Die Welt wird immer wilder, alles immer schneller und bunter. Unser Smartphone legen wir kaum noch zur Seite und meist ist zusätzlich noch der PC oder der Fernseher an und bombardiert uns mit stressigen Inhalten. Umso schöner ist es, endlich mal wieder abzuschalten. Es muss ja nicht gleich ein 72 stündiges Digital Detox sein, wie es Mia neulich gemacht hat. Aber sich mal ein paar Stunden mit wirklich schönen Dingen zu beschäftigen, das ist wirklich wertvoll.

Ich habe das neulich gemerkt, als ich mit meinem Bruder einen kleinen Roadtrip durch den Südwesten der USA gemacht habe. Auf dem Programm stand auch ein Tagesausflug in den wunderschönen Joshua Tree National Park und dort hatten wir genau dieses Feeling: Wenige Kilometer nach dem Eingang des Parks brach der Handyempfang ab. Übrig blieben wir, unsere Kameras und der Wille, die Welt zu entdecken. Die Welt, in der man sich in solchen Situationen immer so herrlich klein und unbedeutend fühlt. Die so unglaublich viel echte Schätze zu bieten hat, dass man sich manchmal fragt, wozu eigentlich all die Phantasiewelten in Film und Fernsehen notwendig sind.

5 Orte, um im Dunkeln den Moment zu genießen

Noch schöner werden diese Momente aber dann, wenn die Dunkelheit hereinbricht. Das war im Joshua Tree National Park so, das war im Januar in Nordschweden so und das habe ich auch sonst schon öfter erlebt. Egal wie magisch der Moment vorher war – verschwindet die Sonne und tauchen die Sterne, die Milchstraße oder Nordlichter auf, so steigert sich diese Magie ins unermessliche. Man liegt oder sitzt da, fokussiert das unendlich entfernte und lässt sich vom Glitzern der Sterne in andere Welten entführen.

Ich habe mir Gedanken gemacht, das Netz durchstöbert und hier ist sie – meine Bucket List für unvergessliche Sternenhimmel-Momente.

1. Die Wüste von Namibia

Mia und Thies waren schon in Namibia – ich leider noch nicht einmal in Afrika. Der Kontinent steht in meiner Planung ganz weit obern und gerade von Namibia haben mir schon so viele vorgeschwärmt. Und man muss sich das mal vorstellen: Unter freiem Himmel im Godwana Namib Dune Star Camp im Bett liegen. Kuscheln, die Stene anschauen und dem Knistern der Steppe lauschen. Gänsehaut.

2. In der Finnischen Tundra

In Finnland war ich im Rahmen des #MBPolarSun Roadtrips im Juli zum ersten Mal und habe mich gleich in die eimaligen und wunderschönen Landschaften verliebt. Während die Polarsonne scheint waren dort beim letzten Mal allerdings keine Sterne, dafür aber unzählige fiese Stechmücken zu sehen. Im Winter ist das aber anders: Sterne, Polarlichter und grandiose Sicht auf die Milchstraße. Nur winterfeste Kleidung sollte man mitnehmen – und eventuell auch gute Drinks. Die sind in Finnland nämlich schier unbezahlbar. Mein persönlicher Traum ist es ja, in einem Glasiglu die Nordlichter zu beobachten.

3. Von der Südwestküste Schottlands

Schottland ist mir ja eh ursympathisch. Weil die Männer schon vor den Zeiten von Givenchy Röcke getragen haben, weil sie an ein Monster in einem See glauben und natürlich weil sie rund um die Uhr Whisky trinken. Das wäre doch mal ein tolles Ziel für einen Roadtrip. Schön standesgemäß in einem Range Rover Sport in Stuttgart starten und über Frankreich, den berühmt berüchtigten Tunnel und natürlich England nach Schottland fahren. Die Highlands erkunden und dann abends mit einem Gläschen Whisky den Himmel beobachten – bis zu 7.000 Sterne sollen im Galloway Forest Park sichtbar sein! Nur die Dudelsackmusik muss nicht sein.

4. Im Mt Cook National Park in Neuseeland

Neuseeland! Wie lange träume ich schon von einer Reise ans andere Ende der Welt! Dort gibt es einfach alles: Meer, Berge, wilde Natur und quirlige Städte. Ein paar Wochen oder gleich Monate mit einem kleinen Wohnmobil das Land erkunden muss einfach ein unglaubliches Erlebnis sein – einer meiner besten Freunde hat das nach unserem gemeinsamen Zivildienst gemacht! Absolutes Highlight: Der Himmel über dem Mt Cook National Park. Nirgends sonst gibt es so wenige ungewollte Lichteinflüsse und so ist neben unzähligen Sternen auch noch ein Teil der Milchstraße zu sehen, den man nur auf der Südhalbkugel zu Gesicht bekommt!

5. Im Jasper National Park in Kanada

Auch dort war ich schon im Sommer und würde liebend gerne mal den Kontrast zum eisigen Winter erleben. Die traumhaften Bergseen umgeben von verschneiten Bergen und dichten Wäldern – ein Traum für Abenteuerfreunde wie mich. Eingekuschelt in eine dicke Canada Goose Jacke dann den Tag über die Gegend erkunden – spontanes Traumfahrzeug dafür wäre wohl eine dicke G-Klasse von Mercedes, die ultra stylish daherkommt, dank der entsprechenden Technik aber mit jeder noch so komplizierten Situation klarkommt. In wohliger Wärme schlafen könnte man dann zum Beispiel im legendären Fairmont Banff Springs Hotel.

 

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