Fotos für die Pressefreiheit


Das geht uns nichts an, denkt jetzt wahrscheinlich die Mehrheit. Doch es geht uns alle an, wir schreiben und schreien unsere Meinungen frei heraus, das ist für uns nicht sichtbarer Luxus, denn in ...mehr

Twentyone - Urlaub für den Kleiderschrank


Heute kam Mia aus ihrem Spontanurlaub zurück. Und ich saß eine Woche lang allein im Office, gezeichnet von Neid und Fernweh. In dieser Zeit habe ich abgesehen von der Büroarbeit mal wieder viel ...mehr

Unser UBERDING der Woche: GLÜCKLICH hunsrück canvas bag


Die Mädels unter euch werden das kennen. Wenn ihr durch die Stadt bummelt und eigentlich nichts Bestimmes sucht oder braucht und dann "BOOM Zack Boom...!" entdeckt man sein neues Lieblingsteil. Liebe auf den ...mehr

Uber-Shop der Woche: Fourseasons Streetart & Fashion


...tick tack tick tack wer hat an der Uhr gedreht?! Die Jahreszeiten kommen und gehen, das sieht man auch in den Stores und vor allem an unseren Garderoben. Die Wintermäntel machen Platz für ...mehr

Mr. OIZO is back

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Feiertag! Wir lehnen uns zurück, lassen uns die Sonne auf den Bauch scheinen und lauschen Mr. OIZO. Denn he is back! Gastbloggerin Laura berichtet!

 

Mr. OIZOs „Flat Beat“ ist seit 1999 bestens bekannt (Album: „Analog Worms Attack“, 2000), nicht zuletzt dank des gelben Plüschtiers aus dem dazugehörigen Musikvideo. Die Single mit diesem flauschigen Protagonisten namens Flat Eric, das nur seltsame Quacklaute von sich gibt, wurde über 3 Millionen mal verkauft. Dank des eigenwilligen Stils seiner durchgeknallten Technobeats strapazierte Mr. OIZO wohl die Nerven des ein oder anderen Hörers und schaffte es so nicht nur in Großbritannien und Frankreich an die Spitze der Charts.

Jetzt ist sein neues Album „Stade 3“ draußen und mit ihm ist auch Flat Eric wieder zurück im Rampenlicht. Im Teaser für das neuste Werk des französischen Künstlers spielt das gelbe Männchen eine Partie Schach mit dem Schauspieler William Fichtner und lässt sich ständig vom Spiel ablenken.

Autistisch wie immer, minimal wie gewohnt und bekloppt wie antizipiert, kreiert Quentin Dupieux aka Mr. OIZO sein neues Album, das man KOSTENLOS runterladen kann:

„Steal it now on www.oizo3000.com!“

Das Video, wie auch auf die obige Homepage zum Download zeigt wieder einmal den Tenor des Künstlers, der sich wie ein roter Faden durch das gesamte Werk Mr. OIZOs zieht: trockener bis schelmischer Sarkasmus. Man muss sich nur die Teaser seiner zwei bereits erschienenen Spielfilme „Steak“ (2007) und „Rubber“ (2010) ansehen, oder auch den seines neusten Kreativitätsschubs „WRONG“, der auf dem Sundance Festivals 2012 Premiere feiert (http://www.youtube.com/watch?v=RbX5LxUW-Bk).

Wer schon die verrückten Beats der Vorjahre mochte, wird „Stade 3“ von Mr. OIZO lieben. Für wen das hier alles Neuland ist, sollte sich beeilen, diese Wissenslücke zu füllen. So oder so: Enjoy!

Zur richtigen Zeit am falschen Ort oder andersrum.

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Laura entführte uns zuletzt in die Welt ihrer Ex-Freunde. Heute hat sie einen weiteren Text hier auf UBERDING veröffentlicht. Vorhang auf für Laura!

…,dass es so kommt, habe ich nicht geahnt. Aber das ist auch nicht so wichtig. Viel wichtiger ist nämlich, DASS es eben so gekommen IST. Wenn man doch im Leben sich was wünschen könnte, und es passierte einfach innerhalb den darauffolgenden 10 Tagen. Oder 5, von mir aus. Aber nein! Das sieht der Kosmos anders, der denkt sich sowas wie, kommt Zeit kommt Rat. Nicht! Es kommt weder Rat noch sonst was. Es kommen Dinge nicht nach 10 Tagen, auch nicht nach 12, geschweige denn nach 5. Mach aus dem Wort “Tag” das Wort “Jahr” und du bist näher an der Wahrheit dran, und zudem ist dieses Wort realistischer.

