Schmecken, fühlen, entdecken, riechen – all das gehört für uns dazu, zum Reisen, Recherchieren und Bloggen. Klar, wir wollen genießen, aber was wir auch wollen, sind echte Erfahrungen zu sammeln, authentische Erlebnisse und das „echte“ an fremden Kulturen zu spüren. Aber wie geht das, eingewickelt in edlem Frottée aus Frankreich , mit Importlebensmitteln auf den teuren Porzellan-Tellern und all den Luxusgütern um uns herum die uns die echte Natur gar nicht mehr sehen lassen? Dazu serviert uns das Personal aus Asien feinsten Kaffee aus Afrika und aus dem Front-Office grüßt uns die Dame mit ostdeutschem Akzent.

Klar, das fühlt sich toll an. Und auf den kleinen, wundervollen Inseln mitten im Indischen Ozean trifft sich die ganze Welt. Aber so ein bisschen „landestypische Realität“ wollen wir auf unseren Reisen dann doch erfahren. Wir geben uns nicht mit dem besten zufrieden, wir fragen nach dem „Dahinter“ oder dem „Davor“. So war es auch während unserer Tage im Paradies, als wir im LUX* Resort eingeladen wurden eine der benachbarten Inseln zu besuchen. Da zögerten wir natürlich nicht und schon ging es auf’s Dhoni (das traditionelle Fortbewegungsmittel der Malediven) und wir schipperten ca. 45 Minuten durch’s Blau.

Der Austausch mit Locals ist immer spannend. Und während Thies sich mit den Jungs meistens zuerst über Musik unterhält nasche ich aus den einheimischen Kochtöpfen. Denn dann gelingt sie mir am besten – die Reflektion vom Erlebten, dann ist es „echt“ und nimmt mich mit all meinen Sinnen ein.

Und so liefen wir über diese bunte, kleine Insel und ich fragte mich mit jedem Schritt, wie sich das Leben hier so anfühlt. Wie fühlt sich das „Normale“ und möglicherweise das „für immer“ dort an? Was wären meine Hobbies und womit würden wir unser Geld verdienen? Keine Shopping-Malls, keine Apotheken, keine Spätis und keine DHL Pakete – aber WiFi, das ist auch hier angekommen ;). Diese Vorstellungen von einem anderen Leben überwältigen mich auf unseren Reisen immer wieder. Wir entdeckten für wenige Stunden das echte maledivische Leben und die Kultur dort. Und eines steht fest: Wir wären auch gerne länger dort geblieben.

Der Mix aus Zwiebeln, Tunfisch und Kokosnuss macht uns angenehm satt. Die fremden Gewürze erfrischen unsere Geschmacksknospen und die Hitze des Tages setzt sich in uns nieder. Im Hinterzimmer des einzigen, mit einer eher spärlichen Auswahl gesegneten Shops, gibt es eine Toilette. Mit Dusche und „Warmwasser“ wie die Besitzer uns stolz erzählen. Auch eine kleine Schule und eine Whale-Shark-Forschung hat auf der local Island seinen Platz.

Maledivenurlaub auf einer local Island

Erst seit einigen Jahren ist es auf den Malediven gesetzlich gestattet auf Inseln der Locals Gästezimmer bzw. Bed & Breakfast anzubieten. Für uns als Touristen bedeutet das vor allem eines: Eine neue, alternative Art des Malediven-Tourismus entsteht. Wie wäre es denn gleich zwei Wochen auf einer local Island zu verbringen – zu den Kosten einer einzigen Nacht in einem der Luxus Resorts?

Mit ca. 60 € die Nacht wird der Maledivenurlaub auf einer local Island auch für Normalverdiener erschwinglich. Wer schöne Strände und eine unglaubliche Unterwasserwelt oder sogar mal einen Tag auf einem klassischen Fischerboot mit den Natives verbringen möchte, der ist hier genau richtig. Es gibt Klimaanlagen, bequeme Betten, leckeres, frisches Essen und gute Gespräche. Die Gastgeber können außerdem den Transfer vom Flughafen Malé zur Insel organisieren – und WiFi gibt es auch.

Die Kombination macht’s

Und wer sich dann doch nach ein paar Tagen Luxus sehnt, nach einer Wasservilla, nach mehreren Restaurants, nach Spa-Treatments und einem Gym in klimatisierter Umgebung, der springt in ein Dhoni und kombiniert diese beiden, so unterschiedlichen Reisetypen miteinander. Klingt perfekt, oder?

Wer das ähnlich sieht darf sich gerne bei uns melden, die Kontakte sind geknüpft, das erste Gästehaus auf der local Island neben dem LUX* Maldives (Bilder unten) eröffnet im Mai 2015. Startklar?

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