Eine Tatsache die mir das viele Reisen in den letzten Jahren immer wieder vor Augen geführt hat? Man muss nicht immer viele Stunden im Flieger sitzen um an exotische Orte, wundervolle Gewässer oder türkisblaue Buchten zu gelangen. Manchmal sind diese paradiesischen Plätze gar nicht so weit entfernt, und oft kennen wir uns in asiatischen Gefilden besser aus als in „unserem“ Europa. Das soll geändert werden und so wollen wir, zusammen mit Neon, als kleine Familie Europa via Auto entdecken. Jedes Jahr ein paar Länder und viele Erlebnisse mehr. Dieses Jahr stand ein Roadtrip vom Süden Deutschlands über Österreich nach Slowenien und nach Kroatien an.

Von der Küstenregion Sloweniens und dem traumhaften Städtchen Piran, habe ich euch bereits berichtet, aber Slowenien sollte damit für uns nicht abgehakt sein. Einmal mehr, wissen wir die Recherche im Voraus zu schätzen, denn dadurch hätten wir uns bei der Anfahrt an die slowenische Adria einige Kilometer sparen können. Hätte, hätte. Aber jetzt mal von vorne: Wir saßen also auf dem Balkon unseres Hotelzimmers in Piran unsd stöberten über diverse Blogs und durch Pinterestboards. „Must Dos Slovenia“ und „Das Neuseeland Europas“ sprangen uns in die Augen. Mit einem überzeugten „Wow“ und einem wehmütigen „Wie schade“ sahen wir uns die Hotspots des Landes vor dem Bildschirm an. Die dazugehörigen Routen ab Piran brachte uns jedoch schnell zum Ernüchtern. Schade, das war zu weit, 3 Stunden die einfache Strecke. Trotzdem wollten wir diese Sehenswürdigkeiten im Landesinneren Sloweniens, an welchen wir am Vortag also fröhlich bei der Anfahrt vorbei gerauscht sind, nicht verpassen.

Wir vertagten Sloweniens Inland also auf die Rückreise von Kroatien nach Österreich. Aber dann bereuten wir das frühe Aufbrechen und die mehrstündigen Zwischenstops  auf gar keinen Fall. Unsere Tipps für euren Kurzurlaub in Slowenien zeigen euch warum.

uber-Place „Bleder See“ – nicht nur auf Instagram ein echtes Highlight

„An der Stelle des heutigen Sees befand sich früher ein tektonisches Becken, das später vom Bohinjer Gletscher nach und nach herausgemeißelt wurde. Dabei stieß der Gletscher an ein Hindernis –  einen riesigen Felsen, gegen den er so lange drückte, bis nur noch die heutige Insel übrig war. Das Eis schmolz, das Becken füllte sich mit Wasser und es entstand der 2,12 km lange und bis zu 1,30 km breite Bleder See. Die maximale Seetiefe beträgt ganze 30,6 m, weshalb auch Taucher gerne den Seeboden erforschen.“ (via)

Allein schon die Entstehungsgeschichte des Sees ist spektakulär. Doch auch die Farben, die Atmosphäre drum herum, der Campingplatz und die leckere Bude mit den belgischen Waffeln machen den Bleder See zu einer kleinen Idylle mitten in Slowenien.

Da zahlt man gerne auch mal 10 € Parkplatzgebühren für eine gute Stunde (und es gibt nur diesen einen Parkplatz am See), denn diese eine Stunde ist der See wert. Am liebsten würde ich noch mal mit mehr Zeit kommen, eine Runde auf dem SUP umherpaddeln, einmal zur kleinen Insel und wieder ans Ufer. Oder gemütlich im Boot sitzen und um den See herum die bunten Herbstblätter tanzen sehen. Ich glaube der See ist in jeder Jahreszeit einen Besuch wert, doch vor allem jetzt im Sommer haben wir einen Campingplatz mehr auf unserer Liste markiert.

Bleder See
4260 Bled
Slowenien

Feucht fröhlich geht es weiter, denn wenn ihr wie wir ein Herz für Seen, Flüsse oder Wasserfälle habt, sollte Slowenien ganz weit oben auf eurer Liste stehen.

Der Soča und der Wasserfall Slap Kozjak, willkommen im kleinen Neuseeland

Das Soča-Tal findet ihr in jedem Reiseführer für Slowenien. Denn der Fluss, der auch oft  „Isonzo“, „Sontig“ oder „Lusinç“ genannt wird, ist ein Fluss wie er eigentlich nur in den schönsten Bilderbüchern vorkommt. Er befindet sich in der historischen slowenischen Region Goriška.

Es gibt Märchen und Legenden um diesen Fluss, um seine Farbe und um seine Abenteuer. Er ist einer der ursprünglichsten Flüsse in den Alpen und lockt mit seinen smaragdfarbenen Tönen schon seit Jahrhunderten Touristen in die Region. Rafting, Kajak, Wandern – es gibt eigentlich nichts, was hier am Fluss nicht angeboten wird – und trotzdem kommt man sich wunderbar allein und fast wie die ersten Entdecker dieser Naturschönheit vor.

Von Kobarid aus könntet ihr zum Beispiel zur Napoleon-Brücke wandern oder direkt den Parkplatz am Fußweg zum berühmten Wasserfall „Slap Kozjak“ ansteuern. Von dort aus wandert ihr ca. 35 Minuten bis zum Wasserfall.

Mit dem Bike oder Kinderwagen ist der Weg nicht zu empfehlen, aber eine super Kondition braucht ihr für diesen erlebnisreichen Spaziergang auch nicht. Ihr lauft immer am wundervollen Fluss entlang, könnt auf der wunderschönen Hängebrücke den Kajak-Paddler zuwinken und erreicht nach einem längeren Aufstieg den Wasserfall „Kozjak“. Am Wasserfall könnt ihr über schmale Brücken steigen oder durch das steinige Wasser waten. Eine super Erfrischung im Sommer – und genau so grün, erfrischend und moosig stelle ich mir die Natur Neuseelands vor.

Kozjak
5222 Kobarid
Slowenien

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