In naher Zukunft steht für mich wohl ein Umzug an und leichte Panik steigt in mir auf. Was mir daran tatsächlich keine Sorgen bereitet, ist der Faktor „Zusammenziehen“. Angst bekomme ich nur, wenn ich daran denke, dass dann die doppelte Menge Besitz verstaut werden muss. Ist es nicht der blanke Wahnsinn, was wir in relativ kurzer Zeit schaffen anzuhäufen? Ich bin voller Bewunderung für Alle, die es schaffen nach dem Minimalismus-Konzept zu leben und damit einhergehend nicht mehr als 100 Dinge zu besitzen. Wahrscheinlich stehen in meinem Regal alleine schon 100 Bücher. Mein Kleiderschrank ist ähnlich voll, obwohl ich gefühlt nie etwas zum anziehen habe. Ach ja, der Kühlschrank beherbergt traurige Reste in Marmeladegläsern und Saucenflaschen, wo eigentlich besser ansehnliches Obst und Gemüse liegen sollte. Noch ist das Jahr jung, die Vorsätze frisch und damit nicht zu spät für den Versuch einer häuslichen Tabula Rasa. Und ganz ehrlich? Ich bin mir ziemlich sicher, dass bei euch auch noch genügend Dinge rumliegen, die ihr eigentlich nicht mehr braucht. Ich habe mir und euch deshalb mal eine Checkliste geschrieben. Was ihr darauf findet, könnt ihr getrost wegwerfen.

20 Dinge, die Du endlich entsorgen solltest

  • Bevorzugt in Schreibtischschubladen liegt unsere kleine, feine Sammlung alter Handys, für den Fall, dass mal Ersatz benötigt wird. Ganz ehrlich? Selbst wenn mal was kaputt geht, ihr werdet keinen der alten Knochen ohne Touchscreen, dafür mit polyphonen Klingeltönen, nochmal mit euch in der Öffentlichkeit herumtragen. Also: weg damit, aber bitte ordnungsgemäß!

  • Alte Verpackungen. I-Phone-Schachteln und Victoria Secrets-Einkaufstüten sind keine hübschen Wohn-Accessoires, sondern bei ihrer zur Schaustellung eher ein bisschen peinlich. Außerdem fangen sie nur Staub. Letzteres gilt auch für die Verpackungen aller elektronischen Geräte in deinem Besitz, die Du auf Schränken stapelst.
  • Schuhe zum Skaten und das Skateboard, das nicht mehr richtig rollt. Seit Jahren.
  • Kaputte Elektrogeräte. DVD-Player, Bildschirme, Verstärker und was Du noch alles hast, sind einfach zu groß, um nicht im Weg zu sein. Fass‘ Dir ein Herz und bring‘ sie zum Werkstoffhof.

  • „Witzige“ Postkarten aus Bars. Wenn keine bedeutungsvollen Liebesbriefe oder die Antwort auf alle Fragen auf die Rückseite gekritzelt sind, dann ab in die Mülltonne. So witzig sind sie bei nüchterner Betrachtung nämlich gar nicht.
  • Sich bereits auflösende Belege in deinem Portemonnaie. Steuerrelevantes Material soll man zwar 10 Jahre lang aufbewahren, aber dafür ist dein Geldbeutel nicht der richtige Ort.
  • Angebrochene Marmelade -, Senf- und Saucengläser in deinem Kühlschrank, die Du immer nur weiter nach hinten wandern lässt und nie mehr aufdrehen möchtest, weil das einfach nichts gutes bedeuten würde.

  • Alle Gewürze, deren Geschichte mit „das habe ich vor 5 Jahren in Ägypten gekauft“ oder „das haben mir Freunde aus Thailand mitgebracht, meine Ahnung, was das ist“ beginnen. Was Du bisher noch nie benutzt hast, wirst Du auch jetzt nicht plötzlich verwenden. Außerdem verlieren gemahlenen Gewürze, die nicht luftdicht und geschützt vor Licht gelagert werden, schon nach wenigen Monaten an Würzkraft. Dann kann man sie zwar noch verwenden, man kann es aber auch einfach sein lassen.
  • Geschenke, die Du nur aus Höflichkeit behalten hast. Irgendwann ist dann auch mal gut. Gleiches gilt für alle Sachen, die ihn „Krimskrams“-Schubladen rumliegen, weil man sie eben besser mal aufbewahrt. Hmm, für was?

  • Alle Kugelschreiber, die nicht mehr schreiben.
  • Die undefinierbare Masse aus Kaugummipapieren & Co., die sich in Rucksack-und Taschenfächern befindet und kurz nur als „Chaos“ oder „Grauen“ bezeichnet werden.
  • Alle Kleidungsstücke, die unter der Prämisse, „wenn ich ein wenig abnehme bzw. zunehme/wenn ich es kürzen lasse/wenn der richtige Anlass kommt“ in deinem Schrank ein trauriges Dasein fristen. Los entsorgen!
  • Alle Kleidungsstücke, die Du „zum Streichen“ aufbewahrst. Du wirst im Leben nicht so viel renovieren wie Du Kleidung dafür hast.
  • Die Lieblingskleidungsstücke, die beim Waschen eingegangen sind oder schlichtweg irreparable Risse haben. Die Erinnerung lebt auch ohne das Stück Stoff weiter.

  • Einzelne Socken. Sie kommen von ihrer mysteriösen Reise nicht wieder. Du kannst aufhören zu warten.
  • Kratzende Handtücher.
  • Plastikdosen ohne Deckel. Oder Deckel ohne Plastikdosen.
  • Die Kiste mit den Kabeln und Ladegeräten, zu denen Du die Geräte schon vor einer Weile entsorgt hast.
  • Alte Kataloge und Prospekte. Und nein, kein Mensch fertigt so viele Collagen an.
  • Alte Schul-, Uni-oder Ausbildungsunterlagen, in die Du eh nicht mehr reinschauen wirst und die Du, wenn doch, eh nicht mehr verstehen würdest. Wenn Du etwas wissen willst, dann fragst Du doch eh das Internet.

Ich verspreche, ihr werdet euch gut fühlen danach, denn nirgends fühlt man sich wohler, als an Orten, wo Platz zum Denken ist!

Bilder u.a. via Shutterstock von Alyssa Tidwell, LoloStock, RoongsaK und Garysa.

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