Einladung in die USA. Juhu! Pressereise mit einem super Team. Klasse! Es geht um Orlando! Oh, okay? Wir wissen, Achterbahnen und Funparks sind jetzt nicht so ganz mein Ding – ABER „Visit Orlando“ möchte den Menschen endlich mal zeigen, was es außerhalb dieser typischen Orlando-Attracktionen noch so gibt!

Orlandos „andere Seite“ – aber wo ist sie?

Okay, I’m in! Wir sprachen über Natur, über Wellness und über Tiere. Wir sprachen über Kultur und über Design. Und als ich ankam wurde der erste Cocktail augeschenkt. Von diesen Cocktails wurde doch so geschwärmt. Frisch und fruchtig! Aber huch, was war das? Meine Zähne klebten zusammen und ich musste mich bemühen, vor den stolz grinsenden Gastgebern nicht direkt am ersten Abend mein Gesicht zu verziehen. Das war ein Mix aus Zucker und Farbstoffen. Und extra viel Alkohol. Auch der Gin Tonic konnte nichts rausreißen. Und ihr wisst, ich bin hier in der Regel keine Mecker-Tante. Im Gegenteil.

Die meisten Orte, die ich besuche lerne ich schon bei der Ankunft lieben, ich kann sie euch meist mit gutem Gewissen empfehlen und erzähle euch hier auch keine Märchen. Aber dieses Orlando ist leider in der Tat nichts für mich.

Nach den Cocktails am ersten Abend ging es dann auch ins Bettchen – in einem der 2.267 Zimmer im „Walt Disney World Swan & Dolphin Resort“.

Ich freute mich auf den folgenden Tag in der #CityBeautiful. Denn im Programm stand „Wild Life Orlando. Dass der Tag aufgrund leichter Schauer dann leider spontan umgeplant wurde und wir – sechs Pressereisende im Auftrag von „VisitOrlando“ – uns schon morgens in einer Spielhalle zwischen 200 kolumbianischen Schülerinnen in rosa wiederfanden, war so wirklich nicht geplant.

Wir schlugen die Zeit zwischen Mini-Basketballkörben und Flipperautomaten tot und hörten uns mit teils schmollenden und teils verwunderten Gesichtern einen Vortrag über eine neue Kartbahn an. Ernsthaft? In der Automobilnation Deutschland hatte man sonst ja auch noch nie etwas von Kartfahren gehört. Sensationell und sicher ein Grund nach Orlando zu reisen. Nicht.

Universal Studios Orlando

Die nächsten Tage unterschieden sich – zumindest für mich – nicht all zu sehr. Wir wurden von einer Attraktion zu nächsten gehetzt (!) – ich bekam in den Universal Studions mein Foto mit Marge Simpson nicht und dafür einen flauen Magen in der neuen Harry Potter Bahn.

Schön gemacht war diese fiktive Wizarding World of Harry Potter ohne Zweifel. Ich nippte an „Butter Beer“ und sah Kinder mit ihren Zauberstäben umherfuchteln. Aber was mich überkam waren leider keine leuchtenden Augen sondern ein Schamgefühl. Denn ich muss euch gestehen, dass ich Harry Potter weder gelesen noch mir die Movies angesehen habe. Ich hatte es ernsthaft versucht aber dieser Harry und ich wurden einfach nicht warm miteinander. Aber wer die kleine Brillenschlange mit seinem entzückenden Mäntelchen gerne hat, ist in den Universal Studios auf jeden Fall gut aufgehoben.

Auch der „Lake Eola“, der als Wahrzeichen der Stadt gilt und in allen Medien erwähnt wird, hat mich enttäuscht. Der Food Market drum herum konnte mit leeren, verschmutzen Plastiktischen nicht wirklich überzeugen. Es gab Popcorn und Süßigkeiten in Plastiktüten, lediglich die vorbeilaufenden Hunde (und ihre passenden Herrchen) und die schwarzen Schwäne konnten mir dann doch ein Grinsen entlocken.

In ganz Orlando gab es nur einen Ort, der mich wirklich fasziniert hat und mich zu einem erleichterten Seufzen brauchte. Na endlich! Und das am Tag des Abflugs: Winterpark! Dazu dann aber ein extra Artikel.

Ach bevor ich vor lauter negativer Moods eines vergesse: In Orlando kann man auch Orangen pflücken. Das war ein idyllisches Stündchen, das sich wirklich nach Natur anfühlte. Dass man dann aber mit einem riesigen Monstertruck durch die Plantage fährt, zerstörte mein Bild von der idyllischen Natur leider doch wieder ein bisschen.

Trotz allem sage ich danke, denn mit diesem Team hatte ich unglaublich viel Spaß – ich habe großartige Menschen kennengelernt und dadurch werden auch ziemlich komische Tage zu einem unvergesslichen Trip. Vergesst nie:

No matter where or why you travel, there’s always something wunderfully new to be found!

Und das waren die kleinen Tierchen in Gatorland Orlando – und natürlich Katja, Karsten, Kai, Adrian und Manuel!

 11 Fun Facts zu Orlando

  1. Würdest du jeden Tag (!) Frühstück, Lunch und Dinner jeweils in einem anderen Restarant essen, bräuchtest du trotzdem fünf Jahre, um in allen Restaurants einmal gegessen zu haben.
  2. Die Blue Man Group (ich war dort, sehr unterhaltsam) verbraucht pro Show ungefähr 56.000 Rollen Papier. Aber keine Sorge, sie sind recyclebar.
  3. Am Lake Eola leben derzeit über 50 Schwäne von 5 verschiedenen Rassen:  Whooper, Royal Mute, Trumpeter, Australian Black und Black Neck.
  4. Einer meiner Lieblings-Kinderfilme wurde in Orlando gedreht: My Girl!
  5. Orlando (und die Gegend drum herum) zählte 2013 über 59 Million Besucher – von 2014 gibt es noch keine Zahlen – und 2015 war ich dann einer davon. #funny
  6. In „Men in Black: Alien Attack“ versteckt sich „Frank the Pug“ im zweiten Raum in einem Zeitungsständer. Wenn ihr ihn abschießt, kassiert ihr extra viele Punkte.
  7. In Orlando gibt es „Doggy Ice Cream“, Eis speziell für Hunde – und passende „Sit and Stay“ Pet Cafes.
  8. In der „The Simpsons Ride“ spielen 24 Springfield Characters mit, die alle mit den Originalstimmen der Serie sprechen.
  9. Es gibt keinen Nachweis, woher Orlando seinen Namen hat. Es kursieren vier unterschiedliche Geschichten, die bisher aber noch niemand wissenschaftlich nachgeprüft hat.
  10. Die Stadt hat verschiedene Nicknames wie zum Beispiel „City Phenomenal“ und  „City of Light“. Aktuell ist Orlando als #CityBeautiful bekannt.
  11. Orlando bietet neben der Doggy Ice Cream auch für uns Menschen ziemlich abgefahrene Restaurants, wie zum Beispiel das „CowFish“, in dem Burger und Sushi gemixt werden.


Um die Stadt kennenzulernen, wurde ich von VisitOrlando nach Florida eingeladen.

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