Die British Virgin Islands sind die ultimative Destination für Südseefeeling wie aus dem Bilderbuch. Um die vier Hauptinseln Anegada, Jost Van Dyke, Tortola und Virgin Gorda erkunden zu können, bietet sich natürlich ein Segeltörn vorbei an traumhaften Buchten und durch türkisblaues Wasser an.

Wer sich das Reisen auf dem Boot wie in unserem Fall nicht vorstellen kann und sich mit festem Boden unter den Füßen wohler fühlt, wird aber natürlich auch glücklich. Unsere absolute Lieblingsunterkunft haben wir auf der abseits gelegenen Insel Anegada gefunden.

Campen mit Flamingos auf Anegada

Anegada ist anders als die übrigen Inseln, die allesamt vulkanischen Ursprungs und daher ziemlich bergig sind, nämlich: ziemlich flach. Das tut Ihrer Schönheit aber keinen Abbruch. Hierher kommt man am besten mit der Fähre, die die Insel jeden Montag, Mittwoch und Freitag morgens und abends von Tortola aus anfährt.

Auf unserer Rundfahrt über die Insel besuchen wir das Anegada Beach Hotel. Anders als die meisten Hotels auf den Inseln gibt es hier keine Klimaanlagen, die großen, luxuriös eingerichteten Zelte stehen dafür dem Meer zugewandt, so dass ständig eine kühle Brise durch die feinen Moskitonetze weht. Hier kann man nicht nur aus dem Bett, sondern sogar von unter der Dusche aufs türkise Meer schauen. An der Bar direkt neben dem Pool gibt es Drinks und sommerliche Küche, einen kleinen Shop und einen Verleih von Kitesurf-Equipment, Fahrrädern, Rollern und Schnorchelausrüstung. Die luxuriös eingerichteten Zelte wären definitiv unsere absolute Lieblingsunterkunft, würden wir nicht mit dem Boot von Inseln zu Inseln fahren.

Am Nachmittag fahren wir weiter über die Insel und sehen Flamingos. Die waren hier einst so zahlreich, dass einer der großen Weiher im Innern der Insel sogar nach ihnen benannt ist, der Flamingo Pond. Mit der Erschließung der Insel und weil die großen Rosaflamingos von der einheimischen Bevölkerung gejagt wurden, waren sie in den 1960er Jahren komplett von der Insel verschwunden, konnten aber in den Neunzigerjahren erfolgreich wieder angesiedelt werden und sind heute geschützt.

Der vielleicht beste Lobster der Welt – BBQ im Anegada Reef Hotel

Am anderen Ende der Insel, auf der unsere Erzählung beginnt, im Anegada Reef Hotel, endet unser Tag. Auf fünf großen, aus alten Ölfässern geschnittenen Grills wird frischer Hummer zubereitet, während wir am gedeckten Strand die Sonne hinter dem Horizont verschwinden sehen.

Wie wir Euch schon im ersten Teil unserer Erzählung berichtet haben, sind wir nicht nur auf Anegada geblieben, sondern für 7 Tage mit dem Segelboot unterwegs und haben noch viele andere traumhafte Orte und Unterkünfte entdeckt.

Lokale Spezialitäten im Eco-Resort Cooper Island Beach Club

Der Cooper Island Beach Club ist ebenso ein karibischer Traum. Unter Palmen und Strohdächern gibt es frisch gefangenen Thunfisch, Mahi Mahi, Chicken Roti und Burger vom Grill. In einer kleinen Mikrobrauerei brauen sie dort ein eigenes Lager-Bier, und das ist gut! Im Café gibt es Caribbean Roasted Coffee, und von der Terrasse des Cafés fällt der Blick an Mangrovenbäumen und Palmen vorbei auf die Katamarane, die im türkisenen Wasser vor Anker liegen. Die bekannte ‚Rum Bar‘ beherbergt die größte Auswahl von Rumsorten auf den British Virgin Islands.

Das schöne Leben – Zu Besuch in den Yacht Clubs von Virgin Gorda

Der North Sound, auf den wir gerade noch aus den Bergen von Virgin Gorda hinabgeschaut haben, ist ein Mekka für Wassersportler. Am Dock des Costa Smeralda Yacht Clubs liegen die großen Segelboote reicher Amerikaner und Europäer. Die luxuriös eingerichteten Zimmer und der Außenbereich mit Infinity-Pool sind traumhaft schön. Auf der anderen Seite der Meerenge liegt der Bitter End Yacht Club. Hier kann man Kitesurfen, Segeln lernen, zum Stand Up Paddling hinausfahren, Kajaks leihen, Tauchen oder – Heiraten vor traumhafter Kulisse. In der Ferne geht die Sonne über dem Meer unter, links und rechts türmen sich die Berge der benachbarten Inseln in den Himmel und Palmen flankieren den Altar anstelle des Kirchenschiffs.

Einziger Wehmutstropfen: Ganz billig wird so eine Hochzeit nicht. In der Hauptsaison kosten die Zimmer in den Yacht Clubs mit traumhafter Aussicht auf das Meer bis zu 800 Dollar, lassen dafür aber kaum etwas zu wünschen übrig.

Ich denke kurz darüber nach, wie ich es anstellen kann, für immer hier zu bleiben und frage mich, ob die British Virgin Island zum Vereinigten Königreich gehören? Ganz so einfach ist es aber leider nicht, recherchiere ich später. Tatsächlich gehören die Inseln zwar zum Commonwealth – die oberste exekutive Autorität hat de facto Königin Elisabeth II. inne, die Außen- und Verteidigungspolitik wird vom Vereinten Königreich bestimmt – innenpolitisch sind die Inseln aber selbst verwaltet. Es gibt eine eigene, durch Wahlen legitimierte Regierung und eine eigene Gesetzgebung, die sehr darauf bedacht ist, die einheimische Bevölkerung zu schützen. Bevor jemand von außerhalb einen Job und die dazugehörige dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung bekommen kann, muss der Job auf den Inseln ausgeschrieben werden. Nur wenn sich kein Inländer darauf bewirbt, hat man Glück.

Im letzten Teil unseres Berichts von den British Virgin Islands erzählen wir euch von den Hotspots, die man hier auf keinen Fall verpassen sollte – seid gespannt!


Wir danken dem BVI Tourist Board für die Einladung und Organisation der Reise.

Clamping auf einer Südsee-Insel (Anegada Beach Hotel)
Moskitonetze sind breits angebracht
Ihr findet in den Glamping Zimmern keine Klimaanlage
68%Gesamtpunktzahl
Design100%
Preis / Leistung40%
Lage100%
Anreise33%

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