Diese Woche war es mal wieder so weit – keine Zeit für mich. Balance ade! Hallo liebe Arbeit.

Was mache ich, wenn ich nicht Bikram mache, um Ausgleich zu schaffen? Die Frage umtrieb mich Sonntag, Montag und Dienstag. Zwischen morgendlichem zur Bahn eilen und abendlicher direkter Bettaufsuchung, war nicht viel Bewegung drin. Am Mittwoch Morgen gab es endlich die Erlösung. Herrliches Bikram nach herbstlichem Nebelfrüh. Eine ganz normale Stunde mit verschwitzten Asanas, kleinem Schwindel und großer Ruhe.

Tomas Picka via Shutterstock.com

Die Stimmung morgens ist eine andere als bei abendlichem Bikram, es kommt mir vor als wären die Yogis noch mehr bei sich. Mit Haut und Haar man selbst. Gespiegelt in 90 Minuten Dehnen, Sehnen und Versuchen.

Nach dem finalen Savasana, huschte ich in die Umkleide, zog die nassen Sachen aus und stand inmitten eines kleinen Haufens von mir. Meine schweißtreibende Erdung, mein Ausgleich und Körperzuwendung lagen mir zu Füßen. Nach dem Duschen und einigen kleinen Schlucken Wasser, setzte der Gedankenfluss langsam wieder ein.

Auf dem Weg ins Büro und den noch halbnassen Haaren im Nacken klebend, fiel mir wieder ein, was mich bereits im Höhepunkt der Standserie – dem Dreieck – beschäftigte: welches Chaos muss herrschen, damit ich mir den Ausgleich hole, der den roten Faden sichtbar macht. Mit Abstand sieht man deutlicher. Die Konturen sind klar, die Formen eindeutig und der Papierkram macht sich von selbst (fast), Emails nicht, aber das ist auch okay :).

Das Dreieck (Trikonasana) ist die 9. Übung der 26 und öffnet Brustkorb und den Hüftbereich, und die Schulterpartie wird weit gedehnt. Ein herrliches Zusammenspiel des kompletten Körpers. Der Geist konzentriert sich auf sich, die Seele schwebt, das Hormonsystem arbeitet auf Hochtouren. Ein felsenfester Stand mit hoher Anspannung kanalisiert Geradlinigkeit. Diese Dreieinigkeit von Körper, Geist und Seele ist meine Lieblingspose. Jedes Mal freue ich mich auf diese Minuten Ganzheit. Danke Bikram für die Erinnerung, die mir auch in unordentlichen Alltagsmomenten hilft einen Ausblick zu schaffen. Raus aus dem Chaos und rein in den Moment. Jedes Mal wieder gern: #namaste.

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