In der kalten Jahreszeit steht man oft vor dem Kleiderschrank und fragt sich wie viel man anziehen muß, um es warm zu haben. Auf den Fashion Shows wurde die Antwort der Fragenden getragen. Und dieses Jahr lautet sie: Pelz.
Stolz, wie nie zuvor wurde der Pelz in lang oder kurz präsentiert. Waren es in den letzten Jahren eher die älteren Generationen, die ihr Fell in den kalten Tagen aus dem Schrank zogen, waren diesmal neben den Models, viele junge Frauen im Tiergewand zu sehen. Allerdings nicht ganz ohne schlechtes Gewissen. Die meisten beteuerten natürlich, dass es Pelz wäre, der nicht aus der Modezüchtung stammt, andere wiederum wussten gar nicht was sie tragen.
Die Frage aller Fragen ist jedoch: Ist es moralisch vertretbar sich in ein Tierfell zu kleiden, damit der Mensch es warm hat?
Fakt ist jedenfalls, dass es schon weit vor unserer Modezeit selbstverständlich war, Tiere für das eigene Überleben zu töten. In der heutigen Zeit dürfen wir, um das Ansehen in der Gesellschaft nicht zu verlieren, nur noch Leder tragen. Obwohl dieses doch auch von Tieren abstammt und zwar von Tieren, die geboren werden, um unsere Füße zu schmücken oder als Tasche zu enden.
Der geliebte Parka, der als Ausweichmöglichkeit funktioniert und uns genauso vor dem erfrieren schützt, wird dagegen völlig schuldfrei getragen. Ist es doch eher die Daunenfüllung darin, die die Körpertemperatur nicht sinken lässt?
Aber was darf man tragen ohne gleich als Tiermörder abgestempelt zu werden? Ist es moralisch vertretbar einen Pelz zu tragen, den man vererbt bekommen hat und der schon in der vierten Generation im Kleiderschrank hängt?



















