7 min read">

Stellt euch vor ihr liegt abends in eurem Bett und schließt die Augen. Was hört ihr? Euren Nachbar, den Kühlschrank, die stark befahrene Straße vor dem Fenster. Jetzt stellt euch vor ihr seid campen, draußen in der Natur, das Einzige was zu hören ist, ist das Rauschen des Meeres, ein Wasserfall, Grillen, das Rascheln der Blätter im Wind oder es ist so still, dass man gar nichts hört außer den eigenen Puls. Ihr öffnet die Augen und anstatt einer Raufasertapete könnt ihr das Himmelszelt bestaunen, ein Meer von Sternen erstreckt sich vor euch. Mit bloßem Auge ist die Milchstraße zu erkennen, was, dank der Lichtverschmutzung, unmöglich in einer Stadt ist.

Die uberding-Crew ist ist großer Fan des Bergwelten-Magazins und wir lassen uns immer wieder von den Themen inspirieren. Deswegen gibt es von uns einen kleinen Guide rund ums Camping und am Ende des Artikels ein kleines Goodie für euch. 0101Das Magazin ist die Informationsquelle, wenn es um die Bewegung in den Bergen geht – vom Wandern über die Ausrüstung bis hin zu Menschen, Natur und Genuss. Darüber hinaus bietet das Berg- und Outdoorportal bergwelten.com Wanderfreunden mehr als 13.000 Touren aus dem Alpenraum, über 1.100 Hütten, einzigartige 3D-Wanderkarten und täglich Neues aus den Bergen. Inspirationen für unterschiedlichste Wanderungen – von Familien bis zum klassischen Bergsteiger – oder Geschichten, um zu Hause zu träumen.

Campen für Anfänger

Natürlich braucht man ein Zelt um campen zu gehen. Je nach dem wo man hin möchte und wie man unterwegs ist, gibt es verschiedene Optionen. Kleine Igluzelte eignen sich dort, wo es wenig Stellfläche gibt, zum Beispiel in den Bergen. Sie sind leicht und und kompakt, daher sind sie bestens geeignet, wenn man nicht motorisiert unterwegs ist. Eine andere Option wären Tunnelzelte, diese haben den Nachteil, dass sie viel mehr Fläche brauchen aber dadurch bieten sie auch viel Raum. Ist man mit einem Fahrzeug unterwegs, sodass Gewicht und Kompaktheit keine Rolle spielen, dann darf man gerne zu einem großen Familienzelt greifen. Umso mehr Platz, umso besser. Wer ultraleicht unterwegs sein möchte, der greift zum Tarp-Zelt, einem Biwak-Sack oder einer Kombination aus beidem. Noch näher an der Natur kann man nicht schlafen, außer man legt sich nackt auf den Boden. Und noch eine letzte Möglichkeit, die aber ein paar Bedingungen mit sich bringt, ist eine Hängematte. Es gibt sehr leichte und kompakte Lösungen, sogar mit Insektennetz. Darüber kann man ein Tarp spannen und sich so vor Regen schützen. Die Nachteile sind, dass man Bäume zum aufhängen braucht, nicht vor Wind oder kalter Luft von unten geschützt ist, dafür bekommt man aber ein tolles Schlaferlebnis in der Luft.


Das schönste am Campen ist…

Die Nähe zur Natur, mit allen Vor- und Nachteilen. Man schläft unter den Sternen ein und wacht mit der Sonne wieder auf. Es gibt keinen Nachbar, der einen weckt oder nicht schlafen lässt, man hat totale Ruhe. Natürlich kann es auch mal regnen oder stürmen aber das gehört dazu und solange es kein Dauerzustand ist, ist das meiner Meinung nach auch eine tolle Erfahrung. Mit Freunden im Zelt sitzen und draußen geht die Welt unter. Ein weiterer Pluspunkt ist die Flexibilität. Man kann praktisch frei entscheiden wo man seinen Schlafplatz positioniert und wie lange man dort bleibt.

Wo darf man campen?

Erste Anlaufstelle sind natürlich Campingplätze, oft sind diese an Gewässern, sodass man aus dem Zelt direkt ins Wasser kann und man hat Zugang zu sanitären Anlagen. Eine andere Möglichkeit wäre das Wildcampen aber hier gibt es einiges zu beachten, sonst wird es teuer. In vielen Ländern ist es untersagt, so zum Beispiel in Frankreich, Italien oder Spanien. Vor allem in Touristengebieten und an Küsten wird streng kontrolliert. Portugal erlaubt es nicht explizit aber es wird toleriert, solange man nicht sich nicht mit einem Zirkuszelt breit macht. In Finnland, Schweden und Norwegen hingegen gilt das sogenannte „Jedermanns-Gesetz“. Das heißt, dass man überall auf öffentlichen Gründen sein Zelt aufschlagen darf, solange man nicht in Sichtweite von Wohnhäusern ist und in Naturschutzgebieten die dortigen Regeln beachtet. In Deutschland ist es von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Wildcampen ist aber keine Straftat, sondern eine Ordnungswidrigkeit, kann aber durch andere Ursachen (Hausfriedensbruch, Müll, Sachbeschädigung…) mit einer Strafe belegt werden.

