Während unserer Flußkreuzfahrt auf dem Nil hieß es immer wieder: Tempel in Sicht! Und schon scharrten wir uns wie die Pinguine an der Tür des Schiffes, warteten bis die Brücke zum Festland herab gelassen wurde. Einen Schiffs-Koller hatten wir zwar in der kurzen Zeit noch nicht bekommen, aber die Entdeckungs-Lust war riesig. Für mich war es das erste Mal in Ägypten und der Geschichtsunterricht über die alten Schätze und Gräber der Pharaonen war viel zu lange her. Also nichts wie rein – in die Überbleibsel dieser Zeit.

Das Tal der Könige

Das „Tal der Könige“ stand auf der Liste meiner Ägypten-Bucketlist und hat mich ehrlich gesagt ein kleines bisschen enttäuscht. Im Alten Ägypten plünderten Grabräuber oft die kostbaren Schätze und Grabbeigaben. Amenophis I war der erste Pharao, der sein Grab besser schützen wollte. Aus diesem Grund wählte er einen schwer zugänglichen Ort und dies war dann das Tal der Könige, gegenüber der Hauptstadt Theben. Die Begräbnisstätte im Alten Ägypten in der bis heute 64 Gräber und Gruben aufgefunden wurden ist super erhalten, die Farben und Malereien sind wirklich bewundernswert. Aber die Gastfreundschaft der „Grab-Wächter“ hilt sich in Grenzen und unsere Tickets enthielten nur den Eintritt für drei Gräber. Ich empfehle hier also unbedingt das große Ticket zu kaufen, damit man auch wirklich etwas zu sehen bekommt was man vielleicht nicht 1:1 aus den Büchern kennt. Leider durfte ich dort nicht fotografieren – denn die Umgebung bzw. das Tal an sich war wirklich mystisch. Das Tal befindet sich in Theben-West, gegenüber von Karnak, am Rand der Wüste. Auch die Fahrt dort hin empfand ich fast als spannender wie die Gräber selbst, von welchen bisher wirklich nur ein sehr kleiner Teil besichtigt werden kann.

Tempel von Edfu – der Horus Tempel

Edfu liegt ca. 100km südöstlich unseres Ausgangspunktes in Luxor. Der Tempel dort gilt als einer der besterhaltenen Tempel des Landes. „Horus“ ist der Gott in Falkengestalt und der Sohn des Osiris. Dieser Gott bewacht den Tempel in einer großen Granitskulptur im Eingangsbereich. Wir staunten bereits am „Eingang“ bzw. Portal nicht schlecht über die gewaltige Größe dieses Tempels. Wie in aller Welt konnten die Menschen des Alten Ägyptens (306 – 30 v.Chr.) nur so etwas Gigantisches leisten? Der Tempelkomplex weist ungewöhnlich viele Inschriften auf und wir genossen es von Gang zu Gang zu schlendern und mit großen Augen immer wieder neue Kammern und Inschriften zu entdecken. Hier ein Foto, dort eine selbst-interpretierte Geschichte ablesen…langweilig wurde es uns in den Tempeln absolut nicht!

Sobek und Haroeris Tempel

Noch vor dem Frühstück verließen wir das Deck um den nächsten Tempel zu bestaunen. Nach einem kurzen Spaziergang standen wir vor den Ruinen des Doppeltempels für Sobek, dem Krokodilgott, und Haroeris (Horus der Große). Übrigens gibt es auf unserer Route des Nils schon lange keine Krokodile mehr – aber damals, zur Zeit des ALten Ägyptens sah natürlich alles etwas anders aus. Für uns heute ist dieses mystische Leben von Damals immer noch recht unvorstellbar. Um so faszinierender die Tempel und ihre Geschichten. Ein Ausflug in diese Welt lohnt sich daher allemal!


Mitte November wurde ich mit einer kleinen Gruppe aus Bloggern zur großen TUI Pressekonferenz auf den Nil eingeladen. Zwischen erfahrenen Journalisten saßen wir in den Reihen und lauschten den Gesprächen über die Entwicklung von Pauschalreisen und entdeckten Ägypten! Alle Ausflüge die ich im Rahmen dieser Reise beschreibe sind in ähnlicher Ausführung auch über die TUI zu buchen.

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