Ich weiß, dass es bei einem Blick in meinen Kalender oder in meine privaten Social Kanäle ziemlich absurd scheint, wenn ich von Fernweh spreche. Ich bin wahrlich oft genug auf der ganzen Welt unterwegs, packe meinen Koffer nur selten wirklich aus und habe jetzt schon wieder die zwei nächsten großen Fernreisen auf dem Schirm, die beide innerhalb der nächsten drei Wochen stattfinden werden.

Trotzdem habe auch ich es regelmäßig, und an regengrauen Spätsommernachmittagen ganz besonders: Fernweh! Ich reihe mich damit ein in die Mengen an travel-wütigen Menschen, die jobbedingt an den Bürostuhl gefesselt sind – nur mit dem großen Luxus, dass ich viele dieser Reisen theoretisch tatsächlich umsetzen könnte, weil meine Jobs so herrlich flexibel sind. Praktisch scheitert es aber auch bei mir oft an der Zeit. Also lasst uns gemeinsam träumen, von der nächsten großen Reise. Wohin es geht?

10 atemberaubende Orte, die Fernweh zaubern:

Lake Natron, Tanzania

Der Natronsee im ostafrikanischen Graben ist stark alkalisch, sein pH Wert schwankt zwischen 9 und 10,5 pH. In dem natronhaltigen Wasser leben Milliarden Salinenkrebse, die den See rot färben – und übrigens das Lieblingsessen der Flamingos sind!

Bild via Bildagentur Zoonar GmbH.

The Flatirons, Colorado

Die Flatirons sind eine beeindruckende Felsformation aus fünf Felsen in Boulder, Colorado – so eine Schande, dass ich da sogar schon mal war, aber die Flatirons nicht gesehen habe! Ihren Namen haben sie scheinbar, weil sie eine der ersten Siedlerinnen dieser Gegend an Bügeleisen erinnerten.

Bild via Coloradophotos.

Praia de Benagil, Portugal

Der Praia de Benagil mit seinen versteckten Höhlen, die teilweise nur mit Booten zu erreichen sind, gehört zur Algarve und wirkt auf mich absolut traumhaft und gar nicht so weit weg – beim nächsten Trip nach Portugal ein absolutes Must!

Bild via Hurtuv.

Kelimutu National Park, Indonesien

Indonesien steht immer noch ganz weit oben auf meiner Reiseliste – und jetzt gibt es einen Grund mehr. Der Kelimutu National Park rund um den Mount Kelibara und den Mount Kelimutu auf der Insel Flores beeindruckt mit drei farbenfrohen Kraterseen! (Nicht nur) ein genialer Fotospot!

Bild via Alice Nerr.

Whitehaven Beach, Australien

Eigentlich sind ja Mia und Thies unsere Beach Babes – der australische Whitehaven Beach hat es mir aber auch angetan. Er gilt mit einem Quarzgehalt von fast 99 % als einer der weißesten Strände der Welt und ist etwa 8 Kilometer lang. Damit er auch so weiß bleibt, wurde er zum Nationalpark erklärt und es gibt hier keinerlei Hotels oder Häuser – nur eine Fähre bringt Besucher dorthin!

Bild via Tanya Puntti.

Hvitserkur, Island

Der Hvitserkir ist einer der vielen Basaltfelsen Islands – sein Name steht ironischerweise für „weißes Nachthemd“ und er liegt im Nordwesten der wunderschönen Insel. Der Felsen ist 15 Meter hoch und soll ein von der Sonne versteinerter Troll sein. Wusstet ihr übrigens, dass die Isländer ihre Sagen so ernst nehmen dass man als Besucher kaum an ihnen zweifeln mag? Vor allem dann nicht, wenn man in der Nacht davor Zeuge der unfassbar schönen Nordlichter geworden ist…

Bild via Filip Fuxa.

Namaqua-Nationalpark, Südafrika

Oh, Südafrika! Nachdem ich schon völlig in Liebe mit Johannesburg bin und ein Trip nach Kapstadt über kurz oder lang unumgänglich ist, hat sich nun ein weiterer Punkt auf meine SA-Wishlist addiert: Der Namaqua-Nationalpark mit seinen Sukkulenten und Zwiebelpflanzen ist für mich Blumenmädchen ein absolutes Must! Im August und September, nachdem sich der große Winterregen verzogen hat, verwandelt sich die sonst recht karge Namaqua-Landschaft in ein reines Blütenmeer. Ab in den Flieger, oder?!

Bilder via Dominique de La Croix und Claudiovidri.

Melissani See, Griechenland

In Grotten schwimmen oder gar schnorcheln – das haben Mia und ich in Mexico schon zur Genüge getan. Könnte man denken. Ich kann mich aber einfach nicht satt sehen an diesem Naturschauspiel, wenn das Sonnenlicht aus den verschiedensten Winkeln in solche Grotten scheint – gut, dass man dafür nicht nach Mexico reisen muss, sondern dass ein Trip nach Griechenland, genauer auf die Insel Kefalonia genügt! Der 36 Meter tiefe Grottensee war in der Antike übrigens eine Kultstätte des Hirtengottes Pan.

Bild via Piotr Krzeslak.

Lago di San Valentino, Südtirol

Der Lago di San Valentino, zu Deutsch Reschensee, in Südtirol ist ein klassischer Stausee. Besonders deutlich wird das durch den Kirchturm, der immer noch aus der Mitte des Sees ragt – wo heute Südtiroler und Urlauber kitesurfen, schwimmen und den Sommer genießen wohnten nämlich früher Menschen, die 1950 zwangsenteignet wurden und umsiedeln mussten! Alle Gebäude wurden gesprengt und dann geflutet – nur der Kirchturm aus dem 14. Jahrhundert musste ironischerweise aus Denkmalschutzgründen stehen gelassen werden.

Bild via PHB.cz (Richard Semik).

Tianzi Mountains, China

Die Tianzi Mountains in Zhangjiajie sind an ihrer höchsten Stelle 1.262 Meter hoch und bestehen aus lauter winzigen Bergspitzen, auf denen lässig Pinienbäume wachsen. Je nach Jahreszeit, Wetter und Tageszeit offenbaren sich dem Besucher hier verschiedenste Szenarien: „The Sea of Clouds“, „the Radiance of the Moonlight“, die „Rays of Sunshine“ und im Winter natürlich die schneebedeckten Gipfel. Sieht so oder so abgefahren aus!

Bild via SIHASAKPRACHUM.

Welchen Ort findet ihr am atemberaubendsten? Oder habe ich einen vergessen?

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