Seit Wochen und Monaten gibt es bei mir auf sportlicher Ebene quasi nur ein Thema: Den Tough Mudder. Seit ich im Mai in London mit breitem Grinsen gescheitert bin trainierte ich hart auf das Event in Süddeutschland hin, und habe damit sogar Thies und Lisa angesteckt. Eine Klimmzugstange wurde im Esszimmer angebracht und durch Büro schlichen wir nur noch im sportlichen Ausfallschritt. Und auch wenn das mit dem 5-Mal-Joggen-die-Woche nicht lange geklappt hat, fühlte ich mich diesen Monat sowas von fit – und zumindest psychisch auch absolut bereit für 18 Kilometer durch die Pampa. Im Vergleich zu meinem ersten Tough Mudder Versuch im London sollte das im fitten und vor allem gesunden Zustand doch einem Sonntagsspaziergang gleichen. Vor allem mit dem toughen Ehemann an meiner Seite.

Gemeinsam mit unserem Team ging es also am Samstag an den Start nach Wassertrüdingen (im Altmühltal) und damit ab in den Matsch! Die 6 Personen die da neben, unter und vor allem mit uns zu Tough Muddern werden sollten kannten wir bis zu jenem sonnigen Samstag im September noch nicht. Aber aus Fremden können schnell Freunde werden, vor allem wenn man dann auch noch das gleiche Schuhwerk für den Tag der Tage herausgepickt hat!

Kampfkleidung – das perfekte Outfit für Tough Mudder

Reebok darf sich auf jeden Fall geknutscht fühlen. Was im London eine reine Rutsch-Party durch den Matsch war, habe ich dieses Mal erhobenen Hauptes gemeistert. Wenn ihr euch also jemals die Frage stellen solltet welche Schuhe für Tough Mudder geeignet sind – dann lasst euch gesagt sein: Die Obstacle Racing Footwear Collection von Reebok! Dankbarkeit to the fullest!

Ansonsten erwiesen sich unsere Running Beanies besonders gut, auch und vor allem im Matsch und Wasser!

18 Kilometer, 23 Hindernisse und 301 Quadratmeter Schlamm

Auf 18 Kilometern erwarteten uns 23 Hindernisse mit einer maximalen Steigung von 21%, minimaler Wassertemperatur von 4°C und  301 qm Schlamm. Ich wusste ja schon so ungefähr, was uns erwartet – aber dieses Wissen beruhigte mich so gar nicht! Und auch Thies, der trotz meiner Horror-Storys aus London im Vorhinein noch von „mächtig Bock“ gesprochen hatte, riss angesichts so manchen Hindernisses ungläubig die Augen auf. Und zog das alles tapfer und mit geballten Fäusten durch. Ein richtiger Mann eben.

Zu allen Hindernissen konnte uns Fotografin Lena natürlich nicht begleiten um so mehr erfreute ich mich über die Bereiche der Strecke an denen es möglich war für Zuschauer und Fotografen dabei zu sein. Ein Spektakel ist das alle mal. Und das möchte man auch stolz teilen. Auch wenn man dabei ziemlich leidet und dementsprechend beschissen aussieht. Aber hey, so muss das! Also Abklatschen mit Fremden bevor es Klettern, Rutschen oder einfach mal 4 Meter in die Tiefe platschen heißt.

„Walk The Plank“

„Boa Constrictor“

„Arctic Enema“

„Kiss Of Mud“

„Flussquerung“

„Everest“

„Mud Mile“

Team uberding beim Tough Mudder Süddeutschland

Gut, dass wir auch erfahrene Mitläufer hatten. Und gut, dass statistisch gesehen auf ein starkes Mädchen etwa zehn toughe Männer kommen. Und außerdem habe ich gelernt dass die Spitzbubenleiter eine der besten Erfindungen der Menschheit ist! Und natürlich die gegenseitige Motivation, das gemeinsame Fluchen und diese knall-orangenen Schilder mitten im Wild, dann wenn dir das Herz fast aus der Brust springst und du denkst „Ich schaff keinen Schritt mehr und wann endet dieser Hügel eigentlich?“ und anschließend läufst du dann doch noch 8km weiter.

Wir sagen danke an all unsere Mitläufer und gratulieren all denen die ebenfalls stolz lächelnd und mit einem dramatischen Zittern ihr Bier nach der Ziellinie entgegennehmen durften. Das hat besonders gut geschmeckt – und dann wurde uns wieder der Wert einer heißen Dusche bewusst. Das hat sich gelohnt und ist ein unbeschreibliches Gefühl, welches ich euch auf jeden Fall gönne!

Den nächsten Tough Mudder findet am 11. und 12. Oktober in Hamburg statt. Mehr Informationen zu diesem unfassbar hirnrissigen Event findet ihr hier.


Fotos von Lena Reiner.

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