George Town ist die multikulturelle, bunte und super spannende Hauptstadt der malaysischen Insel Penang. Die malerische Altstadt ist geprägt von farbenprächtigen Gebetshäusern unterschiedlichster Glaubensrichtungen, Bauwerken aus der britischen Kolonialzeit sowie chinesischen Geschäfts- und Wohnhäusern.

Diese Stadt scheint einerseits ihre Historie konserviert zu haben und mischt sie andererseits dennoch perfekt mit modernem Lifestyle der Gegenwart. Wenn ihr euch für geschichtsträchtige Städte, Reisefotografie und Streetfood begeistert, solltet ihr eure Bucketlist unbedingt um dieses Reiseziel erweitern.

Was ihr euch bei einem Besuch in George Town nicht entgehen lassen solltet, habe ich euch in einem kleinen „George Town“ Cityguide zusammengetragen.

1. George Town, das UNESCO Weltkulturerbe

Im Laufe seiner über 500 jährigen Geschichte ist George Town von einem kleinen malaysischen Dorf zu einer Stadt mit heute an die 200.000 Einwohnern herangewachsen. Die multikulturellen Einflüsse aus Asien und Europa haben das Erbe des Stadtbilds architektonisch geprägt. 2008 wurde George Town zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.

Die Altstadt beheimatet mehr als 12.000 alte Gebäude, bestehend aus chinesischen Läden, Kirchen, Tempeln, Moscheen und großen britischen Kolonialhäusern, die bequem zu Fuß zu erreichen sind und allesamt wundervolle Fotomotive abgeben.

Ein Must-Do ist sicherlich der Besuch in der Pinang Peranakan Mansion, die ehemalige Residenz eines der mächtigsten Opium-Barone Penangs.

Pinang Peranakan Mansion
29 Church St
10200 George Town
Penang – Malaysia

Der Chew Jetty, galt einst als steuerfreie Zone, da Wohnraum über dem Wasser nicht besteuert wurde. Heute befinden sich auf den Pfahlbauten viele Tourigeschäfte. Ein Abstecher lohnt sich, auch wenn hier und da der ein oder andere Duft Nasen rümpfen lässt.

Chew Jetty
Weld Quay
10300 George Town
Penang – Malaysia

Das Cheong Fatt Tze Mansion befindet sich in der Leith Street in George Town. Aufgrund der indigoblauen Außenmauer des Herrenhauses wird das Gebäude im Volksmund als The Blue Mansion bezeichnet. Erbaut vom Kaufmann Cheong Fatt Tze am Ende des 19. Jahrhunderts, diente es als privater Wohnsitz und als Sitz seiner Geschäftsaktivitäten. Der letzte große Mandarin Chinas ist aufgrund seines finanziellen Erfolges auch als „the Rockefeller of the East“ bekannt.

Cheong Fatt Tze Mansion
14 Leith Street
10200 George Town
Penang – Malaysia

2. Streetart George Town – Geschichte und Gegenwart in Bildern

Seit der Ernennung zum UNESCO Weltkulturerbe ist Streetart in George Town explodiert. Den Grundstein legte eine von der Regierung in Auftrag gegebene Ausstellung mit dem Titel „Sculpture at Work“. Die 52 Schmiedearbeiten sind über die Altstadt verteilt und erzählen die Geschichte der Stadt.

Seitdem wurden Künstler dazu eingeladen, Stücke an den bröckelnden Wänden der historischen Gebäude zu schaffen. Höhepunkte sind Werke von Ernest Zacharevic und Julia Volchkova.

3. Coffee Shops, Bars und Treffpunkt für Backpacker

Die Coffeeshops in George Town bieten nicht nur exzellenten Kaffee, sondern auch äußerst fotogene Räumlichkeiten. Die künstlerische Atmosphäre der Straßen hat sich im Inneren fortgesetzt und das Entstehen kreativer Cafés, Bars und Restaurants gefördert. Gegenüber des Kuan Yin Temple, findet ihr das Bean Sprout Cafe. Ein perfekter Spot, um mit der richtigen Tasse Kaffee in den Tag zu starten.

Bean Sprout Cafe
35 Jalan Masjid Kapitan Keling
10200 George Town
Penang – Malaysia

Wer am Abend für ein, zwei… Drinks das richtige Ambiente sucht, der ist in der „Love Lane“ an der richtigen Adresse. Der Treffpunkt für Backpacker bietet zahlreiche Out und Indoor Bars. Die Georg Town Miniausgabe der Koahsan Road in Bangkok. Backpacker Zimmer gibt es hier übrigens bereits ab 50,- Ringgit, was in etwa 10,-€ entspricht.

4. Streetfood in George Town – ein Paradies für Gourmets

Penang ist in ganz Malaysia für seine Küche bekannt. Streetfood kann hier bedenkenlos geschlemmt werden, auch wenn sein Anblick für unser europäisches Auge oftmals gewöhnungsbedürftig ist. Die Lebensmittelhygienestandards haben sich in vergangenen Jahren tatsächlich drastisch verbessert. Schon ab 1,50€ bekommt man hier lokale Spezialitäten aufgetischt. Die Top Spots für gutes Streetfood findet ihr in Lebuh Chulia, Lebuh Kimberley und Medan Renong Food Court.

5. Old Protestant Cemetery – letzte Ruhestätte der Kolonialherren

Der 1786 gegründete Friedhof ist geschichtsträchtig: er ist älter als viele bekanntere Grabstätten wie Père Lachaise in Paris, Powązki in Warschau, der Zentralfriedhof in Wien oder der Highgate Cemetery in London. Hier befindet sich auch die letzte Ruhestätte von Francis Light, dem Gründer der Stadt George Town. Die Briten betrieben auf der Insel im 18. Jahrhundert einen regen Gewürzhandel. Penang eignet sich aufgrund des Klimas sehr gut für den Anbau von Pfeffer, der zu Gründerzeit mehr wert als Gold war. Durchaus ein Grund den weiten Weg auf sich zunehmen.

Old Protestant Cemetery
Jalan Sultan Ahmad Shah
10050 George Town
Penang – Malaysia

6. Komtar – das höchste Gebäude der Insel

So ein wenig Höhenangst steckt schon in mir, doch Ängste sind dazu da ihnen entgegenzutreten. Das sich ehemals auf 65 Stockwerke erstreckende Gebäude hat in den vergangenen Jahren um nochmal drei Stockwerke an Höhe zugelegt. Hier befindet sich der Rainbow Skywalk, welcher mit einem Glasboden auf 249m Höhe über die Aussichtsplattform hinausragt. Von hier hat man einen grandiosen Ausblick auf George Town. Auf dem 66. Stock können sich Adrenalinjunkies, die jeglicher Höhenangst trotzen, mit „Gravity“, dem höchsten Seilpark der Welt, an der Außenfassade des Komtar entlanghangeln. Die Aussichtsplattform kostete mich allerdings bereits genug Überwindung. Bei Gravity überließ ich dann liebend gerne anderen den Vortritt.

Komtar
Penang Road
10000 George Town
Penang – Malaysia

Die Inselhauptstadt George Town lernte ich dank der Einladung zum Jungfernflug mit Qatar Airways von Doha nach Penang kennen und ich bin mir sicher, dass dies nicht meine letzte Begegnung mit dieser beeindruckenden und so fotogenen Stadt gewesen ist. Ich hoffe bald hierher zurück zukommen, um meine Eindrücke mit Mia und Neon live vor Ort teilen zu können. Weitere Eindrücke meiner Reise findet ihr in meinem Artikel zur malaysischen Insel Penang.

 

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