Immer noch etwas unterrepräsentiert bei der Fashion Week Berlin, sind die reinen Männerkollektionen. Deswegen haben wir am Dienstag auch noch einen Blick auf die Schau von Designer Ivan Mandzukic für sein Label IVANMAN geworfen.

Besonders gespannt war ich, nachdem ich gehört hatte, dass der Filmklassiker „Der heilige Berg“ von Alejandro Jodorowsky als Inspirationsquelle gedient haben sollte. Erst im Dezember hatte ich mir das letzte Werk des Regisseurs angesehen, „La danza de la realidad / La dance de la realité“,  und die Meinungen nach dem Kino gingen ziemlich auseinander. Auf „abgedreht“ konnten wir uns jedoch alle einigen. So war ich also um so interessierter daran zu sehen, was uns mit der neuen Kollektion erwarten würde.

Heraus kam letztendlich ein Spiel mit den Geschlechterrollen. Auf der einen Seite präsentieren die auf Podesten stehenden Models ganz klassische HAKA-Formen, starke maskuline Schulterformen und uniformhafte Hemden, die dann immer wieder durch feminine Akzente wie Transparenz oder voluminöse Schnitte ergänzt wurden.


Klassiker wie Trenchcoats und Bundfaltenhosen paarten sich mit durchscheinendem Strick oder weit fallenden schweren Sweatshirts. Eine gewisse Strenge im Look brachten hohe Stehkrägen und akribisch gezogene Scheitel.

Farblich setzte IVANMAN auf klassische Töne wie Schwarz, Beige, Weiß und Braun. Eine Akzentuierung bringen in der Zukunft Beerentöne – leuchtendes Rot, Bordeaux, sattes Aubergine. Im Vergleich zu Marc Stone eine strengere, klassischere Kollektion, die durch Feinheiten und Details am Ende doch nicht langweilig wirkt.

Lena war auch wieder kurz vor der Show für uns unterwegs und hat noch ein paar Korrekturen mitbekommen…


Fotos © 2014 uberding / Lena Reiner

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