Man ist unterwegs in einem fremden Land, entdeckt einen faszinierenden Ort und natürlich will man den Liebsten daheim einen Eindruck vermitteln. Am besten so authentisch wie möglich. Kameras, ob im Smartphone oder eine professionelle Spiegelreflex, können aber immer nur einen Teil dessen abbilden und somit kann man auch nur einen Teil der Erfahrung weitergeben. So müssen sich Freunde und Familie in der Heimat eben mit Ausschnitten zufrieden geben, oder? Nicht ganz – Wie ich während meines letzten Lissabon-Besuchs erleben durfte!

Die passende Ausrüstung für einen Lissabon Kurztrip

Ich hatte das Vergnügen mit Samsung nach Portugal zu reisen und ein paar 360° Eindrücke der Hauptstadt zu sammeln. Ausgestattet mit der neuen 360°-Kamera Gear 360, dem Galaxy S8+ und der Smartwatch Gear S3 bin ich bereit für einen Lissabon Kurztip.

LX FACTORY – Viel zu sehen und zu entdecken

Erster Stop ist die „LX FACTORY“, ein ehemaliges Industriegelände im Stadtteil Alcântara, auf dem man alles andere als graue und Abgase in die Umwelt schießende Fabrikanlagen finden kann. Das Gegenteil ist der Fall: Das Areal ist bunt und wird von Künstlern, Bars, Ateliers, Cafés, Restaurants und Concept-Stores besiedelt. Des Weiteren sind wir umgeben von Streetart. Den ersten Rundumblick, den wir mit einer normalen Kamera nicht hätte einfangen können, gab es in der der Bücherei, die in einer ehemaligen Druckerei sitzt. Wir bestaunen die riesigen alten Maschinen und begutachten die Wand ausBüchern, die bis unter die Decke gestapelt sind. Wir hatten leider nicht genug Zeit um alles zu erkunden. Mittags durften wir erstmal in der Taberna 1300 Platz nehmen. Anschließend gab es eine kleine Führung durch einen Coworking-Space, der aus Containern und alten Dopplerdeckerbussen besteht.

LX FACTORY

R. Rodrigues de Faria 103, 1300 – 501

Lisboa, Portugal

Ich war erst kürzlich in Lissabon und habe überall Tuktuks gesehen, doch dieses Mal durfte ich in einem Mitfahren. Stadtfahrten mit außergewöhnlichen Gefährten lohnen sich. Mit dem kühlenden Fahrtwind im Gesicht und der äußerst kompakten Gear 360 in der Hand fahren wir zum nächsten Spot. Die Fahrerin fährt uns sicher durch die engen Gassen und den wilden Verkehr. Immer wieder bekommen wir Aufgaben gestellt, die wir z.B. mit der Gear S3 lösen. Die aktuellen Höhenmeter auslesen, wer am meisten Schritte gelaufen ist und so weiter. Einen ausführlichen Artikel zur Gear S3 wird es sehr bald geben.

Sightseeing mit Blick unter und über die Stadt

Für einen Lissabon Kurztrip kann ich folgendes Ziel empfehlen: Das Reservoir Mãe de Água (Mutter des Wassers), welches früher für die Wasserversorgung Lissabons zuständig war. Gespeist wurde es vom Aqueduto das Águas Livres, einem 19 km langen Aquädukt aus dem 18. Jahrhundert. Das Reservoir ist mittlerweile ein Wassermuseum und lockt viele Lissabonner und auch uns an. Das Aquädukt endet in einem Wasserfall, welcher sich im Reservoir befindet und sich erhaben vor uns aufbaut. Unter uns befindet sich ein Becken mit über 7 m Tiefe, gefüllt mit klarem Wasser.

