mir den Film an einem verregneten Nachmittag angesehen und wurde an andere Verfilmungen amerikanischer Erfolgsgeschichten mit Kehrseite erinnert, wie etwa an Das Streben nach Glück oder The Social Network. Musste mich fragen, ob dieser Film nicht ausgerechnet denen Futter gibt, die denken dass es früher noch reichte, hart zu arbeiten, und dass Entscheidungen zugunsten eines amerikanischen Sozialsystems sie heute daran hindern, ihren eigenen Traum zu verwirklichen. Diese Frage bleibt mir unbeantwortet, und dennoch sehe ich in dem Film die Chance, sich ehrlich mit der eigenen Definition von Arbeit, Gerechtigkeit und Moral zu beschäftigen.

Regie führte John Lee Hancock, den wir bereits von Blind Side – Die große Chance kennen und der 2012 zum Beispiel auch das Drehbuch für Snow White and the Huntsman schrieb. Für das Drehbuch war in diesem Fall Robert D. Siegel verantwortlich, der unter anderem durch seine Oscarnominierung für The Wrestler bekannt ist.

Der Film startet diesen Donnerstag, 20. April 2017, in den Kinos. Und mich würde wirklich interessieren, wie ihr ihn findet. Um euch eine Meinung bilden zu können kommentiert gerne, mit wem ihr mal wieder ins Kino gehen möchtet und gewinnt* 2×2 Tickets.


Alle Bilder via Splendid Film. 

Teilnehmen können alle uberding Facebook Fans, die bis zum 01.05.2017 um 12 Uhr den Artikel oder das Facebook Posting, kommentiert haben. Rechtswidrige und anstößige Kommentare bzw. Beiträge werden gelöscht. Teilnahmeberechtigt sind nur volljährige Personen mit Wohnsitz in Deutschland. Mit Absenden des Kommentars bzw. des Beitrags werden die Teilnahmebedingungen akzeptiert. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird per Kommentar über den Gewinn informiert.

Mit Annahme des Gewinns erklärt sie oder er sich bereit, dass ihr oder sein Name veröffentlicht wird. Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Veranstalter: creading GmbH, Dürrheimer Str. 15, 70372 Stuttgart.

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