Wir schauen aus den Fenstern des kleinen Passagierflugzeugs für Inlandsflüge zwischen den Atollen der Malediven. Unter den Flügeln zieht das Nichts vorbei und hin und wieder taucht im Türkies eine Sandbank auf, ein kleines Atoll, eine wild bewachsene, einsame Insel oder ein Urlaubsresort. Und dann sehen wir eine lange Zeit nur tiefstes Blau zwischen den Wolken hervorlugen. Wir fliegen an den äußersten Rand der Malediven um genau zu sein zum Gaafu Alifu Atoll – ganz im Norden des Inselstaates.

Nach etwa 80 Minuten „Inlandsflug“ (als wären die Malediven ein „Land“), kommen wir an einem kleinen Flughafen an. Es ist eher eine einfache Landebahn mit einem Haus, ein paar Bänken und Club Cars die schon auf uns warten. Wir werden zu einem kleinen Hafen kutschiert und dann in ein Speedboot gepackt. Der Ozean ist an diesem Tag ziemlich unruhig, nahezu schon wild unterwegs und als ich höre, dass diese fahrt weitere 90 Minuten dauern soll, versuche ich auf den wild tanzenden Wellen ein bisschen zu schlummern und denke mir nur still „bis zum anderen Ende der Welt“.

Auch diese Fahrt führt uns vor allem an einem vorbei: am Nichts. Wir fliegen von Welle zu Welle, prallen hart auf – mal kichern wir, mal hoffen wir stumm einfach bald anzukommen. Ich kaue meine Superpep Reisekaugummis, bin froh sie bei mir zu haben und wiege meine SR-Ca, wie ein Baby in meinen Armen. Irgendwann reißt der Himmel auf. Wir sehen einen Regenbogen und in der Ferne eine Insel mit einem riesengroßen, umgekehrten Dhoni: Die Welcome-Lounge des Park Hyatt Hadahaas, nur ca. 50 km vom Äquator entfernt waren wir endlich da!

Wir durften mittlerweile schon einige Malediven Resorts entdecken – doch dieses unterschied sich von den bisher gesehen eindeutig: Es war düsterer, wilder, ungezähmter! Und so sind wir auch schon beim USP dieses Resorts: Ziel ist es die Umwelt und die einheimische Kultur auf natürliche Weise mit modernem Design und höchsten Luxusansprüchen zu vereinen. Die nur 50 Villen fügen sich in der Natur ein – sie stehen kreuz und quer um keinen größeren Baum für die für Menschen erschaffenen Behausungen auf dieser wilden Insel fällen zu müssen. Die Pflanzen ragen tunnelartig um die Wege und auch die Unterwasserwelt strahlte uns beim Schnorcheln und Tauchen gesund und bunt entgegen.

Park Hyatt Maldives Hadahaa mit der EarthCheck Zertifizierung

Das Heute auch morgen genießen – Das ist auf den Malediven nicht nur wegen des Klimawandels von großer Bedeutung. Wichtig ist auch, dass die Betreiber der Resorts, die Urlauber und vor allem auch die Einheimischen, bei welchen das Thema Nachhaltigkeit und die Bedeutung ihres ganz großen Schatzes, dem Ozean, noch nicht ausreichend angekommen ist, ihren Beitrag zum Erhalt unserer Umwelt leisten. Das wird in Hadahaa groß geschrieben und daher gibt es neben diversen Education-Programmen auch das „EarthCheck Zertifikat“.

EarthCheck wurde auf Initiative der australischen Regierung im Jahre 1997 als „Scientific and strategic research organisation“ speziell für den Tourismus gegründet und wird von EC3 Global getragen. Es geht über eine normale Zertifizierung hinaus, in Richtung eines Umweltmanagementsystems für die Reise- und Tourismusindustrie. Es unterstützt dabei die Betriebe bei ihrem Kosten- und Risikomanagement, ist also gleichzeitig ein Benchmarking und Zertifizierungsprogramm.

EarthCheck überprüft und bewertet die Leistungen eines Hotels, in acht verschiedenen Bereichen – von der Umsetzung einer Strategie zur nachhaltigen Entwicklung und dem Wasser- und Energieverbrauch über das Abfallmanagement, den Papierverbrauch, den Einsatz von Pestiziden und die Verwendung von Reinigungs- und Hygieneprodukten bis hin zum Engagement gegenüber der örtlichen Bevölkerung. Auf dieser Grundlage werden ein Aktionsplan und Best Practices erarbeitet, um Schwachpunkte zu verbessern und die von EarthCheck festgelegten Ziele zu erreichen. Die EarthCheck Zertifizierung wird für einen begrenzten Zeitraum erteilt – alle zwei Jahre überprüfen die Auditoren von EarthCheck die nachhaltige Entwicklung und die Einhaltung der Ziele durch externe Audits. (via)

Lokale Speisen und Kultur: Traditional Maldivian Fishing

Meine Einstellung zum Thema Ernährung kennt ihr vielleicht noch aus diesem Artikel. Ein Punkt auf unserem Programm im Park Hyatt Hadahaa bedeutete für mich darum eine ganz wichtige Erfahrung zu machen: Diesen Fisch haben wir ganz bewusst gegessen. Denn wir haben ihn auf ganz traditionelle Weise selbst gefischt. Für mich war es das erste Mal, dass mein Abendessen auf diese Weise auf meinem Teller landete. Selbst gefischt, dem Barsch in die Augen geschaut – kurz überlegt ob ich das wirklich kann und möchte – und dann an die vielen Fische gedacht die ich in meinen letzten 27 Jahren so verspeist hatte. Eine wichtige Erfahrung und zu dem hat der Ritt auf dem Dhoni in den Sonnenuntergang zwischen riesigen Regentropfen auch noch wirklich Spaß gemacht.

The Vidhun Spa

Was an diesem Resort ebenfalls sehr gut abgeschnitten hat war der Spa Bereich und unser Spa Treatment. „The Vidhun Spa“ hat 5 private Spa Villen – jede mit eigenem Behandlungszimmer, Umkleidezimmer, Outdoor-Badewanne und Dusche und einer eigenen Relax-Lounge in der einem nach der Massage dann Getränke serviert werden bis man wieder ganz gemütlich „bei Sinnen“ ist. Außerdem hat der Spa Bereich einen 80 Fuß großen Pool an dem wir einen ganzen Mittag lang die einzigen Gäste waren (ihr seht es im Video ;)).

Auch kulinarisch wurden wir im Park Hyatt Hadahaa rundum verwöhnt mit einem Frühstück im „The Dining Room“ – mit diesem unglaublichen Blick auf Pool und Strand und im „The Island Grill“, mit den Füßen im Sand und lokalem Seafood auf den Tellern. Ich träume mich unglaublich gerne zurück an diesen Ort mit unserer Beachvilla mit dem Privat-Pool im Dickicht.


Der Song im Video ist von Fakear „Hinode“ – hier kommt ihr zu Soundcloud.

 

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