Vor einiger Zeit durfte ich euch die Dänische Designerin „Barbara Gongini“ vorstellen. Sie hatte uns mit ihr Avantgardistischer Ausrichtung und Verwendung von verschiedensten Materialien überzeugt. Man konnte in Ihrer neuen Kollektion für den kommenden Wintern einige Key Looks erblicken, die das Herz eines „Fashion Victims“ höher schlagen lassen. Dank ihrer guten Arbeit wurde mein Interesse für die Dänische Modewelt geweckt. Ich hatte mich in letzter Zeit intensiv mit dem Skandinavischen Land auseinandergesetzt und festgestellt, dass dort einige Talente ruhen die wir hoffentlich in den kommenden Jahren häufiger auf dem Internationalen Parkett Wiedersehen dürfen.

Heute stelle ich euch einen Herren vor der, durch seinen eigenen und prägnanten Stil, sich sehr weit oben in der Dänischen Welt etabliert hat. Die Rede ist von David Andersen der mit seinem gleichnamigen Label „David Andersen Denmark“ von sich reden machte, auf den letzten Kopenhagener Modewochen. Er schaffte es von Saison zu Saison seine Kritiker von seinen Arbeiten zu überzeugen und durch Neuerungen seinen engsten Konkurrenten auszustechen.

Nach seinem Abitur im Jahre 1999 in „Odense“ Dänemark ging er für ein Kunststudium nach Glasgow an die dortige renommierte Kunsthochschule. Nach drei Jahren und einem Bachelor in der Tasche wurde im während des Studiums klar, dass die kreative Auslebung im Bereich der Mode für ihn das Optimalste wäre und beschloss daraufhin sich zusätzlich als Modedesigner in Kopenhagen ausbilden zu lassen. Mit zwei Abschlüssen und mehreren Auszeichnungen, die er während des Studiums erhalten hatte, begann er sich selbstständig zu machen und parallel für verschiedene Labels zu arbeiten. Er entwickelte zuerst Kostüme für Bands wie z.B. Dúné, Mads Langer oder Rasmus Nøhr. Danach ging er in die Industrie und belegte dort einige Chefpositionen für Labels wie „Isabell Kristensen“ oder „Ilmio“.

Nach einigen Jahren als Freiberufler bzw. Angestellter entschließt sich David Andersen selbstständig zu machen und ein Label zu „launchen“ das auf dem Dänischen Markt vorher so noch nicht existierte. Die „Key-Merkmale“ seiner Kollektionen sind die kühle, androgyne und futuristische Darstellung von Mode und der hauptsächlichen Verwendung von schwarz und weiß.

In seiner aktuellen Herbst / Winterkollektion 2011/12 baut er auf reinen Materialien wie Wolle oder Leder. Die wiederum kombiniert er mit transparenten Jersys oder kontrastreichen Details wie Seide. Es sind coole Cardigans mit Lederapplikationen oder gewaschene Lederjacken mit übergroßen Krägen zu bestaunen. Mit seinen zeitlosen und asymmetrischen Schnitten erkennt man stark das er seinen eigenen Prinzipien treu geblieben ist.
Bilder via www.davidandersen.dk