Wow, Curacao! Lange hatten wir uns auf diesen Trip gefreut, ein Karibikparadies, von dem wir schon viel gehört aber bisher nur wenig gesehen hatten. Kaum zurück von den Seychellen packten wir also wieder die Strandtaschen und stiegen in den Flieger nach Curacao. Wusstet ihr, dass Curacao zum Königreich der Niederlande gehört? Früher hieß die 444 Quadratkilometer große Insel auch „Isla de los Gigantes“, weil die Ureinwohner Curacaos scheinbar ziemlich groß gewachsen waren. Na, da passt Thies ja prima hin, was meint ihr?!

Willkommen auf Curaçao

Willkommen heißt hier „Bom biní“ – die Landessprache ist hier Papiamentu, außerdem werden aber auch Niederländisch, Englisch und Spanisch gesprochen. Der erste Stop auf Curacao ist für die meisten die Hauptstadt Willemstad, und gleichzeitig wahrscheinlich auch das beliebteste Postkarten- und Urlaubsfotosmotiv! Die bunt bemalten Häuser sehen auch einfach zu malerisch aus, und auch uns hat es erstmal nach Willemstad verschlagen.

Postcards aus Willemstad

Willemstad ist seit 1997 UNESCO Weltkulturerbe! Die Stadt ist in zwei Seiten unterteilt: Punda und Otrobanda. Wer sich fragt, warum die Stadt so super schön bunt ist, der darf ein bisschen schmunzeln: Die Regierung Curaçaos bat die Bewohner einst, die Häuser nicht mehr weiß zu streichen, da dies auf Grund der harten Sonneneinstrahlung schlecht für die Augen sei – nach ein bisschen Recherche kam aber heraus, dass ein Teil der Familie wohl in der Malerei-Branche tätig war. Na, geschäftstüchtig sind sie alle mal…

Essen, ausgehen und schlafen in Curaçao

Im Scuba Lodge Boutique Hotel fühlten wir uns direkt zu Hause – mit der entspannten Atmosphäre mitten in Downtown Willemstad würde sich die Lodge für eine Reise von 2-3 Paaren oder Freunden eignen! Wir hatten 2 Schlafzimmer und eine große Küche, in der wir den vorher beim Tauchen noch live gesehenen Lion-Fisch direkt zubereiten konnten. Der Lion Fisch wird auf Curacao übrigens als Plage behandelt, da die Fische die Korallen auffressen! Hier gibt es übrigens meinen Artikel zu diesem besonderen uber-Place.

Wer mal ausgehen möchte muss gerade mal ein Haus weiter, denn im hippen Stadtteil „Pietermaai“ reiht sich eine Bar an die andere, Sushi und Bier gibt es zum Beispiel im „Saint Tropez“ (Navi: Penstraat,Willemstad,Curacao).

Den Sonnenuntergang  anschmachten und dabei einen Cocktail mit Blue Curacao schlürfen geht im Restaurant Karakter (Navi: Coral Estates,Curaçao) oder in der Hemingway Beach Bar (Navi: Bapor Kibrá,Willemstad,Curaçao).

Curacao Foodfacts:

  • Trotz Karibik-Feeling wird witzigerweise viel Obst und Gemüse aus Venezuela eingeflogen
  • Es gibt wunderschöne Märkte
  • Für unseren Geschmack ist fast alles zu süß – sogar in die Maracuja kommt noch Honig!
  • Unser Lieblingsessen: Leckere Polenta und ganz viel Seafood!
  • Landestypisches Essen gibt es ganz besonders gutes im Marsche Bieuw: In diesem Food Court wird noch traditionell in riesigen Töpfen gekocht. Den Marsche Bieuw findet ihr in Willemstad hinter dem Postamt vom Stadtteil Punda

Tierisches und Tauchen auf Curaçao

Ich sehe Lena und Lisa schon wütend die Fäuste schwingen, aber wir sind im Curaçao Ocean Resort direkt neben der Dolphin Academy Curaçao untergekommen und haben die Delfine von unserer Terrasse der Ferienwohnung im Ocean Resort aus springen sehen. Da wollten wir das natürlich näher anschauen, und auch wenn uns beim Thema „Delphinarium“ ein kalter Schauer über den Rücken läuft haben uns die Leistungen und Bedingungen der Dolphin Academy auf Curacao beeindruckt. Der Fokus liegt hier auf der Therapie von überwiegend körperlich und geistig beeinträchtigten Personen. Die Delfine genießen die geschützte Atmosphäre und kehren instinktiv nach jedem „Open Water Dive“ wieder zurück in die Academy.

