Am Donnerstag zog es mich in die wunderschöne Rheinmetropole Düsseldorf. Mein letzter Besuch hier ist vermutlich an die 20Jahre her. Um so mehr freute ich mich die Stadt am Rhein an diesem Tag auf eine andere Weise kennenlernen zu dürfen, denn das Hotel Indigo lud nach Düsseldorf ein.

Mia hatte vor etwa einem Jahr schon vom Boutiquehotel in Düsseldorf geschwärmt“ in dem sie auf einer Geschäftsreise alleine in ihr riesengroßes Bett fiel. An jenem Abend sollte mir das Bett alleine gehören!

Ich selbst hatte am vergangenen Jahreswechsel in Paris bereits das Vergnügen mit Hotel Indigo. Die Boutique Hotel Marke, welche zur InterContinetal Hotels Group gehört, ist immer einen Besuch wert.

Das Hotel Indigo in Düsseldorf, eines von dreien in Deutschland, ist stilistisch an die Modeepochen der 50er bis 2000er angelehnt. Beginnend in der Etage 1 unter dem Motto der 50er bis zur Etage 6 unter dem Motto 2000er spiegeln sich die Modeepochen durch Wandgroße Bilder und Fotografien, sowie durch typische Muster und Farbgebungen wieder.

Ein Rookie in der Instagram Masterclass

Der Anlass meines Besuches war die Einladung zur Smartphone Photography Masterclass mit anschließendem Instawalk. Gehostet wurde das ganze von Thomas Kakareko aus Berlin, Instagramer der ersten Stunde und mit unglaublichen 633K Abonnenten, wohl einer der Reichweiten stärksten Instagramer des Landes.

Ich selbst muss ja zugeben, dass ich mich bei Instagram noch etwas als Rookie sehe, und mir es schleierhaft ist, wie man eine derart starke Reichweite aufgebaut bekommt. Vermutlich, wie bei so vielen Dingen, hätte man hier einfach von Tag1 mit Kontinuität und gutem Content dabei sein müssen.

Während des etwa 1 stündigen Workshops lauschte ich gespannt um für mich möglichst viele Tipps raus ziehen zu können.  Einige dieser Tipps habe ich euch hier aufgelistet.

Instagram Fotografie Tipps

1. Den Goldenen Schnitt nutzen
„Schon die alten Meister haben ihn benutzt: den Goldenen Schnitt. Dazu das Foto gedanklich durch zwei horizontale und zwei vertikale Linien in neun gleich große Kästchen unterteilen. Dann die wichtigsten Bildelemente auf die Linien oder auf deren Kreuzpunkte setzen.“

2. Auf den Hintergrund achten
„Ein interessanter Hintergrund ist schon die halbe Miete. In der Stadt bietet oft die Architektur mit ihren geometrischen Figuren eine spannende Kulisse. Linien sind ein nützliches Werkzeug, wenn es um die Komposition eines Bildes geht. Sie führen das Auge des Betrachters zum Hauptsubjekt und lassen ihn tiefer ins Bild eintauchen. Brücken, Tunnel und Straßenfluchten eignen sich optimal dafür.“

3. Mit Gegenlicht spielen
„Keine Angst vor Gegenlicht. Damit lassen sich Silhouetten ideal betonen. Das Ergebnis sind kontrastreiche Bilder mit einem Hauch Dramatik. Mit Smartphones kann es anfangs schwierig sein; die Bilder werden häufig zu dunkel. Mein Tipp: Niemals die Lichtquelle fokussieren, sondern das Subjekt oder ein Element im Hintergrund.“

4. Reflektionen einfangen
„Spiegelungsfotos mit Pfützen sind besonders beliebt unter Smartphone-Fotografen. Reflektionen verleihen einem Bild mehr Tiefe. Imposante Gebäude sehen noch imposanter aus, wenn sie sich spiegeln. Ein tolles Motiv können auch Fußgänger oder Radfahrer sein. Die Aufnahme am besten nur wenige Zentimeter über der Wasseroberfläche machen. Die Pfütze sollte 50 bis 70 Prozent des Bildes einnehmen. Bei guten #puddlegrams–! Bilder mit einer großen Pfütze, in der sich das Motiv spiegelt – verschwimmt der Unterschied zwischen Original und Reflektion.“

