Kaum habe ich meine Klausuren und anschließend die wilde Fassenacht hier in Mainz hinter mich gebracht sauge ich alles, was nichts mit den politischen, philosophischen und medienwissenschaftlichen Theorien über die Öffentliche Meinung, mit Medienrecht oder der archivalischen Quellenforschung zu tun hat auf, wie ein Schwamm. Da kommt mir die Berichterstattung über den internationalen Modezirkus der letzten Wochen gerade recht, denn was gibt es besseres, als sich stundenlang mit dem Laptop auf den Sessel in der Sonne zu setzen und die frisch präsentierten Kollektionen der kleinen und großen Modehäuser durchzuklicken? Für mich grade nicht viel. So lassen sich auch die Nachwirkungen von fünf Tagen Schunkelei und Trinkerei gut aushalten.
Es gibt ja jedes Jahr so gewisse Trends, die sich durch die Entwürfe verschiedenster Designer ziehen. Manchmal kommt es mir dabei so vor, als nähme der gemeine Modefan diese Trends sehr subjektiv wahr, als löse ein Detail, das man zufällig bei zwei verschiedenen Designern gesehen hat, eine kleine gedankliche Kettenreaktion frei nach dem Motto “Wenn man etwas sehen will, dann sieht man es auch” aus. Ob subjektiv oder objektiv: Der Trend zum Schößchen, zur starken Hüfte, ist mir persönlich so stark aufgefallen, dass ich mich schon darauf freue mein Hüftgold im kommenden Herbst ganz betont zu zelebrieren.























