Freitag Abend. Ich sitze zu Hause am Schreibtisch, der Tee ist gekocht, der Süßkram bereit gelegt. Wer jetzt denkt: „Die Arme, wieder so viel Arbeit, dass sie zum Wochenendstart zu Hause bleiben muss“, liegt falsch. Ich sitze hier nicht weil ich muss, sondern weil ich will.
Aber es stimmt schon, ein etwas komisches Gefühl habe ich auch. Erst einmal, weil im Supermarkt gerade eben alle Anderen mit alkoholischen Getränken und Knabberzeug bewaffnet an der Kasse standen. „Party“ und „Bier“ und „Tanzen“ schallte es da um mich herum, während ich mit Eis und Schokolade bepackt einem gemütlichen Abend mit einem guten Buch entgegenblickte. Ein wenig keimte da schon das Gefühl auf der soziale Sonderling zu sein, der an einem Freitag alleine bleibt. Aber alles kein Problem. Diese Stimmen sind ja schnell auszuschalten. Wohnungstür zu: Ruhe.
Weit mehr sozialen Erlebnisdruck als die reale Partymeute um die Ecke baut aber die riesige virtuelle Gemeinschaft vor mir auf dem Bildschirm auf. Vielleicht geht es nur mir so, aber seit Facebook & Co. scheint jeder da draußen so viel zu erleben. Immer.






















