So gut wie jeden Tag laufe ich durch die Straßen Berlins. Die Wege sind entweder schon Routine geworden, die ich fast automatisch gehe oder sie sind mir so unbekannt, dass ich der Route auf meinem Telefon folge. Was ich dabei tagtäglich eigentlich verpasse, wurde mir erst wieder klar, als zuletzt eine Freundin zu Besuch war, die nicht hier lebt. „Schau‘ mal!“, rief sie ziemlich oft und ich antwortete meistens eher ratlos „Mhh, was genau?“. „Na, guck‘ doch mal nach oben!“, kam prompt ihr ungeduldiger Hinweis und tatsächlich: die Fassade des Hauses neben mir war komplett in ein Streetart-Gemälde verwandelt.

Gut, die Debatte ist alt. Manche sehen in den gesprühten Bildern und Tags bloß Schmierereien, für andere sind sie wahre Kunstwerke. Fakt ist, dass sie unsere Städte besonders machen, bunter, ja auf eine Art auch reicher. In vielen Fällen ist es ja so, dass hinter den gesprühten Bildern Konzepte stehen, Ideen und oftmals sogar politische Messages. Es sind Liebesweise, Appelle und Visionen, die uns die Künstler auf Hauswänden hinterlassen. Und das alles for free, für jeden zugänglich und zu sehen. Man muss bloß aufmerksam sein und die Augen auch mal schweifen lassen, um sie zu entdecken. Und in Berlin, Hand aufs Herz, gibt es in Sachen Streetart einiges zu sehen, wie zum Beispiel den Riesen „Leviathan“ von Artist Blu in Kreuzberg.

Bild: Mondelez International

Was OREO-Kekse mit Streetart zu tun haben

Nicht weit von meinem Zuhause entfernt, ist erst vor ein paar Wochen ein neues Gemälde dazu gekommen. Auf der 300 Quadratmeter großen Fassade des East Side Hotels ließ das Künstlerkollektiv „Die Dixons“ ein kreatives Abbild Berlins entstehen. Initiiert hatte die Aktion einer meiner Lieblingskekse: OREO. Die wollten mit ihrer Aktion darauf aufmerksam machen, wie viele Wunder in unseren Städten und damit in unserer direkten Umgebung stecken.

Bild: Mondelez International

Neben Berlin gab es auch für Hamburg und Leipzig faszinierende Live-Inszenierungen, in denen Street-Artists vor den Augen der Zuschauer kreative Welten erschufen. In Leipzig zum Beispiel gestalteten die Künstler Marion Ruthard und und Gregor Wosik in einem Einkaufszentrum ein 3D-Gemälde, so dass sich quasi vor den Füßen der Menschen eine fantasievolle Schlucht eröffnete. In Hamburg kam stilecht auf zwei aufeinander gestapelten Containern die Skyline der Hafenstadt zum Vorschein. Wer wollte, durfte sogar selbst kreativ werden.

Alle Kunstwerke waren die Antwort auf die Kampagnenfrage „Was wär‘, gäb‘ ich ______ ein OREO?“. Beim Blick auf die Ergebnisse in Berlin, Hamburg und Leipzig muss man wohl sagen, dass so ein Keks den Städten gut getan hat. Mehr Farbe, mehr Kreativität, mehr Staunen und Entdecken für all die Passanten, die das Schauen noch nicht verlernt haben. Den ganzen November über waren die Kunstwerke für Neugierige zu sehen. Auch ich bin jetzt wieder wachgerüttelt und gehe mit offeneren Augen durch meine Stadt, die wirklich Wunder.Voll ist! Man muss nur hinsehen.


Bilder: Mondelez International

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