Am besten vorher informieren und grundsätzlich gilt, wenn man sich anständig verhält, keinen Müll hinterlässt, wilde Tiere nicht stört, die Vegetation nicht beschädigt und kein offenes Feuer macht, dann wird sich niemand beschweren. Wo kein Kläger, da kein Richter. Auf privaten Grundstücken am einfachsten die Besitzer fragen.

Was ist Glamping?

Für diejenigen unter euch, denen Campen zu anstrengend ist, zu umständlich oder die ohne Komfort nicht zurecht kommen, gibt es noch das Glamping. Das ist ein mix aus „glamorous“ und „camping“ und verbindet die Nähe zur Natur mit den Vorzügen einer Ferienwohnung, wie eigene Sanitäranlagen und Betten.

Drei Camping-Gerichte für unterwegs

Beim Campen ist man meistens in der Ausstattung der Küche beschränkt. Zutaten gibt es nur wenige und trotzdem soll es gut schmecken. Geht das? Hier haben wir für euch einige Gerichte, die man mit wenig Aufwand in kurzer Zeit zubereiten kann.

One-Pot-Pasta:

Hierbei werden Nudeln und alle anderen Zutaten gleichzeitig in den Topf geschmissen und garen gemeinsam. Regelmäßig umrühren, damit nichts anbrennt und nach ungefähr 15 Minuten ist das Essen bereits fertig. Im Internet gibt es massig Rezepte in verschiedensten Formen.

Stockbrot

Bei jedem Camping oder Lagerfeuer sollte es auch Stockbrot geben finde ich. Die Zutaten sind überschaubar und der eigenen Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ob einfaches Stockbrot, süß, herzhaft, mit Röstzwiebeln, getrockneten Tomaten oder, oder, oder. Den Teig zu einer Wurst kneten, um einen Stock wickeln und ab über das Feuer. Drehen nicht vergessen.

Tipp: Wer faul ist, kann auch einfach den fertigen Teig von Sonntagsbrötchen, die es aufgerollt in Dosen gibt, nehmen.

Grillen

Wenn wir schon beim Feuer sind, Grillen gehört meiner Meinung nach zum Campen auf jeden Fall dazu. Ob man klassisch Fleisch auf den Grill schmeißt oder gefüllte Paprika, gefüllte Pilze, es ist für jeden etwas dabei. Noch dazu hält ein Lagerfeuer einen auch nachts warm und schreckt wilde Tiere ab. Sterne gucken am Lagerfeuer – Traumhaft.

Was darf man beim Campen nicht vergessen?

  •  Auch wenn der Wetterbericht für die nächsten 10 Tage keinen Regen ansagt, sollte man für den Notfall immer passende Kleidung dabei haben. Tipp: Ein Regenponcho bedeckt fast den ganzen Körper und ist vielseitiger einsetzbar als zum Beispiel eine Regenjacke, als Unterlage, Sonnenschutz oder um Equipment einzuwickeln
  •  neues Equipment sollte bevor es los geht ausprobiert werden und altes Equipment auf Funktionstüchtigkeit überprüft werden
  • Bürste, Schwamm und Spülmittel sollten auf jeden Fall ins Gepäck, sonst wird das tägliche Spülen nicht angenehm
  • ein scharfes Taschenmesser oder Multitool muss mit
  • Eine Zeltunterlage oder auch Footprint schützt den Zeltboden vor spitzen Steinen und Durchnässung von unten
  • eigene Tasse für Getränke, Suppen. Am besten aus Titan, Aluminium oder sonstigen leichten Materialien
  • Tape um Equipment zu reparieren (hat mich in den USA gerettet)

Weitere spannende Infos zum Thema findet ihr in der aktuellen Ausgabe von Bergwelten. Das Magazin könnt ihr euch zum halben Preis von 2,90€ über die eazers App sichern.

Einfach eazers App kostenlos und völlig anonym im App Store laden und die Print-Ausgabe der Bergwelten beim Kiosk um die Ecke holen. Es gibt nur 1000 50% Gutscheine, also seid schnell. Verfügbar ist der Gutschein ab dem 06.06. in der App.

Kommentare

Send this to friend