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50€-Gutschein absahnen: mit einem Blick durch die rosarote Brille

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Die Zeiten ändern sich. Die Zeit ändert uns. Und mit der Zeit ändern sich auch die Liebesgeschichten. Eines werden sie aber immer gemeinsam haben: sie beginnen alle mit einem ersten Satz. Besinnen wir uns zurück: Wie haben Liebesgeschichten früher angefangen…

40er: „Als endlich Feldpost kam und er vom Heimkehren schrieb…“

50er: „Und dann war mir egal, dass ich Elvis nie heiraten werde…“

60er: „Die Mauer konnte uns nicht trennen…“

70er: „Die Diskokugel glitzerte über uns und draußen stand sein Käfer…“

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Uber ohne Ding

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Uber ohne Ding??? …geht ja gar nicht meint ihr? Meinen wir auch! Halbe Sachen sind mehr als Nichts aber eben auch nichts Ganzes. Auf halbe Sachen kann man nicht ganz stolz sein aber ignorieren geht auch nicht mehr- die Hälfte ist immerhin da.

Wir Streben nach Perfektion und werden dabei größer, wachsen über uns hinaus. Das ist nicht immer einfach, doch faule Kompromisse stinken. Der Weg zum Ziel ist oftmals steinig aber es lohnt sich durchzuhalten, denn Ankommen fühlt sich einfach toll an. Dazu haben wir etwas entdeckt:

„VERABSCHIEDE DICH VON KURZEN WEGEN.
BEGRÜSSE SCHMERZ UND SCHINDEREI.
NIEMAND HAT JEMALS BEHAUPTET,
DASS IMMER ALLES EINFACH SEI.
DEINE ENERGIE. KEINE HALBEN SACHEN.“

 

 

Was sich teilweise anhört wie ein Bibelzitat mit Aufforderung zur Selbstkasteiung haben wir auf der Dose des Energy Drinks Relentless gefunden und mal ein bisschen für euch recherchiert. Relentless (dt: unnachgiebig, schonungslos), eroberte 2009 den deutschen Markt. Mutig war das, denn unser Markt ist langsam aber sicher auch mit Energydrinks übersättigt.

Relentless Energy Drink - yummi

Relentless Energy Drink – yummi

Doch Relentless beweist Ausdauer, Ideenvielfalt und setzte seine Energie dieses Jahr in einige Events auf denen ich war. Zum Beispiel das Relentless Big Air hier in Stuttgart im Januar, welches heute erneut stattfindet. Ein ganzes „Relentless Village“ gab es dort und auch heute werden die Snowboarder und Gäste wieder mit Energie in 3 Geschmacksorten versorgt.

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Mit Quiksilver und Bommelmütze zum Relentless Big Air

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Am Wochenende ist es in Stuttgart wieder soweit. Endlich kalt, endlich (Kunst)Schnee. Spätestens mit dem Relentless Big Air wird die Snowboard Saison 2011/12 zum Leben erweckt. 16 Pro Rider treten gegeneinander an um in den Kategorien „Technik“ und „Style“ zu punkten. Zum Thema „Style“ können wir uns jetzt aber auch wieder außerhalb des Contests Gedanken machen. Das Relentless Big Air wird von Quiksilver präsentiert. Also wird es auf den Boards und auch im Zuschauerbereich einiges an australische Fashion à la Quiksilver zu sehen geben.

Für mich ein Grund mal wieder hereinzustöbern, in die Lookbooks der Streetwear Labels…und siehe da, Quiksilver überrascht positiv! In einem, in der Boarder-Szene beliebten Online-Shop, dem Streetwear Store DefShop, bin ich fündig geworden.

Quiksilver zählt bereits zu den “alten Hasen” unter den Street- pardon Snowboardmarken. Seit über 50 Jahren werden Surfer, Skater, Snowboarder und Strandverliebte von der Marke glücklich gemacht. Quiksilver steht wie keine andere Marke für klassische & hochwertige Streetwear im Outdoorsportbereich. Ursprünglich stellte das Unternehmen Quiksilver gar nicht die ansehnliche Fashion her, für die das Label heutzutage so populär ist – tatsächlich hat Quiksilver damals mit der Herstellung von Surfbrettern losgelegt. Na da sind wir froh, dass die Marke heute auch unsere smarten Sportler auf dem Schnee ausstattet.