5. Menschen portraitieren
„Menschen gehören zur Urban Photography unbedingt dazu. Die interessantesten Portraits sind die, die eine bestimmte Stimmung oder ein Gefühl einfangen. Augenkontakt kann dabei helfen – auch wenn der für Anfänger zunächst eine Herausforderung ist. Als Übung jede Woche eine fremde Person fragen, ob sie für ein schnelles Straßenportrait zur Verfügung steht. Die wichtigste Regel beim Fotografieren von Fremden: Immer freundlich und respektvoll sein.“

6. Professionelle Bearbeitungs-Tools verwenden
„Bei der Bildbearbeitung spart das richtige Tool viel Zeit und Nerven. Ich habe viele Apps ausprobiert und kann zwei besonders empfehlen: Snapseed und VSCO. Jedes Bild, das ich schieße, bearbeite ich mit Snapseed. Die App eignet sich für grundlegende Schritte wie Zuschnitt und Begradigung sowie für das Feintuning am Ende. Die besten Filter bietet meiner Meinung nach die App VSCO – schon in der kostenlosen Basisversion. Wer die volle Auswahl möchte, kann für etwa zehn Euro das gesamte Filter-Paket dazukaufen.“

7. Die richtigen Hashtags wählen
„Auf Instagram haben auch Anfänger die Möglichkeit, ihre Bilder einem breiten Publikum zu präsentieren. Mit gut gewählten Hashtags erreicht man auch ohne große Gefolgschaft viele interessierte Nutzer aus der Community. Die verwendeten Schlagwörter sollten das Foto möglichst gut beschreiben. Wer etwa ein tolles Graffiti geknipst hat, verwendet nicht nur #streetart, sondern auch noch einen weiteren Hashtag für die Ortsangabe. Um ihre Reichweite zu verbessern, können sich Instagram-Neulinge Pools anlegen und darin die beliebtesten Hashtags für ihre Interessensgebiete sammeln.“

8. An Wettbewerben teilnehmen
„Instagram Contests wie „My Neighbourhood“ von Hotel Indigo und der World Photo Organisation sind bei der Community sehr beliebt. User können dabei nicht nur tolle Preise gewinnen, sondern unter den anderen Teilnehmern auch interessante neue Fotografen entdecken: eine ideale Gelegenheit für Anfänger, die Zahl ihrer Follower zu vergrößern. Die Gewinnerbilder werden zudem über den Kanal des Veranstalters geteilt, was für zusätzliche Reichweite sorgt – vor allem, wenn es sich dabei um eine internationale Marke handelt.“

Der Instawalk beginnt

Mit jeder Menge Tipps beladen, ging es im Anschuss des Workshops los zum eigentlichen Instawalk durch Düsseldorf, um das neu erlernte in die Tat umzusetzen. Schon die erste Pfütze in einem leeren Brunnen, bot mir Gelegenheit für ein Puddlegram. Thomas sah dies wohl genauso und schwups landete ich beim shooten eines meiner Bilder auf seinem Instagram Profil. Sein Bild des Tages war im Kasten, oder besser gesagt im Smartphone.

after workshop photowalk #düsseldorf big thanks to @worldphotoorg and @hotelindigo for having me

Ein von Thomas Kakareko (@thomas_k) gepostetes Foto am

Afterwalk Lunch

Um den gelungen und eindrucksstarken Tag ausklingen zu lassen, trafen wir uns im Anschluss, der Instamob war schon recht ausgedünnt, im Indigo zum gemeinsamen Abendessen. Die Küche war für ein Hotel abnormal gut. Als wäre das sowas von on Point gebratene Entrecôte nicht schon genug gewesen, gab es zum Nachtisch das wohl leckerste, selbstgemachte Eis, das ich je gegessen habe. Auf nachfragen, was es denn noch so für selbstgemachte Eissorten gäbe, bekam ich als Antwort „Altbier-Eis und Ziegenkäse-Eis“. Was sich jetzt sicherlich etwas seltsam anhört, war schlussendlich mega lecker. Das Altbier-Eis hatte ein leicht krokantige bis schokoladige Note und hat weit entfernt vom erwartetem geschmeckt.

Alles in allem ein sehr erlebnisreicher Tag. Ich habe viel gelernt und habe mich bestens aufgehoben gefühlt.

Danke liebes Hotel Indigo, bis bald =)

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