Bereits letzte Woche habe ich euch von der Brooklyn Waterfront am Brooklyn Bridge Park berichtet, nun war ich am Wochenende noch einmal nachts dort, und habe ein paar weitere Fotos geschossen, die ich euch nicht vorenthalten will.

Sightseeing – The Highline

The Highline ist eine der neueren Sehenswürdigkeiten New Yorks, von der man momentan sehr viel hört. Die bepflanzte ehemalige Eisenbahntrasse durch den Meatpacking District stellt eine art urbanen Park da und bietet eine Möglichkeit, einige Meter oberhalb der Straße sicher und gemütlich zu schlendern, oder auf Bänken und Liegestühlen Platz zu nehmen. Soweit die Theorie, die den Hype der Highline erklärt. Schließlich gibt es einen solchen Fußweg nicht gerade in jeder Stadt und gerade in Manhattan, wo auf den Straßen nie Ruhe einkehrt und jedes Fleckchen Grün genutzt wird, freuen sich die Leute über eine solche Oase.

Doch in der Praxis ist auch diese Oase leider nicht sehr ruhig: Menschenmassen quetschen sich am Wochenende im Schneckentempo über die Fußwege, von freien Sitzplätzen kann man nur träumen und insgesamt fühlt man sich auf der Highline fast gestresster als in einer ruhigen Seitenstraße der umliegenden Viertel. Wer die Highline unbedingt sehen möchte, der kann dies tun, wer sie auslässt, verpasst aber auch nicht wirklich etwas. Ich empfehle eher, die Zeit im Central Park oder im wunderschönen Prospect Park in Brooklyn zu verbringen – dem perfekten Ort für Entspannung, Sport und das Beobachten Amerikanischer Klischees!

Ostern in New York City

Ostern in New York, darauf war ich sehr gespannt. Schließlich ist Amerika ja dafür bekannt, Feste gerne übertrieben und kitschig zu feiern, da hielt ich das Osterfest für einen geeigneten Anlass. Unterm Strich war dann aber weniger los, als ich ursprünglich angenommen hatte: Feiertage gab es gar keine, und auch sonst war das Tamtam jetzt nicht besonders. Natürlich gab es in allen Geschäften Schoko-Ostereier und quietschebunte Geschenkkörbe.

Doch viel mehr war da dann nicht, und auch bei uns im Office schien Ostern kein besonderes Thema zu sein. Fühlte sich fast ein bisschen an, als sei uns Deutschen das Thema wichtiger, weshalb wir mit großen Erwartungen zur Osterparade am Ostersonntag gingen, für die die 5th Avenue über mehrere Blocks hinweg gesperrt wurde. In diesem Bereich tummelten sich dann lauter Menschen, die sich teils seit Wochen auf diesen Tag vorbereitet zu haben schienen und es in aufwändigen, selbst gebastelten Kostümen genossen, einmal so richtig im Rampenlicht zu stehen.

Der Fokus lag dabei auf den Kopfbedeckungen, man sah Hüte in jeder Form und Farbe, vom Schlapphut bis hin zum aufgesetzten Osternest. Kaum blieb einer der wirklich verkleideten Menschen stehen, tummelten sich dutzende Touristen um ihn, um ein Foto zu schießen. Und typisch Amerika: Es blieb nicht bei verkleideten Erwachsenen – wer selbst kein Hingucker war, schickte einfach ein wundervoll herausgeputztes Kind oder einen bunt geschmückten Hund ins Rennen um die meiste Aufmerksamkeit.

Insgesamt war die Osterparade ein Spektakel, das ich durchaus weiterempfehle, einfach nur, um sich das Ganze kurz anzusehen und dann belustigt wieder nach Hause zu schlendern!

Und sonst so? Endlich ist hier in New York mal der Frühling eingekehrt, nachdem es letzte Woche nachts sogar noch einmal geschneit hatte. Doch nun blüht alles auf – nicht nur die Bäume, sondern die gesamte Stadt: Die Menschen tragen Shorts, Röcke und Sandalen, sitzen draußen und genießen bei einem Iced Coffee die Sonnenstrahlen!

Training für die FANATIC-League unter der Williamsburg-Bridge

Und dann hatte ich mein erstes Fußballtraining für die FANATIC-League. Direkt unter der Williamsburg-Bridge mit dieser Aussicht, ein echter Traum. Traumhaft war meine Kondition dann aber nicht, nach 2 Monaten New York City, vielen Burgern und null Sport muss ich wohl wieder ein bisschen tun! Was hier sehr schön ist (für alle, die länger nach NYC gehen und gerne Fußball spielen): Es gibt an vielen Orten in der Stadt Fußballplätze, wo sogenannte Pull-In Games stattfinden. Also ein bisschen wie früher auf dem Bolzplatz, als einfach jeder mitgespielt hat. Nur eben ein bisschen professioneller, mit Regeln und so!

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