Quiksilver - Winter 2011/12

Quiksilver – Winter 2011/12

Quiksilver - Winter 2011/12

Quiksilver – Winter 2011/12

Wen es modisch nicht nach Australien sondern in den Norden zieht ist bei Björkvin richtig. Das Label kommt aus Kopenhagen und überzeugt dieses Jahr durch die große Auswahl an kuscheligen Hoodies. In Sachen Farben ist und bleibt Billabong ganz weit vorne im Rennen. Im weißen Schnee muss einfach ein bisschen Farbe her – wie es bei Billabong’s Winterjacken der Fall ist. Auf den Kopf gehört dieses Jahr unserer Meinung nach auf jeden Fall eine “Bommel-” oder auch “Pudelmütze” genannt.

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MOREBOARDS Stubai Premiere 2011 – Strahlend Blauer Himmel und Powder !

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Mit der MOREBOARDS Stubai Premiere öffnete der Snowpark am Stubaier Gletscher vom 21. bis 23. Oktober 2011 seine Tore für die neue Wintersaison. Frischer Powder, strahlender Sonnenschein und der MOREBOARDS Stubai Zoo im besten Zustand waren die Zutaten für den perfekten Winterstart. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen und darum waren wir vor Ort.

MOREBOARDS Stubai Premiere 2011 - Jonathan Schule Fotografie - www.jonathanschule.de

MOREBOARDS Stubai Premiere 2011 – Jonathan Schule Fotografie – www.jonathanschule.de

Während sich internationale Snowboardstars und einheimische Rider im Park die Hand gaben, herrschte im Brandsaloon reges Treiben. Ein mit Contests, Sessions, Coachings und Parties abwechslungsreiches Rahmenprogramm, ließ an diesem Wochenende keine Langeweile aufkommen. Und auch wir zückten das Brett und ließen den Puderschnee um uns wirbeln.

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Ex-Freunde: ein Geschmack, ein Duft, ein Hobby

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- 29 Lutscher mit Daniel, 3 Tage am Strand mit Christian, 16 Filme mit Leon -

29 Lutscher mit Daniel

29 Lutscher mit Daniel

Ich lutsche gerne Lutscher, besonders als ich das Rauchen aufhörte. Damals war ich mit Daniel zusammen. Er war Nichtraucher und zwang mich dazu den Glimmstängel erstmal auszudrücken und durch sehr viele Süßigkeiten zu substituieren. (Zweimal „Danke Daniel“ an dieser Stelle, fürs Abgewöhnen und für die fünf Kilos, die mir durch ersteres beschert wurden.)

Weder stehen heute Kippen bei mir hoch im Kurs, noch Daniel, aber trotzdem: wenn ich diese schwarz-weißen Lakritzlutscher sehe, muss ich an ihn denken. An die Zeit in Hamburg, an unsere Passion für die argentinische Küche. Rückblickend finde ich Daniel zwischen Tapas und Lollis in meinen Synapsen hängend wieder.

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Ökomode natürlich auch auf der Fashionweek vertreten – EcoShowroom

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…Messe hier, Event dort. Nur noch wenige Tage to go. Dann befinden wir uns wieder alle im Fashionrummel. Auch unsere Gastbloggerin Lena, welche ihr Augenmerk auf Green Fashion gelegt hat, wird vor Ort in Berlin sein und Berichten. Aus den Niederlanden meldet sie sich heute bei uns schon mal vorab zu Wort!

Dies ist „nur“ eine kleine Vorankündigung, eine „Save the Date“-Botschaft für all diejenigen unter euch Leserinnen und Leser, die Ökolifestyle und besonders auch Ökomode interessiert. Nein, stopp, falsch! Wir sprechen hier von einem viel ganzheitlicheren Ansatz: für die Begründerinnen des Events, das ich hier ankündigen möchte, gibt es keine halben Sachen und so fördern sie am liebsten Produkte, die gleichzeitig umweltverträglich, ökologisch und sozial (also je nach Produktionsland „fairtrade“) sind. Organisiert wird das Ganze von der Agentur sieben&siebzig.

Mit dem Schwerpunkt auf Mode, während sie aber auch andere Branchen nicht links liegen lassen, findet dieses Jahr während der Fashionweek der sogenannte „EcoShowroom“ statt und zwar am 7., 8. und 9. Juli. Wo? In Berlin natürlich. Genauer: In der Almstadtstraße 35.
Am 7. Juli ist ein reiner Pressetag… Es wird voraussichtlich bei leckerer Bioeiscreme (und jetzt haltet euch fest: die wird vegan sein!) die Vorstellung aller vertretenen Marken und Produkte geben, also, liebes Fachpublikum, lasst euch mal fix mit einer E-Mail an „rosen@ecoshowroom.de“ akkreditieren! Es könnte sich lohnen!