Apropos Tauchen: Als Tauchrevier eignet sich Curacao super für Anfänger – unter anderem, weil das Wasser hier wunderbar warm ist! Über das Tauchen ohne Taucheranzug bei 30 Grad hat sich aber auch mein Tauch-erfahrener Thies gefreut:

„Ich tauchte während unserer Zeit auf Curacao insgesamt 3 mal ab und kam jedes mal begeistert zurück. Neben der guten Sicht, der äußerst schönen Unterwasserwelt und zahlreichen Meeresbewohnern fiel mir hier besonders die überdurchschnittlich warme Wassertemperatur von rund 30 Grad auf. Meinen ersten Tauchgang, den „Lion Fish Hunt Dive“ am Tauchplatz „Small Wall“, absolvierte ich mit 90 Minuten Tauchzeit problemlos ohne „Shortie“, dem sonst von mir gerne verwendetem Typ des Taucheranzugs, welcher einen sonst unter Wasser warm hält. Alle Tauchgänge waren Shoredives, da die meisten Tauchgebiete Curacao’s direkt von den Stränden aus zu erreichen sind. Zu empfehlen ist neben dem Padi Dive Centre der Scuba Lodge noch Go West Diving direkt an dem idyllischen Sandstrand Playa Kalki in Westpunt. Am dortigen Tauchplatz „Alice in Wonderland“ sieht man neben zahlreichen Hirnkorallen, Flundern, Papageienfischen und Muränen auch Spitzschwanzaale, die beim ersten Anblick eher einer Wasserschlange ähneln. Für Tauchbegeisterte ist Curacao sehr zu empfehlen.“

Unser Tipp für alle Strandfans: Mit dem Mietwagen die Insel vom / zum „Westpunt“ durchqueren und an jedem Strand-Schild halt machen! So kommt ihr auch zu unserem Lieblingsstrand „Playa Kalki„!

Das Beste für Entdecker: Klein-Curaçao

Klein-Curacao ist eine unbewohnte Mini-Insel elf Kilometer südöstlich von Curacao. Für sie steht übrigens auch der zweite Stern auf der Landesflagge! Was wir da erlebt haben seht ihr hier!

Neues versuchen und altes entdecken!

Curacao’s Trendsportart für absolute Anfänger und Fortgeschrittene ist Kitesurfing! Wenn man nicht gerade so Pech hat wie wir (ein Hurricane in der Nähe entzog uns jede noch so kleine Windböe), eignet sich Curacao perfekt, um diesen spaßigen Sport auszuprobieren. Wir lernten zumindest ein bisschen Theorie und freuen uns, den riesigen Schirm ein anderes Mal in die Luft steigen zu lassen!

Ich liebe die sogenannten „Hidden Places“ und unsere Augen begannen zu leuchten, als wir während unseres Roadtrips über die Insel zufällig an diesem Ort landeten:

Das ehemalige „Sunset Resort“ ist einer der spannensten Hidden Places die ich bisher gesehen habe: Binnen weniger Jahre hat sich das Resort in eine kleine Geisterstadt verwandelt! Nach dem Bankrott wurde alles stehen und liegen gelassen und der ehemals wunderschöne Ort steht jetzt verlassen und leer. Der Wind fegt durch die Hotelzimmer, die Sonne scheint in den leeren Pool, der Strand ist immer noch wunderschön und die Bevölkerung hat alles brauchbare, was nicht niet- und nagelfest war, mitgenommen. Wenn ihr die Chance habt, schnappt euch ein Auto und fahrt da hin! Und vergleicht auch mal die Bilder wie dieser Ort vor wenigen Jahren noch aussah. Hier gibt es einen Eintrag damit ihr dieses Örtchen auch findet! Auf dem Weg dahin entdeckt ihr auch diese atemberaubende Aussicht:

Unser Highlight: SUP durch die Mangroven

Wenn ihr uns vor unserer Reise erzählt hättet, dass Stand Up Paddling unser Highlight des Curacao Trips sein würde, hätten wir ungläubig den Kopf geschüttelt. Wie authentisch, abenteuerlich und spaßig diese Trendsportart sein kann hat uns Jar von SUP Curacao gezeigt: Behutsam und mit einem kecken Grinsen führte er uns dicht an den Mangroven durch den Ozean, gegen den Wind, auf den Wellen, mal langsam, mal schneller, mal im Handstand und mal fotografierend. Danke Jar, dich empfehlen wir gerne weiter, es war ein wunderbarer Vormittag!

Achtung: Vergesst nicht, ausreichend Sonnenschutz aufzutragen und eure Sonnenbrillen an euch zu ketten ;)

Hin und weg!

Wir haben die Niederländischen Antillen durch einen Direkflug mit Air Berlin ab Düsseldorf erreicht. Das Entertainment war erste Sahne, einen Langstreckenflug in der Economy Class der Air Berlin würden wir, besonders bei Thies Körpergröße, allerdings so nicht mehr empfehlen. Was uns aber gefallen hat sind die guten Flugzeiten von Air Berlin: Durch den späten Abflug hatten wir quasi einen Tag auf Curacao mehr!

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