Ich war noch niemals in Kroatien! Tatsache, obwohl immer mehr Menschen um mich herum davon erzählen wie wunderschön es dort ist, obwohl Livia letzten Sommer Osteuropa zum neuen Reiseziel schlechthin erklärt hat, trotzdem habe ich dort noch nicht mehr verbracht als eine kurze Nacht in Montenegro. Kein Wunder, wenn die ersten Assoziationen zu Ländern wie Kroatien direkt Goldstrand und Abschlussfahrten betrunkener Abiturienten sind.

Was für ein Fehler! Mich hat es jetzt das erste Mal an die Kroatische Küste, genauer nach Dalmatien, verschlagen und auch wenn hier noch einiges an den Krieg erinnert und vieles ein bisschen „hinterweltlich“ wirkt bin ich postiv überrascht!

Die Kroatische Küste: Ein sehenswertes Stück Adria

Die Küste macht einen großen Teil Kroatiens aus – 330km ist sie lang, Luftlinie versteht sich, zählt man die zahlreichen Buchten mit werden es fast 700km.

Wir sind an der Adria – und genau so sieht es auch aus! Zypressen und Lorbeerbäume überall, türkises Wasser, kleine Steinhäuschen an der Felsküste. Ein bisschen spröde, aber dabei gleichzeitig so herzlich und einladend wie die Bewohner die mit ihrer Gastfreundschaft gerne mal zu einem Kruškovac (sprich: Kruschkovatz, ein leckerer Birnenlikör) oder einem Maraschino (sprich: Maraskino, aus Maraska-Kirschen) einladen.

Vor dem nördlichen Teil der Küste liegen ein Haufen Inseln – sie heißen Pag, Ugljan, Dugi otok und das Archipel von Zadar – die ursprünglich eine Bergkette waren, aber nach der letzten Eiszeit vom Meer eingenommen wurden. Städte wie Zadar und Sibenik erinnern optisch an Venedig, was natürlich auch an der Geschichte Kroatiens liegt.

In Mitteldamatien lockt das hippe Split mit hohem Lifestyle-Faktor, die edlen Inseln Brac und Hvar sind beliebte Wochenendziele, und die Sandstrände der Makarska Riviera haben typisches Mittelmeerflair. Da zieht es mich sicherlich früher oder später mal hin!

Der Süden Dalmatiens ist für seine Weine bekannt, sowie für ruhige Inseln wie Vis, Mljet und die Elafiten. Hier ist man auch fast schon in Dubrovnik angelangt, das auf den kulturellen Rängen immer weiter empor steigt.

Auf den Spuren von Winnetou im Paklenica Nationalpark

Seit einiger Zeit ist die Gegend rund um Zadar für den „Winnetou Tourismus“ bekannt. Im heutigen Kroatien liegt die Heimat der Blutsbrüder Winnetou und Old Shatterhand und ich durfte ganz gemütlich in einem Jeep einen Großteil der Drehorte bestaunen.

Der Nationalpark Paklenica liegt so ziemlich in der Mitte des langen Küstenstreifens, unweit des Flughafens von Zadar. Er wurde 1949 eingerichtet und liegt im Dinarischen Gebirge und ist nach außen hin geprägt von kargen, kaum bewachsenen Hängen aus Kalkstein und Dolomit. Kommt man allerdings tiefer in den 9600 Hektar großen Park, entdeckt man dichte Wälder und eine vielfältige Flora.

Mich begeisterte die raue Landschaft des Naturparks und auch wenn die Winnetou Filme schon etwas zurück liegen erinnert mich bereits der erste Blick an die alten Westernfilme.

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