Der 8. und 9. Juli sind die Public Days der Veranstaltung.
Da kann man sich dann die einzelnen Labels wie Milde, ANSOHO und KSIA, Reflection, Grüne Erde Organic Fashion, Lyk Carpet und FAHRER anschauen und auch deren Produkte kaufen.


Wer nichts verpassen mag und nicht das Glück hat, in diesen Tagen zum Fachpublikum zu zählen, der sollte den EcoShowroom am 8. Juli besuchen, denn am 7. und 8. Juli von 11 bis 19 Uhr gehört die Kunstinstallation „Rosen und Eiscreme“ zum Rahmenprogramm.

Also, liebe Überding-Leser und -Leserinnen: Wer Lust auf Ökotrends, vegane Eiscreme und spannende Infos aus dem Fairtrade- und Ecobereich hat, der sollte sich den EcoShowroom nicht entgehen lassen.

Mehr Infos zu den Labels gibt es hier.

Kino.tot

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Aus gegebenem Anlass ein Gastbeitrag von Franz Unterbriker, welcher uns auch zur bevorstehenden Fashion Week nach Berlin begleiten wird und für euch alles in bewegten Bilder festhält! Los geht’s:

 

Hello,

was ist da los? Die sperren kino.to?
Was hier auf dem Spiel steht ist die Freiheit des Internets! Auch wenn im Moment sicher noch die meisten Leute lächelnd einfach zu einem anderen Anbieter wechseln. Im Jahr 2011 ist es mit Sicherheit nicht denkbar, alle Streaming und Download Seiten abzuschalten. Für die Abschaltung von kino.to haben die mal eben 6 Jahre benötigt. Aber was wenn die Herrschaften doch mal an Geschwindigkeit zunehmen? Was wenn die Film- und Musiklobby mehr und mehr Druck macht? Was wenn das Internet verkommt zum Stasistaat?

Im Moment leben wir in einer Zeit größter onlineerischer Freiheit. Wissen ist völlig frei zugängig und fördert so ein Bewusstsein durch alle Schichten. Aktuelle Informationen gehen sofort und ungefiltert um die Welt. (Ausnahmen bestätigen die Regel) Und Musik, Filme und Serien, die wichtigsten Kulturgüter der letzten Generationen, stehen auf einmal allen völlig frei zu Verfügung.
Ein kulturelles Erwachen also.


Natürlich leidet die Industrie darunter. Kleinere Produktionen vor allem mehr als größere. Das ist scheiße. Kann nicht vielleicht ein Weg gefunden werden, wie Tom Cruise seine Scientology Millionen mit dem verlorenen Etats aus Einkünften von Verleihern etc. verrechnet werden können. Also dafür wär ich ja…
Und ich bin sehr energisch für die Freiheit des Internets. Alter, da hat sich unsere Generation so was Krasses aufgebaut. Und spätestens seit 2.0 kann wohl fast jeder von sich mehr oder weniger behaupten, auch seinen Teil dazu beizutragen. Es klingt jetzt vielleicht etwas platt zu sagen: Das Internet gehört dem Volk. Aber ich hab echt keinen Bock auf Zensur, Überwachung oder sonstige Einschnitte in die Freiheit des Internets. Punkt.

Wenn die Herrn Politiker meinen den Kampf aufnehmen zu müssen, dann wünsch’ ich ihnen viel Spaß. Kriminalisiert alles! Aber es wird immer einen unter uns geben, der euch einen Schritt voraus ist.

Veganes Leder? Ja!

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Heute freuen wir uns wieder über einen (Gast-) Beitrag von Lena Reiner auf UBERDING! Und los geht’s:

Ich hoffe, das kriegt niemand in den falschen Hals und alle Menschen, die sich berufen fühlen, hier zu kommentieren, lesen vorher, was “wirklich” in dem Beitrag steht. Das würde ich mir wirklich sehr wünschen – DANKE dafür schonmal.

Ich möchte hier eigentlich nur ein bisschen zum Denken anregen.

