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Die Karibik, Australien, Alaska, diese Orte haben alle einiges gemeinsam. Sie sind exotisch, traumhaft schön und die meisten von uns wollen sie einmal im Leben sehen. Diese fernen Orte, von denen man nachts träumt, die man auf Fotos sieht und das Fernweh wie ein Feuer in einem entfacht. Ich muss mir immer selber sagen, dass man eigentlich gar nicht so weit reisen muss um an solche Orte zu kommen. Allein in Deutschland gibt es viele malerische Gegenden, die ich noch entdecken möchte. Wart ihr schon mal auf dem Morsum-Kliff oder wusstet ihr, dass wir eine Wüste haben? Die Lieberoser Wüste. Es gibt auf jeden Fall vieles zu entdecken und zwar direkt vor der Haustüre oder ein, zwei Schritte weiter. ;) Mich hat es dieses Mal in die Toskana verschlagen.

Toskana – selbst in schlechten Zeiten umwerfend schön

Etwas trocken durch den ausbleibenden Regen, hat sich mir eine hügelige Gegend gezeigt. Der Boden ist aufgerissen, ich könnte meine komplette Hand verschwinden lassen. Klingt erstmal nicht so prickelnd, oder? Aber selbst in diesem Zustand war der Anblick einfach umwerfend. In mehreren Ebenen schiebt sich ein Hügel vor den anderen. Getreidefelder so weit das Auge reicht, die in der Sonne gold-gelb leuchten, umringt von in den Himmel ragenden Zypressen. Immer wieder entdecke ich Olivenhaine. Hier lässt es sich auf jeden Fall leben, zumindest kann ich mir das gut vorstellen. Eine Wanderung wäre hier auch super.

Castelfalfi – ein mittelalterliches Dorf

Die Reise ist Teil der TUI-Winterprogramm-Präsentation und wir kommen im neuen Fünf-Sterne-Hotel „Il Castelfalfi“ unter, dass Teil der TUI Blue Selection ist. Blue steht unter anderem für authentische Landesküche mit regionalen Zutaten, Menschen und Kultur vor Ort kennenlernen und sich den Urlaub über die „Blue App“ selber gestalten. Aber das ist nicht alles: das Hotel steht nicht einfach in der Toskana, es steht inmitten eines Dorfes namens „Castelfalfi“. TUI hat das verlassene Dorf vor zehn Jahren gekauft und über die Jahre in ein Touristik-Resort umgebaut. Der Ort hat seinen Ursprung im Mittelalter, dementsprechend alt und empfindlich sind die Gebäude. TUI hat stets versucht den ursprünglichen Charakter beizubehalten. Neben Wäldern, Weinbergen und einer eigenen Olivenölproduktion, gibt es das  Gourmet-Restaurant „La Rocca“ in der dazugehörigen Burg. Nicht nur Hotelzimmer werden angeboten, sondern auch Luxus-Apartments, Landhäuser und Golfvillen. Bei einem gutgefüllten Geldbeutel stehen diese Immobilien auch zum Kauf zur Verfügung. Apropos Golf, es gibt einen 27-Loch-Golfplatz auf dem Gelände, den größten der Toskana. Durch die Hanglage ist er anspruchsvoll, habe ich mir sagen lassen, aber es ist für jeden etwas dabei. Genug Löcher gibt es ja.

