Ich gebe es zu: mich zieht es auf Reisen in den Osten. Das ist einfach so passiert, mein Herz schlägt da automatisch schneller, magisches Reisefieber nennt man das wohl. Deshalb habe ich in der letzten Zeit immer dort Urlaub gemacht, wo andere die Augenbrauen hochziehen. Wandern in den albanischen Alpen, einkaufen auf dem Bazar von Skopje, schwimmen in der Adria vor Montenegro. Und der Ohrid-See in Mazedonien ist meiner Meinung nach mindestens genauso schön wie der Lago di Garda. Das alles war so etwas wie das Warm-Up, denn bald will ich mich auf der Landkarte weiter vor wagen und so steht Zentralasien und Kirgisistan auf meiner Bucket-List auch wenn ich noch nicht all zu viel von Kirgisistan Reisen gelesen habe!

Kirgi…was? Warum bloß nach Kirgisistan reisen?

Ja, richtig gelesen. Kirgisistan steht auf meiner persönlichen Wish-List ziemlich weit oben. Der Binnenstaat, der an China, Tadschikistan und Usbekistan grenzt hat es mir angetan und eignet sich für einen Einstieg in die Region optimal, weil es hier, im Gegensatz zu vielen der Nachbarländer, kein extra Visum braucht. Das ist ein großes Plus, denn es spart Zeit, Geld und den Aufwand sich mit Behörden und Co. herumzuschlagen. Eigentlich muss man also nur ins Flugzeug in die Hauptstadt Bishkek steigen und kann das Abenteuer beginnen. Und von Kirgisistan verspreche ich mir in der Tat einiges. Vor allem, wer auf atemberaubende und weitestgehend ungestörte Natur steht, hat hier beste Chancen auf leuchtende Augen. Das Land liegt nämlich im Hochgebirge des Tiashans und ist damit zu 94 Prozent gebirgig. Nachdem ich online ziemlich viele Bilder von dort durchstöbert habe, heißt das vor allem: malerische Täler, tiefe Schluchten, grandiose Aussichten, Strände an leuchtenden Seen und Steppenlandschaften, die an Gletscher stoßen. Bisher haben das hauptsächlich Bergsteiger für sich entdeckt und vielleicht bald auch ich.

3 Dinge, die du durch Kirgisistan Reisen erleben kannst:

  • In einer Jurte schlafen
    Jurten sind die traditionellen Zelte der Nomadenstämme in West-und Zentralasien. Sie werden mittlerweile oft von Holzhäusern abgelöst, an einigen Orten gibt es aber noch die Chance auf eine Nacht im Zelt. Am liebsten würde ich mich am Ufer des Song Kol, einem See auf über 3000 Metern Höhe, in so eine Jurte zurückziehen. Weit entfernt vom Rest der Welt mit all dem Lärm und Lichtern muss der Sternenhimmel hier unvergleichlich sein.
  • Durch die Landschaft reiten
    Ähnlich wie in der Mongolei ist auch in Kirgisistan das Leben der Bewohner eng mit den Pferden verbunden. Sie dienten den Nomadenstämmen als Reit-und Lastentiere und begleiteten die Menschen durch die Weiten des Landes. Möglichkeiten für so einen Treck auf dem Pferderücken gibt es in Kirgisistan viele. Besonders großartig soll der Ritt von Kyzart über einen 3700 Meter hohen Pass an den See Song Klo sein. Wenn das nicht nach Freiheit ruft, dann weiß ich auch nicht. Ich bin im Herzen aber auch ein Pferde-Mädchen.

  • Über den größten Markt Zentralasiens streifen
    Ich liebe das Treiben auf Basaren. Die Farben der Stoffe und Gewürze, die herben Gerüche in der Luft, den Lärm von miteinander verhandelnden Stimmen, die unzähligen kleinen Wege. In der Hauptstadt Bishkek befindet sich auch der größte Freiluftmarkt in ganz Zentralasien, der Osh Bazaar. Ich glaube, hier wird alles verkauft, was man sich vorstellen kann und noch mehr, was sich unserer europäischen Vorstellungskraft entzieht. Als Foodie bin ich auf auf Essen und Trinken abseits der heimischen Gewohnheiten immer besonders neugierig. Etwas unsicher bin ich mir gerade bloß beim kirgisischen Nationalgetränk. Ob ich mich an Kumis wagen würde? Der Gedanke an den Drink aus fermentierter Pferdemilch lässt mir gerade einen kleinen Schauer über den Rücken laufen…

Hol‘ Dir mit The Grid und KANCHA ein Stück Kirgisistan nach Hause!

Bis es so weit ist und ich meine Füße auf kirgisischen Boden setze, kann man sich dank des Labels KANCHA Design aber erstmal ein Stück dieses verheißungsvollen Landes nach Hause holen! KANCHA produziert mit Sitz in Berlin und vor Ort in Kirgisistan bisher Sleeves für unsere Phones, Gurte für Kameras und Portemonnaies. Alle Produkte werden dabei in Workshops unter fairen Bedingungen und aus lokalen Materialien direkt in Kirgisistan hergestellt. So kommen die stylischen Accessoires aus der Nomadenkultur dann zu uns urbanen Nomaden in die Städte. Das Projekt haben wir bereits früher einmal vorgestellt und weil wir immer noch überzeugt von der Idee sind, legen wir euch jetzt den neuesten Streich von KANCHA ans Herz. Aktuell ist nämlich eine Crowdfunding-Kampagne an den Start gegangen, die dem Backpack „The Grid“ auf den Weg helfen soll. Das besondere am Rucksack ist, dass er über ein Modulsystem komplett individualisierbar ist. Schließlich sind wir Nomaden da draußen ja alle unterschiedlich und so hat das Team von KANCHA über Farben und Taschen sage und schreibe 35 000 Variationen ausgerechnet, die bei der Gestaltung möglich sind. Was alle wieder ein ist die nachhaltige Produktion und die Verwendung von echtem Leder und organischer Baumwolle. Alles made in Kirgisistan. Und wer weiß, vielleicht wird es ja bald was – vom urban nomad zum echten Abenteurer mit KANCHA-Backpack in Kirgisistan!

Bilder via Shutterstock von Pikoso.kz, Mielnicki Studio, Pavel Svoboda und Curioso.

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