Wir blicken diesen Sommer auf drei aufregende, spannende und vor allem wortreiche Jahre zurück. Durch die Mithilfe einer unkontrollierbaren Wunderwaffe namens Internet sind diese drei Jahre erbarmungslos dokumentiert und für eine Ewigkeit festgehalten. Festgehalten sind vor allem Künstlerportraits, Modeliebeleien und ganz viel Leidenschaft zum Menschsein.
Was das genau bedeutet, darf am Samstag dem 9. Juli von 19 bis 21 Uhr erlebt werden. An diesem Abend wird nordischer Charme, Ruhrpottslang, schwäbische Disziplin und die Berliner Leichtigkeit in der Mutterstadt zusammentreffen und euch zum dreijährigen Jubeltag des Online Magazins einladen.
Zusammen mit Galerie Kollaborativ und THECOUP lassen wir die Korken knallen und die Kunst sprechen. Mode wird an den Körpern der Gastgeber, fernab der Catwalks der Fashionweek, zur Show gestellt – anfassen erlaubt. Im Mittelpunkt des Abends, steht genauso wie im virtuellen Auftreten der Truppe Kunst, Mode, Musik und ganz viel Nächstenliebe. Unter dem Motto „VERNISSAGE X ALTRUISM ART AUCTION“ kurz und knapp einfach „3XA UBERDING“ wird die Kunst der bereits auf UBERDING portraitierten Künstler Oliver Rath, Ewen Gur, Dirk Hoffmann, Sebastian Otto und Alex Diamond präsentiert.
Kunst verbindet Menschen und Kunst soll an diesen Abend auch eine Brücke zu denjenigen Menschen schaffen – die Unterstützung nötig haben. Deshalb wird es am besagten Abend neben Musik und Kunst auch eine Auktion geben. Jeweils ein Werk je Künstler wird unter den Besuchern zur Feier der Nächstenliebe an das ausgewählte Charityprojekt “Hoffnungsliebe” versteigert.

ALTRUISM:
Social Project „Hoffnungsliebe“
Das Projekt hat sich die kreative Äußerung von Frustrationen auf die Fahne geschrieben. Die Zielgruppe sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 7 bis 25 Jahren. Sie werden durch kollektives Arbeiten dazu befähigt, ein gemeinsames Ziel zu verfolgen, Verständnis füreinander zu entwickeln und sich gegenseitig zu helfen. Wöchentliche Aufgaben haben zur Folge, den Teamgeist und die Kommunikation unter – und miteinander zu fördern.
Durch den verbalen Ausdruck erlernen die Kinder und Jugendlichen gemeinsam Lösungen zur Problembewältigung. Mittelfristig werden die Faszination des Erkenntnisgewinns sowie das Interesse an Literatur und Bildung geweckt und ausgebaut. Durch kollektive Gespräche werden negative Erlebnisse aus dem Alltag der Kinder und Jugendlichen verarbeitet und das Bewusstsein für ihre Zukunft gestärkt. Das Projekt behandelt ausschließlich die heutige Problematik der Jugendlichen, deren Frustration, Gewaltbereitschaft, Hoffnungslosigkeit und verborgene Wünsche.
Die Äußerung und kreative Umsetzung dieser Thematik wird zu einem Erfolgserlebnis führen, welches den meisten Menschen aus dem sozialen Brennpunkt verborgen bleibt und der Befreiung ihrer Ängste dient. Der Glaube an die eigenen Träume wird dadurch ermutigt und Ideale bekommen einen höheren Stellenwert in unserer abgestumpften Gesellschaft. Dieses Projekt dient zum Aufruf für die verlorenen Werte, gewaltfreie Problembewältigung und mehr Chancengerechtigkeit für benachteiligte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

ART AUCTION:
In einer Kunst-Auktion am Abend der Vernissage versteigern die ausstellenden Künstler jeweils ein ausgesuchtes Werk um Spenden für das sozialen Projekt Hoffnungsliebe zu generieren. Kunstliebhaber bekommen die Möglichkeit, mit einmalig günstigen Startangeboten zwischen 250 – 295 Euro etwas Gutes zu tun. Die Künstler, Mode-Aktivisten sowie die Unterstützer der sozialen Projekte sind vor Ort und zeigen die Stärke der Solidarität aus Kunst und Mode auf. Unternehmen aller Branchen sind eingeladen, sich an dem Spektakel zu beteiligen.
Oliver Rath: Rath’sche Photo-Inszenierungen haben eine enorme Energie, einen Drang, eine Sucht, keine Sehnsucht, nichts Ungesundes, niemand ist unglücklich, obwohl er das Leben in all seinen Facetten zeigt, knallhart und so wunderbar, dass man sich darin verliert.
Ewen Gur: Mit Humor reflektieren seine Bilder unsere Konsumgesellschaft mit ihren Verwerfungen und Absurditäten, in seiner naiven Zeichentechnik spiegelt sich der destruktive Wahnsinn der Menschheit. Seine bevorzugten Themen sind die Stadt und die Konsumgesellschaft. Ewen Gur zeichnet sie völlig unbefangen, wie ein Kind von dieser vertikalen Maßlosigkeit fasziniert. Doch trotz seines kritischen Blicks auf diese Gesellschaft bleibt sein Werk immer optimistisch.
Alex Diamond: Wer einen Personenkult errichten möchte, beißt bei Alex Diamond auf Granit. Im Mittelpunkt steht nicht der Künstler sondern das Werk. Da erscheint es sinnvoll und richtig, dass aus Alex Diamond inzwischen die Alex Diamond Mining Company geworden ist, der sich neue und wechselnde Kollaborateure angeschlossen haben.
Dirk Hoffmann: Jungfotograf aus Berlin. Die Kamera als Werkzeug lässt ihn mit einer optischen dominierten Welt spielen. Hierbei meint Spielen nicht die Machbarkeit der Welt, nicht die Möglichkeit zur Veränderung – Spielen meint das Mitteilen neuer Perspektiven.
Sebastian Otto: Sebastian Otto malt – er malt am liebsten mit Kreide und Kohle. Wir sehen in seinen Bildern Kinder – vor allem Mädchen. Doch er malt sie nicht wie man sie sich gerne vorstellt, fröhlich und lachend aus den Bildern strahlend sondern er malt die Kehrseite. Er scheint in die kleinen Seelen hineinzublicken, diese unschuldigen, zerbrechlichen Wesen. Vielleicht berühren uns seine Werke deshalb so sehr – weil sie das Innere und nicht die Äußerlichkeit, in welche wir uns in dieser oberflächlichen Welt so gerne flüchten, zeigen.
Kurz und knapp sagen wir trotz all der Liebe zu den Worten: Über Kunst zu schreiben ist wie über Architektur zu tanzen. Stimmt schon, mit Wörtern allein kann man die Schönheit und Kraft eines großartigen Kunstwerkes kaum fassen und so laden wir euch ein.