Und zwar habe ich mir die Frage gestellt, wie Vegetarier und Veganer Lederprodukte besitzen, kaufen und sogar vermarkten können. (Ich bin so eine Veganerin, die gerade bei der Vermarktung von Lederprodukten mitwirkt und hier auf Arbeit habe ich noch keine Fleischliebhaber getroffen…)

Dabei bin ich auf eine spannende kleine Geschichte gestoßen, die ich euch erzählen möchte:

Es geht dabei um die Menschen in Indien… Bei der Firma, bei der ich aktuell mein Praktikum mache, trudeln wohl haufenweise Briefe und E-Mails ein, ob die Tiere, aus deren Haut das Ökoleder für die Produkte gemacht wird, „a decent life“ gehabt hätten. Die indischen Produzenten hätten sich auf die Frage hin fast kaputtgelacht.

„Rinder müssen bei uns genauso mitarbeiten wie die Menschen“, war die Antwort. Denn sonst würden die ganzen Landwirte verhungern. Traktoren, das ist etwas für den Westen und die großen Betriebe. Zumindest heute noch. Und so müssen eben Rinder vor den Pflug gespannt werden, wie es das bei uns früher auch noch gab. Ganz schön viel früher. Damit die Felder bestellt werden können und die Menschen etwas zu essen haben. Und die Tiere natürlich auch, denn die bekommen so viel Futter, wie eben gerade möglich ist, damit sie die bestmögliche Versorgung erhalten. Ihr wisst ja, in Indien sind Kühe heilig. Und Mensch und Tier arbeiten dort gemeinsam. Klingt irgendwie fast schon romantisch. Meint ihr nicht? In jedem Fall klingt es nach einer ganz anderen Welt, wie wir sie hier kennen.

Aber zurück zu den Rindern: Diese Tiere jedenfalls haben irgendwann ausgedient. Dann kosten sie mehr an Futter, als sie erarbeiten können. Jetzt kommt der Teil, bei dem viele schreien werden, wie man so rational sein kann. Und sich ziemlich über „diese Inder“ aufregen werden. Zumindest kann ich diese Reaktionen schon vor meinem inneren Auge sehen und dem ersten Impuls nach auch verstehen.

Aber weiter mit meiner „Geschichte“: Die Tiere werden geschlachtet, das Fleisch und die Haut verkauft und alles weiterverarbeitet. Einige werden fragen, wieso man den Tieren keinen schönen Lebensabend gönnt als Dank für die Arbeit, die sie geleistet haben. Einige werden immer noch per se gegen Tierhaltung sein und das hier vielleicht gar nicht mehr weiterlesen. Aber ich möchte diese kleine Geschichte dennoch zu Ende erzählen: Die Tiere müssen verkauft werden, damit die Familien genug Geld haben, um sich ein neues Tier heranzuziehen. Verluste können sie sich nicht leisten, denn sonst heißt es Hungern. Und Hungern ist in einem solchen Land nicht mit dem bisschen Magenknurren vergleichbar, das wir hier als Hunger kennen. Das ganze Tier wird verwertet und die Firma, bei der ich hier bin, kauft die Haut ab, um sie zu gerben.

Der komplette Gerbprozess geschieht natürlich und ohne den Einsatz von schwermetallhaltigen Stoffen. So wird die Umwelt nicht belastet und die Haut der Gerber nicht angegriffen. Sie atmen auch kein Gift dabei ein. Damit haben sie schon bessere Voraussetzungen als viele andere Menschen in Indien. Überdies arbeitet das Unternehmen nur mit Fairtradebetrieben zusammen. Den ganzen Zertifizierungsprozess haben sie letztes Jahr und Anfang diesen Jahres durchlaufen und wissen daher, was da so alles getan werden muss. Jeder einzelne Arbeiter muss bezeugen, dass er gut behandelt wird. Sonst gibt es das Siegel nämlich nicht. Zusätzlich werden unabhängige Kontrollen durchgeführt.

Was die Arbeitsbedingungen mit dem Ursprungsthema „vegan“ zu tun haben?

Nun, es gibt sicher unterschiedliche Auffassungen darüber, was „vegan“ bedeutet, aber meiner Meinung nach ist die besonders schöne: Veganismus bedeutet, keinem leidensfähigen Wesen Leiden zuzufügen, soweit dies möglich ist. Und das bezieht dann nicht „nur“ Tiere ein sondern auch Menschen.

Ich finde, die beschriebenen Lederprodukte* sind auch als Veganer vertretbar…weil sie umweltfreundlich und menschenfreundlich hergestellt werden und kein Tier extra für sie leiden muss.

 

Was meint ihr dazu?

*Die stammen übrigens von goodforall. Infos auf Englisch findet ihr auf deren facebook-Seite: www.facebook.com/fairtradedesign. Schaut doch mal rein!