Es war ein seltsames Gefühl Samstagmorgen um 6 Uhr hellwach aus dem Bett zu springen sich und nur kurze Zeit später auf dem Stuttgarter Hauptbahnhof zu befinden.
Wo andere sich mit letzter Kraft und Bierflasche in den erste Zug auf den Weg ins warme Bett machten und andere hoch motiviert mit sportlicher Kondition Snowboard oder Ski umgespannt haben und gen Schneelandschaften zogen, sprang ich in meinen ICE in die Hauptstadt.
In Stuttgart hörte ich die ersten Vögel zwitschern, Eis und Schnee sind längst wieder weggetaut. Doch schon wenige Stunden später kam ich an, im eisigen Berlin.

Ja wer hätte das gedacht. Das Jammern der Berliner war keineswegs zu unterschätzen. Eis auf Weiss noch und nöcher. Trotzdem kein Grund im Süden zu bleiben. Es war an der Zeit Nina in Berlin zu besuchen.

Trotz eisiger Kälte machten wir uns am Sonntag nach einem ausgiebigen Frühstück auf zum Flohmarkt am Mauerpark. Schon viel hatte ich von diesem Flohmarkt gehört, doch nie selber da gewesen. Vor allem im Winter und bei den wirklich unangenehmen Temperaturen fand ich es erstaunlich wie viele Kauf- und Verkauftüchtige sich am Mauerpark befanden.


Auch bei den Kleinsten liegen Fellgeschichten im Trend ;) wie gerne hätten wir mit der kleinen Dame getauscht und uns auf den Fellstand gewälzt.




Viel Unsinniges und viele verborgene Schätze waren auf dem Flohmarkt an der Mauer zu finden. Auf wenn ich nur mit einem Mini-Fundstück im Wert von 2,00 € den Flohmarkt wieder verließ, hat sich die Reise durch die Kälte gelohnt. Was es da so alles zu kaufen gab war für mich nur Nebensache.

Gesichter, Musik und die Atmosphäre an sich, war spannender und wirklich, oder vielleicht gerade auch deswegen, im tiefsten Winter zu genießen.

Für mich ein paar wunderschöne Tage in der Hauptstadt. Nach einem Treffen mit Sebastian, einem Besuch bei Fotografin Ailine und vielen gemütlichen Stunden mit Nina in ihrer kleinen, aber feinen Wohnung ging es für mich noch auf eine kurze Shopping Jagd.
Doch Shoppen in Berlin!? Das Paradies und die Hölle zu gleich, ich komme wieder! Zurück in der Heimat bin ich über jeden Grad mehr glücklich, erfreue mich wieder die gewohnten Mia-Schnell-Schritte auf unvereisten Wegen gehen zu können und genieße den Süden, bevor es nächste Woche hoch in den Norden geht.
In der Hansestadt steht uns das Uberdingtreffen bevor und so sehr man die Heimat nach und nach zu schätzen weiß, freue ich mich jetzt schon wieder in den Zug in die Ferne zu steigen und die ganzen Ubergesichter zu sehen! Der Norden ruuuuft!