Ein Punkt auf meiner Must See oder besser „Must Feel“ Liste für Thailand war der Besuch eines Floating Markets. Schon als Kind fand ich die Vorstellung „Tante Emma Laden“ auf dem Wasser zu spielen großartig.

Während unseres Bangkok Aufenthaltes war es dann endlich soweit. Wir planten unseren Ausflug in das nahe gelegene Damnoen Saduak. Hier gibt es einen kleinen Floating Market der ein Stück des echten Lebens Thailands zeigt – oder erinnerte mich das dann doch eher an Venedig in Asien?

Tatsächlich, da waren sie, die sanftmütig lächelnden Marktfrauen mit ihren landestypischen Strohhüten die in ihren Paddelbooten exotische Früchte anbieten.

Wunderschön anzusehen und mindestens so großartig festzuhalten. Das Feeling durch Thailands Kanäle geschippert zu werden, umringt von Palmen und den Behausungen der Einheimischen, war schon unglaublich. Aufregend und entspannend zugleich.

Die Entwicklung der Schwimmenden Märkte

Doch, um bei meinem Venedig Vergleich zu bleiben, ist auch beim Besuch eines Floating Markets mit Reisegruppen und Tourismus an jeder Ecke zu rechnen. Natürlich werden hier Traditionen und eine ganz besondere Romantik authentisch aufrechterhalten aber bei unserem Besuch schlich sich trotzdem ziemlich bald eine große Ernüchterung ein, denn natürlich haben unzählige Menschen aus aller Welt den gleichen Wunsch wie ich: Den Hype Floating Market live zu erleben!

Wie, das war’s schon?“ Noch schnell wurden ein paar Postkarten (für euch!) gekauft, noch einmal tief eingeatmet um die Gerüche Thailands zu inhalieren bevor das Boot wieder auf die Anlegestelle zusteuerte. Dann war der Zauber auch schon wieder vorbei. Wir waren also nur zwei weitere, westliche Touristen in diesem Wirr Warr aus Booten, schwimmenden Garküchen, Souvenier-Ständen und Blitzlichtern. Aber ganz ehrlich: Das ist auch gut so, denn wir bringen das Geld und halten mit unserer Neugierde eine alte siamesische Traditionen aufrecht die heute in dieser Art und Weise durch die Import- und Exportmöglichkeiten wohl gar nicht mehr wirklich von Nöten wären.

Gut zu wissen:

Unsere Bootsfahrt dauerte etwa eine Stunde und wir bezahlten 1000 Baht umgerechnet etwa 25 € pro Person. Ihr müsst eine solche Tour nicht unbedingt im Voraus buchen sondern könnt euch direkt einen der kleinen Märkte um Bangkok heraussuchen und diese ansteuern. Sehr traditionell soll der „Amphawa Floating Market“ sein. Vor Ort kauft ihr dann ganz unkompliziert, denn so ist Thailand, ein Ticket und Ahoi, ab geht’s!

Wem es allerdings wirklich ums Shoppen geht, der sollte lieber direkt in Bangkok bleiben und dort durch die Läden ziehen. Auf dem Floating Market geht es eher um das Gefühl, die Gerüche, ein bisschen etwas zu kosten und ein Hauch von „damals“ einzufangen.

Fotos © 2014 uberding; Mia Bühler

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