Jedes Jahr aufs Neue merke ich einen Tag vorher: Morgen ist Halloween. Mensch Till, du könntest dir ja auch einfach einen Kalendereintrag in deinem Smartphone machen, der dich daran erinnert, frühzeitig natürlich, einen Halloween Kürbis zu schnitzen. Nun gut, dieses Jahr habe ich es auch erst wieder kurz vor knapp gecheckt und jetzt beginnt der Stress. Pustekuchen! Wozu hat man Freunde, die einem Bastelleghasteniker, wie mir, in einfachen Schritten erklären, wie man in einer halben Stunde einen wunderschaurigen Halloweenkürbis schnitzt.

Von Natur aus kann ich natürlich nicht hinterm Berg halten, deswegen möchte ich dieses DIY Tutorial gerne mit euch teilen. Bereit? Los gehts:

Kürbis schnitzen? Die Vorbereitung ist alles

  1. Besorgt euch jede Menge Kürbisse… man kann sich ja mal verschnitzen.
  2. Man benötigt ausserdem eine Schüssel und – noch wichtiger – einen stabilen Löffel, also einen Löffel der Uri Geller ins schwitzen bringt.
  3. Messer: ja. Schere, Gabel, Licht benötigst Du zum schnitzen nicht. Okay, Licht vielleicht doch.

Diese Utensilien bereitgelegt, geht es für mich auch tapfer ans Werk. Rund um den Stiel des Kürbisses mit dem Messer einen „Zick Zack“ schneiden und schon kann man den Deckel vom orangefarbenen Gemüse abnehmen. Was jetzt zum Vorschein kommt sieht ein wenig wie Erbrochenes aus, deshalb: Schnell in die bereitgestellte Schüssel damit. Den Deckel könnt ihr mit der Kante des Löffels kurz abschaben, damit dort eine glatte Fläche entsteht und jetzt ist der Kürbis endlich bereit geschnitzt zu werden.

Kürbis schnitzen für Anfänger

Ich bin schon ein wenig aufgeregt. Gleich schnitze ich meinen ersten Halloween Kürbis. Man soll mit dem Grinsen des gruseligen Geschöpfes anfangen, sagt man mir. Gut, das typische „Zick Zack“ Muster kenne ich bereits vom Deckel, das funktioniert beim Mund dann ja wohl auch. Also wird von links nach rechts ein scharf bezahntes Gebiss geschnitten. Schön gruselig!

Jetzt wird es spannend: Das wichtigste an so einem schaurigen Kürbis, der an einem schönen Platz in der Wohnung, zum Beispiel auf dem Kamin unheimlich unheimlich aussieht, sind die Augen. Ich habe mich bei meinem Kürbis für nur ein Auge entschieden. Das ist mal was anderes denke ich mir und schnitze fröhlich vor mich hin. In meinen Gedanken fährt gerade eine große Achterbahn. Es geht steil nach oben und ich denke: Das wird geil und dann gehts auch schon wieder nach unten und ich bin der festen Überzeugung: Den Kürbis versaue ich komplett. Zurück zum Auge: mit einem handelsüblichen Tonschaber gehts an die Verzierungen des Glotzapparates. Zum Test stülpe ich meinen Kürbis über eine leuchtende Glühbirne. So eine Deckenlampe ist schon etwas schönes. Und praktisch allemal.

Nach ungefähr 3 Stunden sind schon drei Kürbisse fertig und ich bin stolz wie Oskar. In meinen Händen spüre ich jetzt den Schmerz des Handwerkers, denn man muss beim schnitzen ordnetlich Druck auf das Messer ausüben. So ein Kürbis ist ganz schön störrisch. Zum Glück kann der keine Widerworte geben. Es hat sich aber gelohnt, es fehlen nur noch Teelichter und schon werden die Halloween „Designerstücke“ in der Wohnung verteilt.

Tipp: der Kürbis wird sterben. Das ist mal klar, aber um möglichst lange Freude an diesem Prachtstück zu haben, einfach nach dem schnitzen von innen mit Essig ausspülen. So, jetzt kann Halloween kommen und ich werde stolz allen erzählen, ich habe eigene Halloween Kürbisse geschnitzt. Eines nehme ich mir jetzt aber ganz sicher zu Herzen: Nächstes Jahr fang ich früher damit an. Nämlich!

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