Nachdem ich euch letzte Woche bereits vom Beginn unseres Urlaubes in San Francisco berichtet habe, ging es dann auch gleich am nächsten Tag so richtig ‚on the road‘! Wir bepackten den Mercedes SL mit all unseren Habseligkeiten (da passt echt mehr rein, als man denkt!) und verließen San Francisco über die Golden Gate Bridge, da unser Roadtrip durch Kalifornien zunächst nach Norden führte. Jeder, dem wir von unseren Reiseplänen erzählten, hatte uns nämlich geraten, unbedingt das weltberühmte Weinbaugebiet Napa Valley zu besuchen – wir wollten uns diesen Ort also nicht entgehen lassen!

Das Napa Valley

Kaum angekommen im Napa Valley wussten wir, das wir die richtige Entscheidung getroffen hatten, einen erheblichen Umweg in Kauf zu nehmen, um einen Abstecher in diese Gegend zu machen. Ich war ja etwas skeptisch gewesen, schließlich komme ich aus Südbaden, also einer absoluten Weingegend und ein paar Reben locken mich nicht mehr hinter dem Ofen vor.

Das Gesamtpaket Napa Valley war dann aber einfach traumhaft: Im schnittigen Luxuscabrio unter der kalifornischen Sonne cruisen, zum Mittagessen in einem wunderbar restaurierten Weingut in Yountville einkehren und zum Verdauen durch die ausgedehnten Anlagen der berühmten Beringer Winery schlendern – besser geht es einfach nicht. Ich kann einen Ausflug ins Napa Valley auf jeden Fall wärmstens empfehlen, nicht nur für Weinliebhaber. Ich durfte schließlich als Fahrer auch nichts trinken und habe den Tag dennoch in vollen Zügen genossen!

Mit der langsam untergehenden Sonne fuhren wir dann wieder gen Süden, wo wir die Nacht in Monterey verbrachten. Dort machten wir eine Erfahrung, die uns nach 6 Monaten in New York völlig verrückt vorkam: In dem süßen kleinen Ort gab es einfach keine Straßenbeleuchtung und als wir um 21:30 durch die Dunkelheit des Ortes marschierten, um etwas zu Abend zu essen, hatte nur noch ein einziges Restaurant geöffnet! Wunderbar entschleunigend so etwas!

Der Traum-Roadtrip über den Highway 1

Am nächsten Tag folgte der eigentliche große Roadtrip durch Kalifornien, auf den ich mich schon seit Monaten gefreut hatte: Von Monterey aus ging es über den Highway 1 direkt an der Küste entlang nach Los Angeles. Besonders das erste Stück rund um Big Sur raubte uns den Atem und wir hielten unzählige Male einfach an, um die Aussicht zu genießen. Auch hier war es die Mischung aus allem, die den Tag zu einem solche machte, von dem ich bestimmt noch in einigen Jahren berichten werde und der mich immer noch ganz happy macht, wenn ich zurückdenke. Das Wetter war perfekt, der kalifornische Himmel schuf die durchgehen blaue Kulisse für unseren Roadtrip. Der gewundene Highway 1 entlang der felsigen, schroffen Steilküste bot die perfekte Location für große Augen und unzählige Fotos – und die ideale Spielwiese für den 430 PS starken SL, der seine Qualitäten als Power-Cruiser bewies und auch zeigen konnte, dass er ganz schön böse sein kann, wenn der Fahrer es denn will.

Nach einigen Stunden des Fahrens, Musikhörens (und Mitsingens) kamen wir im surrealen Abendlicht in Malibu an, wo wir wieder erst einmal anhalten mussten, um die Eindrücke zu verdauen. Fuck, ist Kalifornien geil!

Der Tag endete dann auch noch perfekt: Der Bungalow in Venice, den wir über airbnb gebucht haben, ist ein Traum und unser Host Stephen ein echter Kalifornier, der uns ständig mit Tipps versorgt, wenn er sich nicht gerade mit dem Surfbrett in die Brandung stürzt. Zum Abendessen kehrten wir auf Stephen’s Empfehlung hin im Superba ein, einem ultra szenigen Restaurant, das aussah, als hätte man es direkt aus einem wundervollen Tumblr-Blog gezogen!

Hollywood – zum ersten Mal im Leben in der Traumfabrik der USA

Nach einem ausgedehnten Strandtag (mehr zu Venice Beach kommt in meinem nächsten Beitrag) machten wir uns an unserem zweiten Tag in L.A. auf, um Hollywood zu sehen, den sagenumwobenen Ort, aus dessen Umgebung all die Blockbuster unserer Welt stammen, wo Menschen zu Stars werden und wo kein Superlativ übertrieben ist. Wir begannen mit einem Spaziergang über den Walk of Fame, vorbei am TCL Chinese Theatre und über unzählige Sterne hinweg. Was mich wirklich berührt hat: Noch heute, fünf Jahre nach seinem Tod lagen frische Blumen auf Michael Jacksons Stern. Der King of Pop lebt in den Herzen seiner Fans immer noch weiter!

Der nächste Stop war dann der Rodeo Drive, eine der exklusivsten Einkaufsmeilen der Welt. Da unser Reisebudget dann doch keine Designer-Shopping-Exzesse zuließ, begnügten wir uns einfach damit, schöne Schaufenster, reiche Menschen und teure Autos anzuschauen und natürlich einmal selbst mit unserem schicken Flitzer die Straße entlangzufahren.

Beverly Hills und das berühmte Hollywood-Schild

Wenn man den Stars im übertragenden Sinne auf dem Walk of Fame schon so nahe war, möchte man natürlich auch sehen, wo die Reichen und die Schönen dieser Welt so leben. Ab nach Beverly Hills also, wo man uns dank SL nicht so schief anschaute wie die Touristen, die tatsächlich in kleinen Bussen durch die Straßen fahren und wie in einem Zoo hoffen, durch die Gitter der Tore einen Blick auf die Bewohner zu erhaschen. Uns reichte es aus, ein paar schöne Häuser zu sehen und dann weiterzufahren, um das Wahrzeichen Hollywoods zu sehen: Das weiße HOLLYWOOD-Schild in den Bergen!

Auf den Tipp einer Freundin hin wollten wir zur Sunset Ranch fahren, um von dort so nah wie möglich an das Schild heranzukommen. Leider war dies nicht möglich, da der entsprechende Weg gerade nach einem Erdrutsch saniert werden muss. Also durfte der V8 ein weiteres Mal aufbrüllen – ab ging es einige Meilen weiter zum Griffith Observatory, einem Planetarium in den Bergen über L.A.. Von dort hat man nicht nur einen traumhaften Blick über die gesamte Stadt, man kann eben auch das Hollywood-Schild sehen. Mein Tipp: Von der Kreuzung Western Canyon Road/Obervatory Road aus führt letztere zum Planetarium – wählt man hier aber zu Fuß den unscheinbaren Mt Hollywood Drive, so kommt man deutlich näher an das Hollywood-Schild heran!

 

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