Heute möchte ich euch wieder in meine Gedanken rund um die Kunstwelt entführen. Wir reisen zurück, in eine Zeit, in die wir uns ab und an zurücksehnen, in welcher die Sorgen heute harmlos erschienen, Geld keine große Rolle spielte und ein wundes Knie an der Tagesordnung lag. Tage an denen ein Eis am Stil das Größte und die Wirtschaftskrise das Kleinste für uns war. Zurück in die Kindheit, die Stadt nochmal aus Kinderaugen sehen.
Ein flüchtiges Grinsen, ein ängstlicher Blick, eine kugelrunde Träne auf einer Kinderwange.
© Jo Fischer 2011
Genau damit beschäftigt sich auch Fotograf Jo Fischer in seinem neusten Projekt. Er Fotograf befindet sich derzeit auf Ausstellungs-Tournee durch Hamburg, München und Berlin.
Jo Fischer, welchen ich durch heliumcowboy (genauso wie Alex Diamond) kenne, ist ein aktiver Begleiter. Er inszeniert seine Bilder nicht, sondern beobachtet und dokumentiert das Geschehen um sich herum. Und doch ist er kein stiller Begleiter – dank seiner offenen, neugierigen und sympathischen Persönlichkeit. Seinen Motiven, die meist aus einer gegebenen Situation entspringen, verhilft er zu einer eigenen Dynamik, indem er behutsam Einfluss nimmt: sei es durch einen besonderen Blickwinkel, die gezielte Wahl von Ort und Umgebung oder durch ein fast unmerkliches, sanftes Eingreifen in die aktuelle Szenerie. Wo andere Fotografen laut „Action“ rufen, genügt Fischer ein leichtes Anstupsen.
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