Il Castelfalfi – TUI BLUE SELECTION
Loc. Castelfalfi
IT 50500 Montaione

Mit dem Fahrrad zu Pinocchio

Am ersten Tag haben Jens von Kochhelden.tv und ich uns E-Mountainbikes geschnappt und die umliegende Gegend erkundet. Das war das erste Mal für mich auf einem Fahrrad mit elektrischem Motor und es macht eine Menge Spaß. Trotz Unterstützung sind wir aber nicht besonders weit gekommen, denn wir haben andauernd anhalten müssen, so sehr hat die Natur uns abgelenkt. „Schau mal nach links!“, anhalten, Fotos machen, weiter fahren. Keine 1oo Meter später wieder, „Schau mal nach rechts!“, Anhalten, Fotos machen, die Aussicht genießen und irgendwann weiter fahren. Mario vom Fahrrad-Verleih hat uns einen Geheimtipp gegeben. Und zwar befindet sich das Haus aus dem Pinocchio-Film hier auf dem Gelände. Verfallen steht es mitten in einem goldenen Feld. Es sieht düster aus durch die dunklen von Efeu überwachsenen Steine, den hervortretenden Holzbalken und den geborstenen Fenstern. Unsere Abenteuerlust packt uns und wir treten näher heran, wie Abenteurer in einem Film, die eine antike Ruine entdeckt haben. Bei genauem Hinschauen sehen wir aber dann eine Hausattrappe aus einem Filmset. Pressspanplatten und eine aufgeklebte Steinwand lassen unseren Puls wieder auf einen normalen Wert fallen.

Da die Zeit bis zum Abendessen knapp wird, fahren wir weiter. Aus der Ferne können wir dunkle Wolken über unserem kleinen Dorf entdecken und immer wieder werden wir von riesigen Regentropfen aus dem Nichts überrascht. Eine kleine Abkühlung, die wir auch sehr schätzen, aber ganz durchnässt durch das ankommende Unwetter wollen wir auch nicht werden. Noch einmal Strohballen fotografieren und die Drohne steigen lassen, dann machen wir uns auf die Heimreise.

Allora, avanti! – Mit der Vespa durch die Toskana

Unser letzter Tag bricht schon an, aber wir haben noch viel vor. Zur Auswahl standen mehrere Ausflüge in die umliegenden Städte Pisa, Florenz, Lucca und San Gimignano. Letzterer sogar per Vespa. Ihr wisst für was ich mich entschieden habe. Mit einer coolen Brille ausgestattet, die sicher aber als recht warm herausstellt und noch dazu das Sichtfeld einschränkt, sind wir losgedüst. Mit 20 km/h, da sich einige noch an das Fahren auf zwei Rädern gewöhnen mussten. Über die Landstraße geht es nach San Gimignano, eine ehemalige Handelsstadt auf der Frankenstraße. Durch den Handel sind viele Patrizierfamilien in der Stadt reich geworden und wollten das natürlich zeigen. Dadurch, dass es aber keine Ferraris und Mercedes im Mittelalter gab, haben sie sich eben einen Turm gebaut. Je höher, desto reicher waren sie. Von den einst 72 Türmen stehen noch 15, unter anderem der höchste mit 54 Metern. Wir hatten eine ziemlich coole Reiseführerin namens Claudia dabei, die uns mit einem regelmäßigen „Allora, avanti!“ durch die Gassen getrieben hat, während sie uns Interessantes über Stadt erzählt hat.

San Gimignano

IT 53037

Auch ein Unwetter kann schön sein

Kurz nach unserer Rückkehr ins Hotel fängt es an aus allen Eimern zu gießen. Regenschirme werden verteilt und ein Shuttle bringt uns zum Gourmet-Restaurant „La Rocca“. Es ist zwar nur ein Katzensprung vom Hotel entfernt, aber der Regen ist so heftig, dass man trotz Regenschirm völlig durchnässt ist. Jens und ich haben das für ein kurzes Instagram-Story-Video sehr schnell erfahren. ;)  Das Restaurant möchte bald einen der begehrten Michelin-Sterne abgreifen. Schon die Vorspeise, obwohl sie nur aus drei unterschiedlichen Konsistenzen von Spinat besteht, ist ziemlich lecker. Beim Warten auf die verschiedenen Gänge machen wir Fotos. Trotz Unwetter ist die Toskana einfach schön. Draußen verziehen sich die mächtigen Gewitterwolken langsam und die Toskana verabschiedet sich mit einem märchenhaften Sonnenuntergang. Ein schöner Abschluss.

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