Wir hängen unseren morgendlichen Gedanken nach. Der eine vertieft in einer Mail. Der andere versinkt mit dem halben Kopf in der Kaffeetasse. Der Kühlschrank surrt leise vor sich hin und es wird Zeit unsere immer lauter werdenden Worte im Kopf musikalisch zu untermalen. Den Geschmack aller im Büro Anwesenden zu treffen ist oft nicht so leicht und weil Geschmack und aktueller Mood dann ja auch noch zusammentreffen und ein bisschen inspirierend für das tägliche kreative Schaffen sollte das ganze ja auch noch sein.

Also lasse ich meine Mauszeiger über vielversprechende Spotify Playlists mit Namen wie „Kickstart“ oder „Young, wild & free“ gleiten. Übermotiviert sausen mir dann doch Tracks durch den Kopf die jetzt genau das richtige wären. Musikstücke die eine große und wichtige Rolle in meinem Leben gespielt haben – und es wohl immer bleiben werden. Also los geht’s ich nehme euch mit auf eine musikalische Reise in meine Vergangenkeit.

Eins, Zwo – Danke gut

Es gibt nicht darunter nicht „diesen einen“ Track der mich außer Fassung bringt. Der meinen Puls in die Höhe treibt und das Kopfkino schlagartig anwirft. Nein, es ist viel mehr eine musikalische Epoche die genau das bewirkt. Es ist die Zeit um die späten 90er und die frühen Jahre  um 2000. Es war eine Zeit voll mit jugendlichem Wahnsinn, mit Depri-Mucke und Spinnereien. Eine Zeit in der man sich in sein Zimmer einschloss. Natürlich mit „Creep“ von Radiohead. Und eine Zeit in der ich Nachts nochmal durch das Kellerfenster flüchtete. Natürlich heimlich und unbemerkt – Facebook, damals zum Glück noch ein Fremdwort.

Fünf Sterne Deluxe – Willst du mit mir gehn‘ ?

Aber hey, es ging mir gut, ich mein‘ es hätte weiß Gott schlimmer sein können. Es war diese Zeit mit dir, mit der ganz großen ersten Liebe. Die Zeit des ersten ernstzunehmenden „Willst du mir mir gehn‘?“- Antrags. Die Zeit des ersten Roadtrips nach Italien ans Meer, an der Seite dieses Typens, den man garantiert nie wieder loslassen würde. Mit Esperanto im Ohr und den Adidas Superstars an den Füßen.

Es war die Zeit die wir oft durch die Grüne Brille sahen. Zusammen auf dem Dachboden. Auf unbequemen Sitzkissen und mit Cypress Hill in den Ohren. Man waren wir cool. Und ein bisschen gehörte uns die Welt, damals als ich in Baggis (tjaha) mit Eistee aus dem Tetra Pak und halbgefrohrenen Miniwindbeuteln auf der Bank(lehne, natürlich) des Skateparks unserer Stadt saßen. Die Jungs mit den Spülschwämmen in ihre Sneaker von és oder Osiris gepresst.

N*E*R*D – She wants to move

Und ein bisschen war es dann auch diese Zeit als der Vorhang fiel. In der wir Verantwortung übernehmen mussten und aus der das sorgenlose Teenager-Dasein sich langsam dem Ende näherte. Eigene Wege gehen – eine Zeit in der wir das „er so“ gegen das „ich so“ (Eins, Zwo – Er so, ich so) abwägten und für uns das Richtige erkennen mussten. Und dann lauschte ich N*E*R*D’s „she wants to move“ und wusste: Das ist alles erst der Anfang – und jetzt ist es Zeit weiterzugehen.

Freundeskreis – A-N-N-A

Kennt ihr diese Gedanken? Diese Songs aus einer bestimmten und unvergesslichen Zeit eures Lebens? Ich wette es, denn jeder hatte doch so seine A-N-N-A, oder eben diese eine Person an die wir dann denken, während wir mitgrölen beim Hip Hop Open in Stuttgart. Und dann fängt es doch tatsächlich noch an zu regnen als Joy und Max auf die Bühne treten und diesen einen, heißgeliebten Song in die Massen singen. Teilt eure Stories doch auch – mit der Welt – und mit den Liebsten von damals – und heute. Auf Spotify habt ihr dazu jetzt auf ziemlich coole Art die Möglichkeit.

Ja, ich war ein deutsches Hip Hop Mädchen. Und tief da drin bin ich es doch immer noch.


Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von Spotify.

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