Macht ihr euch beim Klamottenshoppen eigentlich Gedanken woher die Dinger, in die wir uns in den Umkleiden hüllen, eigentlich herkommen? Wie und, vor allem von wem sie hergestellt wurden?
Um ehrlich zu sein, ich schau auch erst auf den Preis, da mein Geldbeutel mir ein anderes Handeln oft nicht erlaubt. Doch ein kürzlich gelesener Artikel in der Stern hat mich mal wieder zum Nachdenken bewegt.
Bild aus der Stern
H & M, Heine & Co. wir kennen alle die Zettel in unseren Klamotten “Made in India” oder sonst wo. Wieso H & M so erfolgreich ist? Weil sie ihre Ware zu einem Drittel der Preise anbieten können als manch andere Läden. Weil sie geringe Produktionskosten haben und somit auch zu einem günstigen Preis anbieten können.
Und weil ein Konzern wie H & M oder Heine (Gehört zum Versandhaus “Otto”) sich einen Namen gemacht hat, Menschen egoistisch sind und daher Schlagzeilen über Kinderarbeit, Ausbeutung der Arbeitskräfte der 3. Welt gerne mal übersehen. Ich möchte hier niemandem ins Gewissen rufen, nein, ich zeige mit dem Finger auf mich selbst. Der günstige Preis der Teile ist ja auch der Grund warum ich oft Läden wie den H & M durchstöber. Dennoch wird mir durch solche Artikel mal wieder bewusst, in was für einer Welt wir leben.
Auch 50 % der Klamotten meines Kleiderschranks sind sicherlich hergestellt “von jungen Menschen, für die eine stinkende Decke und ein Dach über dem Kopf oft schon eine dramatische Verbesserung ihrer Lebensbedingungen bedeuten”. Großen Textil-Ketten streiten Kinderarbeit und Arbeit unter schlechtesten Bedingungen zwar strikt ab, ich kann mir jedoch keinen anderen Grund für die günstigen Preise vorstellen.
Die einen schuften am anderen Ende der Welt den ganzen Tag lang für einen Hungerlohn, damit sich Großkonzerne bereichern und Konsumsüchtige wie ich und du immer mit den neusten Stoffen eindecken können. Und mit diesem Gedanken im Kopf zieht es mich dann wieder in Läden wie American Apparel, welche sich bewusst für den fairen Handel aussprechen. Dann zahl ich doch auch mal wieder gern ein paar Euro mehr für ein Shirt, die Qualität und das bisschen bessere Gewissen.

Gut find ich dass immer mehr Handelsketten und Designer der, gerade aufkommenden, kleinen Revolution beitreten, Herstellung nach ökologischen Gesichtspunkten und fairem Handel. Und selbst bei H & M, wo eigentlich nur zählt wie billig ein Stück hergestellt werden kann, finde ich nach längerem Wühlen in den Synthetik-Teilchen, Shirts aus Biobaumwolle! Mit speziellem Etikett ausgezeichnet.
Die “Ökomode” kommt zurück, muss mal meinen Kleiderschrank durchwühlen ob sich da noch irgendwo ein Batik-Shirt aus alten Zeiten versteckt hat. Ich nenn es den Bio-Boom! Weil es bequem, gesund und natürlich angesagt ist.
UBER trifft auf Öko und findet es scharf!

Vielleicht wird es ja doch noch was mit unserer Welt ;)
Clip zum Thema könnt ihr hier anschaun: Blood, Sweat and T-shirts