Dieser Beitrag wird von Head & Shoulders unterstützt.

Acht Millionen Tonnen: Diese Zahl sollte sich in all unsere Köpfe einbrennen. Denn so viel Kunststoff treibt aktuell in unseren Meeren, landet in den Mägen von Fischen, Meeresvögeln und anderen Lebewesen, verändert den Säuregehalt der Ozeane langfristig – und wird uns in auffällig unnatürlichen Farben sichtbar beim Strandurlaub vor die Füße gespült.

Ein Großteil dieser Plastikteile stammt dabei nicht etwa von unachtsamen Strandurlaubern, sondern gelangt über Flüsse und andere Gewässer aus Großstädten der ganzen Welt am Ende im Meer. Kein Wunder: Von unserem Duschgel bis zum Gemüse ist heute so ziemlich alles in Plastik verpackt – manchmal sogar mehrfach. Plastik ist billig und flexibel in der Produktion. Es scheint kein Entkommen zu geben, aus dem Plastikzeitalter.

Oder?

Die schlechte Nachricht ist: Tatsächlich wäre eine echte Revolution nötig, um ein so weitgreifendes Problem ganz zu lösen. Die gute Nachricht: Diese Revolution kann bei uns anfangen – denn soziale Bewegungen entstehen bekanntlich dann, wenn viele Individuen von einer Sache wirklich überzeugt sind. Also, Ärmel hochkrempeln und los – unsere Erde zählt auf uns!

Diese drei Steps kann jeder von uns ganz einfach in seinen Alltag integrieren, um nachhaltiger mit Plastik umzugehen:

1. Reduce:

Reduziere deinen Plastikverbrauch von Anfang an. Was logisch klingt, ist in der Realität eine echte Herausforderung – denn vollständig an Plastikverpackungen vorbeizukommen ist heute nahezu unmöglich. Trotzdem gibt es Möglichkeiten, unseren Plastikkonsum zumindest zu reduzieren. In vielen Großstädten gibt es inzwischen plastikfreie Supermärkte, in denen man sich die Einkäufe ganz einfach in mitgebrachte Behälter abfüllt. Aber auch beim Shoppen in regulären Supermärkten können wir etwas tun: Zum Beispiel eine eigene, wiederverwendbare Tasche mitbringen, statt zur Plastiktüte an der Kasse zu greifen und mal den Joghurt im Glas, statt im Plastikbecher zu kaufen. Wenn euch etwas an den Meeren liegt, sollten außerdem Coffee-to-Go-Becher und Strohhalme auf eurer absoluten No-Go-Liste landen. Denn seien wir mal ehrlich: Das ist purer (und verschwenderischer) Luxus, auf den wir alle leicht verzichten könnten – besonders weil es inzwischen bekanntermaßen eine Vielzahl hübscher, wiederverwendbarer Kaffeebecher gibt. Was allerdings viele noch nicht wissen, ist, dass sich auch in vielen Kosmetikprodukten Plastik versteckt: Mit vielen gängigen Tagescremes und Duschgels reiben wir uns täglich Mikroplastik auf die Haut – und schicken diese Partikel auf den Weg ins Abwasser. Das lässt sich vermeiden: Auf der Seite des Bunds für Umwelt und Naturschutz findet ihr eine Liste der Produkte, die betroffen sind – und die man so zukünftig zum Wohle der Meere vermeiden kann.

2. Reuse:

Schau zwei Mal hin, bevor du Plastik wegwirfst. Holz, Glas, Metall: All diese Materialien sind in unseren Köpfen mehr wert als Plastik – und das ist ein Problem. Denn so lange wir Kunststoffe als wertlosen „Müll“ sehen, werfen wir Plastikverpackungen und Co. natürlich leichtfertiger weg. Was, wenn wir umdenken würden und Plastik nicht mehr automatisch als Müll, sondern als Wertstoff sehen würden, den man wieder verwenden und umfunktionieren kann? Nicht nur Jutebeutel, sondern auch Plastiktüten können zum Beispiel mehrmals verwendet werden. Und kreativ werden ist angesagt: Leere Plastikflaschen lassen sich beispielsweise ganz easy zu hippen Blumentöpfen umfunktionieren. Andere Inspirationen findet man im Netz übrigens zu Genüge (wir empfehlen Pinterest!). Auch immer mehr Unternehmen haben dieses Problem erkannt und verwenden recyceltes Plastik, das danach abermals recycelt werden kann, anstatt neues zu produzieren. Cradle-to-Cradle nennt sich dieses Prinzip: Ein geschlossener Kreislauf, bei dem Plastik im Idealfall etliche Male wiederverwertet wird, ohne in unserer Luft oder in den Meeren zu landen – und ohne neues Plastik zu produzieren. Dabei entstehen spannende Initiativen, wie die der Shampoo-Marke Head & Shoulders. Im letzten Jahr hat die Marke eine Shampoo-Flasche auf den Markt gebracht, die zu 20 Prozent (außer der Verschlusskappe) aus „Strandplastik“ besteht – Plastik, das durch NGOs und Ehrenamtliche an europäischen Stränden eingesammelt und in einem ziemlich aufwendigen (und ebenso beeindruckenden) Prozess zunächst sortiert, dann gereinigt und anschließend aufbereitet wird. Wie das genau funktioniert, erfahrt ihr im letzten Abschnitt. Mehr zu diesem tollen Projekt haben wir euch außerdem bereits hier erzählt.

3. Recycle:

Fast nichts gilt als so deutsch wie die Mülltrennung – doch auch hierzulande gibt es einiges zu tun. Nur 12 Prozent unseres Kunststoffabfalls wird recycelt, der Rest landet auf Müllverbrennungsanlagen in China – und damit in unserer Luft und über den Wasserkreislauf auch in den Meeren. Initiativen wie die von Head & Shoulders treiben die Wirtschaft in die richtige Richtung. Doch schlussendlich liegt es auch an uns, den Verbrauchern, ob nachhaltige und recycelte Produkte angenommen werden – und danach wieder ihren Weg in den Recycling-Kreislauf finden. Also: Augen auf beim Kauf und wenn schon entsorgen, dann richtig.

Das Head & Shoulders Projekt im Detail

Die Idee: Einfach aber genial: An europäischen Stränden angeschwemmtes Plastik wird eingesammelt und zu (abermals recycelbaren) Shampoo-Flaschen verarbeitet.

Die Umsetzung: Im ersten Schritt sammeln Freiwillige und NGOs das angeschwemmte Plastik ein. Anschließend wird es durch das Start-up TerraCycle sortiert und durch das Entsorgungsunternehmen SUEZ gereinigt und, geschreddert und zu Granulat verarbeitet. Im nächsten Schritt wird das Granulat in Österreich durch die Firma Alpla zu grauen Flaschen verarbeitet die dann in einem Werk von Procter & Gamble mit Shampoo befüllt werden.

Die Vision: Bis Ende 2018 sollen über eine halbe Milliarde der europäischen Shampoo-Flaschen von P&G mit bis zu 25 Prozent recyceltem Kunststoff aus haushaltsnaher Sammlung produziert werden: also aus Plastikmüll, der anhand der Richtlinien des Dualen Systems („Grüner Punkt“) gesammelt und aufbereitet wurde. Langfristig soll an der Technik gearbeitet werden, um zukünftig auch einen noch höheren Anteil recyceltem Kunststoff in den Flaschen möglich zu machen.

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