Was bedeutet eigentlich Handwerk heute noch? Wo gibt es in unserem Leben noch echte Berührpunkte mit richtiger Handwerkskunst? Benötigen wir etwas, begnügen wir uns häufig mit einfach produzierter Massenware. Echtes Handwerk? Das betreibt in meinem Umfeld kaum jemand, stattdessen blicken wir 24/7 auf irgendwelche Bildschirme oder kreieren sonstige Luftschlösser.

Mein Friseur hat die Worte Hand und Werk auf seine Hände tätowiert – das passt tatsächlich und ich bin ihm jedes Mal dankbar, wenn er die Hände schwingt, um mir einen schönen Haarschnitt zu verpassen. Wenn ich es seiner Fingerfertigkeit zu verdanken habe, dass ich morgens vorm Spiegel zufrieden bin.

Bartending als Handwerk

Doch mal davon abgesehen? Da sehe ich in meinem Leben eigentlich wenig Berührpunkte mit echtem Handwerk. Doch Moment. Vielleicht denkt man darüber auch einfach nur zu wenig nach? Die Whisky People von The Balvenie haben mich an einem lauen Dienstagabend in München auf einen weiteren Craftmanship-Aspekt in unserem Leben hingewiesen: Die große Kunst der Barkeeper, die uns immer wieder genau den Drink mixen, den wir gerade brauchen.

Whiskyherstellung als Lebensaufgabe

Die Tiefe mancher Themen kann man nicht einmal erahnen, wenn man nicht tiefer eintaucht. So ist das auch mit der Whiskyherstellung. Doch sitzt man dann einen Abend in München und hört den Menschen wie Brand Ambassador Sam Simmons zu, die hinter The Balvenie stecken, so merkt man schnell, dass man es hier mit einer hohen Kunst zu tun hat. Allen voran ist da David Stewart von ganz besonderer Bedeutung: Er beschäftigte sich derart intensiv mit der Perfektionierung von Whisky, dass er zum Mitglied des Ordens des Britischen Empires ernannt wurde. Harte Arbeit, die man heute noch schmecken kann.

Handwerk hoch zwei: Der Bartender und der Silberschmied

Doch die eigene Affektion, das eigene Handwerk reicht The Balvenie nicht aus uns so hat man sich die Verknüpfung und Weiterentwicklung zur Aufgabe gemacht. Aus diesem Anlass wurden Florian Saxinger, der Barchef des Herzog in München und Silberschmiedmeister Denis Aubeck einfach mal mit einer Ladung The Balvenie in der Werkstatt des Schmieds eingeschlossen.

Was verrückt klingt, hat zu einem spannenden Ergebnis geführt: Gemeinsam entwickelten die beiden ein neues Bartool aus Silber, den Swizzle Stick, der sich ideal dazu eignet, Drinks wie den Malt Swizzle so umzurühren, dass sich alle Aromen ideal verteilen. Und ob man nun den Herrn Saxinger oder Meister Aubeck bei der Arbeit beobachtet: Dass es sich hier um Handwerk handelt, steht außer Frage!

Die The Balvenie Commission – Einsatz fürs Barhandwerk

Seit über 130 Jahren widmet man sich im Hause von The Balvenie der Perfektionierung des Whisky-Handwerks. Hier wird die Gerste noch eigenhändig angebaut und von Hand gemälzt, Kessel werden im eigenen Haus geschmiedet und Fässer in der eigenen Küferei hergestellt. „From barley to bottle“ – so das Motto.

Doch die The Balvenie Commission sorgt nicht nur dafür, dass diese Tradition erhalten bleibt, sondern bietet auch eine Plattform, die die Entstehung einzigartiger Handwerksstücke ermöglicht. Sorgsam werden die kreativen Prozesse dokumentiert und am Ende präsentiert, wobei auch die Schöpfer nicht zu kurz kommen. Vom Power-Roadster in Zusammenarbeit mit der Morgan Motor Company bis hin zum Kupferteleskop entstehen so einzigartige Ergebnisse besonderer Handwerkskunst.

Warum eigentlich „5 Crafts Tour“?

Nun, zum einen bekommen Besucher die Möglichkeit, sämtliche 5 Rare Crafts von The Balvenie zu testen. Doch noch vieles mehr steht im Zeichen der 5: In 5 Städten macht die Tour halt und 5 besondere Tools des Barhandwerkes werden im Laufe dieser präsentiert. Whisky-Interessenten aus München, Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt können vor Ort außerdem einen Blick hinter die Kulissen der Whiskyherstellung werfen – und natürlich mit The Balvenie anstoßen. Slàinte mhath!

Danke an The Balvenie für die Einladung und den schönen, beschwingten Abend. Wie es sich für richtig feine Spirits so gehört, haben wir natürlich verantwortungsvoll getrunken und sind mit der Bahn nach Hause gefahren.

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