In Berlin ploppen gefühlt jeden Tag neue Cafés, Bars, Läden und Gallerien aus dem Boden. „Warst Du schon da…?“ oder „XY soll ganz großartig sein!“, raunt man sich dann zu und am Ende schwirrt der Kopf. Ich bin dazu übergegangen eine kleine Liste anzulegen mit all den Namen, die immer wieder in Gesprächen oder auf Instagram auftauchen. Daneben steht dann meistens ein kleiner Vermerk wie „vielleicht ein cooler Working-Space?“ oder „merken, wenn das nächste mal die Eltern zu Besuch in Berlin sind“. So ergibt sich langsam eine Berlin-Karte in meinem Kopf, die gespickt ist mit Orten, die mich richtig begeistert haben, welchen, die ich unbedingt noch sehen will und anderen, die schon wieder verschwunden sind. Das Ding mit einer großen Stadt wie Berlin ist ja, dass Du heutzutage gut sein musst, wenn Du es schaffen willst. Die Konkurrenz hier ist mittlerweile so groß, dass sich Bars und Cafés eigentlich keine horrenden Preise für nichts besonderes erlauben können. Jedenfalls nicht, wenn sie nicht ziemlich schnell wieder von der Stadtkarte verschwinden wollen. Unsere liebsten Orte von überall aus der Welt, besonders gerne aber aus den Städten in denen wir ein Zuhause gefunden haben, wollen wir euch jetzt regelmäßig vorstellen. Ein lieb gewonnener Ort in Berlin ist für mich das „Hallesches Haus“ geworden. Ich sollte ihn nur besser in gemäßigten Abständen besuchen, denn sonst besteht die echte Gefahr dort wegen all der schönen Dinge ganz schnell arm zu werden. Aber der Reihe nach.

Was einen im „Hallesches Haus“ erwartet

Das „Hallesches Haus“ liegt ganz nah an der U-Bahn-Station „Hallesches Tor“ – eine Ecke, in der ich ansonsten eher selten unterwegs bin. Es lohnt sich aber so sehr, denn hier vereint sich in einem dieser wunderschönen roten Backsteinbauten mit richtig hohen Decken ein Concept Store mit einem Café. Das Interior ist clean und wenn man es ohne Stopp durch den Store-Bereich geschafft hat, dann sitzt man an großen, schlichten Holztischen, die eigentlich schon mehr Tafeln sind. Während ich bisher nur zum Vergnügen hier war, scheinen sich andere auch zum Arbeiten hier einzurichten, was absolut Sinn macht, denn man sitzt hier aufgeräumt und luftig. Kein unnötiges SchiSchi, kein Flohmarkt-Sammelsurium. Und was ist denn besser für Gedanken? An der Theke gibt es dann alles, was es für ein Coffee Date braucht. Cappuccino, Latte, Cookies, Croissants. You name it. Der Store-Bereich hat wiederum allerschönste Wohn-Utensilien, zu zugegeben nicht den günstigsten Preisen. Deswegen sollte man sein Budget auch gut im Blick behalten, bevor man einen Blick wagt. Ansonsten gilt für mich: Bitte einmal alles! Schneidebretter, Illustrationen, Schalen, Geschirr, Kerzenhalter kommen von kleineren, aber auch größeren Labels wie Hay. Ich selbst bin besonders begeistert von der Lampenauswahl.

Warum man hierher kommen sollte

Der Weg ins „Hallesches Haus“ lohnt sich, wenn man gerne das Gesamtpaket will. Stylisch und clean mit dem Geschmack der Großstadt. Hier funktioniert das Café-Date, bevor man eine kleine Working-Session startet. Zwischendurch kann man dann noch auf der Suche nach Inspiration durch den Shop streifen, ist ja alles an einem Ort. Wer kaufen mag oder Fragen zu den Labels und Produkten hat, wird lieb beraten. Ein Plus für mich, denn wenn es um Service geht, bin ich ein bisschen altmodisch.

Was man unbedingt probieren sollte

Ich stehe sehr auf Banana Bread und wurde hier nicht enttäuscht. Leider war bei meinem letzten Besuch die Kaffee-Maschine kaputt gegangen, charmant haben die Mädels und Jungs hinter der Bar dann aber Filterkaffee aufgesetzt und ausgeschenkt. Lunch gibt es auch täglich, den habe ich selbst noch nicht probiert. Preislich liegt ein Cappuccino plus Kuchen mit um die 5 Euro völlig im Rahmen, würde ich sagen. Ansonsten sollte man definitiv eine Runde durch den Store drehen, es gibt viel zu entdecken, was das eigene Zuhause noch schöner machen würde.

Wann man vorbeischauen sollte

Am Wochenende war es bisher erwartungsgemäß voller. In dem großen, luftigen Raum fühlt es sich aber eigentlich nicht nach Gedränge an. In regelmäßigen Abständen gibt es spezielle Veranstaltungen wie Brunch oder extra Designer-Markets.

Ob hier auch Vegetarier und Veganer glücklich werden

Der Dining Room – so nennen sie das hier – gibt sich große Mühe für alle etwas leckeres auf der Karte zu haben! Auf der Lunch-Liste gibt es daher immer mindestens eine vegane Suppe oder eine vegane Sandwich-Variante, manchmal auch beides. Ansonsten stehen leckere Gerichte wie eine Rote-Linsen-Suppe oder eine Quinoa-Bowl auf der Karte.

Wo ihr in Berlin hin müsst

Hallesches Haus
Tempelhofer Ufer 1
10961 Berlin

Öffnungszeiten
Montag-Freitag: 09:00 – 19:00
Samstag: 11:00 – 16:00
Sonntag: unregelmäßig

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