Sie sind bunt, sie sind riesengroß, manche sind alt, andere noch so frisch, dass der Geruch der Farben aus den Sprühdosen noch in der Duft liegt. Meistens erkennt man sie auf den ersten Blick auf den Straßen, manchmal gucken sie mich aber auch spontan von Ampeln oder Straßenlaternen aus an.

Tanja, ein Local-Guide aus Johannesburgs Stadtteil „Braamfontein“ spricht viel zu viel. Ihre Art ist laut und impusiv, aber es stört uns an diesem verregneten Tag in Südafrikas Metropole nicht. Tanja zeigt uns versteckte Gassen und leuchtende Farben an den Wänden. Sie fuchtelt immer wieder wild mit ihren Armen in der Luft umher und präsentiert uns damit ihre ganz eigene Hood.

Menschen grüßen uns, als wären wir alte Freunde, vor anderen müssen wir uns verstecken, bis wieder Ruhe einkehrt nach dem Gebrüll auf der Straße und durch die Stöcken die laut gegen die Wellblechtore geschlagen werden.


Es liegt Spannung in der Luft, Tanja pustet sich diese eine Haarsträhne zum x-ten Mal von der Stirn und Anne und ich hetzen in Windeseile über die nächste Straße. Uns wurde der Stadtteil Braamfontein als ganz wundervolle Shopping-Gegend beschrieben. Wir würden ihn nach unserem Besuch ja eher als einen der gefährlicheren, rauen Ecken der großen Stadt beschreiben. Straßen- und Garagengeschäfte, Muti-Shops und jede Menge Streetart.

Etwa 80% dieser Fotos stammt aus dieser Gegend. Streetart in Johannesburg – spannend, oder? Wer das raue, urbane Leben spüren möchte ist in Braamfontein richtig! Wer es lieber etwas frischer, neuer und ruhiger haben möchte ist in Maboneng richtig. Und wer die ehemaligen Türme des Kraftwerks in Soweto nach einem Johannesburg-Aufenthalt nicht gesehen hat – der war nie da!



Meine Recherchen und der Aufenthalt in Südafrika wurden von South African Tourism unterstützt.

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