Für mich war eines immer klar: Mein allererstes Auto wird Geschichte schreiben. Keine nervigen, nächtlichen Anrufe Zuhause à la „Papa kannst du mich abholen?“ mehr, endlich Unabhängigkeit, endlich raus in die Welt die da 17 Jahre lang auf mich gewartet hat.

Ich bin im ländlichen Teil von Baden-Württemberg aufgewachsen und da gehörte der Führerschein und der fahrbare Untersatz mit 18 genau so dazu, wie die eingeschworene Fahrgemeinschaft, die den morgendlichen Weg zur Schule zusammen bestritt. Nicht nur Tankkosten, sondern auch das Erlebnis der ersten Panne im Tiefschnee auf der schwäbischen Alb, aber auch der morgendliche Duft von frischen Brezeln wurde in diesen Zeiten im Polo, Panda oder Twingo geteilt. Mein erstes Auto war mein geliebter VW Polo. Natürlich ohne Klimaanlage, an sowas wie Sitzheizung war damals natürlich gar nicht zu denken, aber an mein High-Tech-Autoradio inklusive MP3 Leser denke ich heute noch gerne mit einem Schmunzeln zurück! Wow, was für ein Luxus ; ). Zum 18. Geburtstag damals sogar mit Mix“tape“ und höchst professionell eingesprochenem Geburtstagsgruß vom Liebsten. Hach, waren das Zeiten.

Meine Augen leuchten und ich könnte viele Geschichten erzählen, die ich mit meinem silbernen, 50 PS starken Polo erleben durfte. Zum Beispiel der erste Roadtrip als Paar nach Italien, oder die erste Fahrt ins schöne Paris mit einer Freundin. Natürlich beides im Hochsommer, mit offenen Fenstern, lauter Musik und diesem unglaublichen Gefühl der jugendlichen Freiheit. Damals schien einfach alles möglich!

Doch auch wir mussten uns eines Tages trennen. Der alte Polo musste seinen Platz für einen neuen Polo räumen. Denn so eine richtige Trennung von meinem Lebensabschnitt „Polo“ sollte noch nicht sein, dazu war ich dann erst vor wenigen Jahren bereit. Doch eine kleine Steigerung in Sachen PS und Ausstattung durfte und musste dann doch sein. Trotzdem trennten wir uns mit einem weinenden und einem lachenden Auge, denn mit einem Auto können so viele Erinnerungen und Abenteuer verbunden sein. Kennt ihr das?

Die persönliche #TschüssAuto-Botschaft

Deutschlands größter Fahrzeugmarkt möchte genau diesen Abschied etwas einfacher gestalten, denn laut einer Umfrage unter Autobesitzern, sitzen die Deutschen viel zu lange in Autos, die nicht mehr 100%ig zu ihrem aktuellen Lifestyle passen. Gründe dafür sind meist die komplizierte Abwicklung des Verkaufs des „Gebrauchten“, in jener Umfrage stehen die zeitaufwändige Preisermittlung sowie seriöse Verkaufsabwicklung ganz oben auf der Liste – und so stehen dann die einst heiß geliebten Wagen immer noch vor der Haustür oder gefrustet und abgedeckt in der muffeligen Garage und warten darauf bis die Beziehung zum aktuellen Besitzer endgültig zu bröckeln anfängt, bis sie dahin rostet oder einfach mal wieder lieblos und in Begleitung von entrüstetem Gefluche gefahren wird.

Ähnlich war es auch mit Thies, seinem Audi TT und mir. Diese Dreiecksbeziehung war einfach zum Scheitern verurteilt, und trotzdem stand dieses, von mit wenig geduldete, Fahrzeug noch viele Monate in unserer Straße. Zu luftig, zu klein, zu unpassend. Ein wehmütiges „Aber…“ von Thies und ein wütendes Schnauben von mir, waren seine täglichen Begrüßungsworte, während wir im Wagen davor oder dahinter Platz fanden und an ihm vorbei rauschten. Längst haben wir, zu unserem damaligen Lifestyle als Paar, welches oft verreist und längere Strecken fährt, passendere Autos gefunden. Und trotzdem fiel Thies diese Trennung verdammt schwer, denn auch eine Trennung ist ja mit viel Arbeit verbunden. So zumindest unsere Auffassung damals.

Kennt ihr diese Art von Trennung? Irgendwann kommt einfach der Moment, an dem es Zeit wird, #TschüssAuto zu sagen. Und oft machen es für immer unausgesprochene Botschaften so schwer sich zu trennen. Was wären deine letzten Worte an dein letztes oder liebstes Auto – was würdet ihr „ihm“ mit auf den Weg geben? Und warum?

Jetzt ist aber Schluss: Mit MotorVerkauf von mobile.de

Natürlich sehen wir diese Kampagne von mobile.de mit einem Augenzwinkern und finden die Idee, mit MotorVerkauf eine Plattform zu schaffen, welche die Hindernisse und Hürden des Autoverkaufs anpackt, genau richtig!

Auch Thies muss sich derzeit wieder von einem Zweisitzer trennen, diesmal weil ein anderes Familienmitglied Gefallen daran gefunden hat ;) Auch Livia sieht dem Moment der Trennung ihres aktuellen „Van Lifes“ mit einem weinenden und einem lachenden Auge entgegen. Diesen Sommer im VW Bus wird sie nie vergessen, aber ob sich der Bus auch fürs Großstadt-Leben in Berlin eignen wird? Wir werden sehen!

Wir freuen uns darauf, eure #TschüssAuto Botschaften in den Kommentaren, oder natürlich auf den entsprechenden Social Media Kanälen zu entdecken!

Kommentare

Send this to a friend