„Mãe de Água“

Praça das Amoreiras 10, 1250-020

Lisboa, Portugal

Letzter Sightseeing-Stopp für heute ist der Elevador de Santa Justa, welcher von Mesnier de Ponsard erbaut wurde, welcher vermutlich Schüler Gustav Eiffels war. Ähnlichkeiten mit dem Eiffelturm gibt es auf jeden Fall und oben vor allem eine wunderschöne Aussicht.

„Elevador de Santa Justa“

R. do Ouro, 1150-060

Lisboa, Portugal

 

Nach einem ausgeprägten Abendessen im SEA ME mit vielen Leckereien aus dem Meer (und Knoblauch) haben wir den Tag in einer Bar ausklingen lassen. Nicht irgendwo, sondern in der Topo Bar (Martim Moniz) mit Ausblick über die Stadt.

„SEA ME“

Rua do Loreto 21, 1200-036

Lisboa, Portugal

„Topo“

Commercial Center Martim Moniz, Praça Martim Moniz, 1100-341

Lisboa, Portugal

Park der Nationen – Das Must-Go für Architekturbegeisterte

Bei meinem letzten Lissabon-Besuch habe ich das Expo-Gelände irgendwie übersehen, deswegen war es gut, dass wir dort einen Spaziergang gemacht haben. Schon der Bahnhof Oriente alleine ist einen Besuch wert. Solider Beton im Inneren und filigrane, fächerartige Stahlgerippe außen machen ihn zu einem Blickfang. Aber auch die sonstigen Gebäude, die über ein großes Areal verteilt sind, machen einen Besuch lohnenswert. Falls wir mal nicht von unserem Guidegeführt werden, dann lotst uns das Galaxy S8+ locker durch die Stadt. Auf dem fast randlosen Display ist mehr als genug Platz um stets den Überblick zu behalten.

Live und mittendrin

Wenn ich an 360° Aufnahmen und die damit verbundene Technik denke, dann kommt mir erstmal ein selbstgebautes Konstrukt aus vielen Kameras, die an einem Rahmen befestigt sind, in den Kopf, aber mittlerweile hat sich einiges getan. Die Gear 360° ist kompakt und passt in jede Hosentasche. Durch den ergonomischen Griff liegt sie, trotz der Kompaktheit, gut in der Hand. Mit Hilfe von Video-Livestreaming kann man Freunde und Familie direkt mit zu den schönsten Orten nehmen. Über die sozialen Netzwerke lassen sich die 4K-Aufnahmen einfach teilen. Sehr intuitiv finde ich die Bedienung der Kamera: entweder über das Smartphone (Kompatibel zu Android, iOS, Windows) oder über die Buttons am Gerät selbst.

Vom Touri zum Chefkoch

Das Highlight des Tages ist auf jeden Fall der TimeOut-Market. In einer riesigen Halle sind massig Essensstände und Restaurants aneinandergereiht. Wir haben jedoch nicht nur einen Spaziergang hier gemacht, sondern auch einen Kochkurs bekommen. In Teams zu zweit haben wir uns an den Arbeitsflächen, die in einem Quadrat angeordnet waren, hingestellt. Auf einer Seite war unser Lehrer und Koch, auf den drei anderen Seiten waren unsere Arbeitsplätze. Gelernt zu kochen haben wir Gazpacho mit Ziegenkäse und Thymian. Als Hauptspeise Herzmuscheln nach „Açorda“-Art. Ob ich das ohne Anweisung nochmal machen kann? Das muss ich noch herausfinden…

„TimeOut Market“

Av. 24 de Julho 49, 1200-109

Lisboa, Portugal

Anschließend gehen wir noch in eine Bar, in der wir unsere 360°-Fotos und Videos auf dem Galaxy S8 mit Hilfe einer VR-Brille, der Gear VR, betrachten durften. Sofort fühle ich mich zurückversetzt, als wir mittags noch unter den hohen Stahlträgern des Oriente Bahnhofs standen, und Blicke um mich herum, um auch jeden Winkel nochmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Man sieht eben alles, nicht nur Ausschnitte.

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