Weil ich so viel zu erzählen habe über diese wunderbare Stadt, habe ich diesen Travelguide in zwei geteilt. In diesem, zweiten Teil widme ich mich der Küste entlang Stadt, verrate euch, wo ihr den besten Blick auf die Golden Gate Bridge erhascht und was euch im Golden Gate Park erwartet. Mehr zu den Stadtteilen verrate ich euch hier, im ersten Teil.

Aus gutem Grund trägt San Francisco den klingenden Beinamen „City by the Bay“, also „Stadt an der Bay“: Eine enge Meeresbucht verbindet die Stadt mit dem pazifischen Ozean. Nebelschwaden ziehen von der Bay aus regelmäßig durch steilen Straßen der Stadt, am Himmel sieht man Möwen und Pelikane ihre Bahnen ziehen: Die Nähe zum Wasser ist wirklich in ganz San Francisco zu spüren – auch wenn die Küste durch die vielen Hügel nicht immer zu sehen ist.

Und es ist schon ein bisschen magisch: Hier, an der Küste, fernab des Trubels der Innenstadt, hat man trotz der direkten Nähe zur Stadt auf einmal das Gefühl ganz weit draußen zu sein. Hartgesottene surfen, paddeln oder schwimmen gar im – meist ziemlich kalten – Pazifikwasser. Die meisten Locals und Besucher kommen aber hierher, um auf einem Spaziergang entlang der grünen, gewundenen Küste Luft zu schnappen – oder an einem der schönen Stadtstrände zu picknicken, Drachen steigen zu lassen oder einfach nur die Füße in den Sand zu strecken.

Die Küste vor San Francisco: Sutro Baths & Baker Beach

Entlang der West-und Nordküste der Stadt findet ihr kilometerlange Wanderstrecken durch grüne Wälder, die Küste fällt oftmals steil und dramatisch ins Meer – und ab und zu könnt ihr einen Blick auf das berühmteste Wahrzeichen der Stadt erhaschen: Die Golden Gate Bridge. Einer meiner liebsten Orte an der Küste findet ihr allerdings weiter westlich, gut mit dem Auto zu erreichen: Unweit des Golden Gate Parks liegen die „Sutro Baths„, Ruinen eines ehemals prachtvollen Schwimmbads, in der von der Eröffnung in den 1860er bis zur Schließung in den 1960er die High Society der Stadtunter Glaskuppeln in Salzwasser-Pools mit Blick auf die Bay baden konnte.

Heute tummeln sich Wasservögel im Salzwasser, das sich in der Ruine angesammelt hat, doch an Aura hat dieser Ort nichts verloren. Direkt überhalb der Ruine befindet sich das berühmte „Cliff House“ Restaurant, das zwar recht touristisch und überteuert ist, dafür aber dank Glasfront den perfekten (windgeschützten) Blick auf die Sutro Baths ermöglicht. Hier findet ihr außerdem Fotos, Poster (und den ein oder anderen Badeanzug), die an die goldenen Tage der Sutro Baths erinnern.

Etwas weiter nördlich könnt ihr bereits einen ersten Blick auf die Golden Gate Bridge erhaschen. „Baker Beach“ ist von den Sutro Baths aus in einer guten Stunde Wanderung entlang der Küste gelegen, aber auch mit dem Auto gut zu erreichen. Der rund ein Kilometer lange, helle Sandstrand eignet sich durch die Übersichtlichkeit auch perfekt für einen Ausflug mit Kindern, an warmen Tagen wird hier gebadet, bei „normalen“ San Francisco Temperaturen von rund 15 bis 20 Grad gepicknickt und spaziert – mit Traumblick auf die wohl berühmteste Brücke der Welt. Wer noch näher ran will kann von hier aus in einer guten halben Stunde entlang der Küste über einen verwundenen Wanderweg zur Brücke spazieren.

Golden Gate Park & das De Young Museum

Noch westlich der Sutro Baths liegt ein anderer, unterschätzter Teil der Stadt: Golden Gate Park, der mit 4,1 Quadratkilometern sogar größer ist als der Central Park in New York – und (meiner Meinung nach) mindestens genauso schön ist. Im Park findet ihr mehrere Seen, einen japanischen Garten (der Eintritt lohnt sich!), ein großes Pflanzenhaus, Wälder und Wiesen. Eines meiner Highlights ist „Hippie Hill„, jener berühmte Hügel, an dem in den 1960ern das Flower-Power-Movement seinen Anfang genommen hat. Mein Tipp: Am besten schnappt ihr euch ein Fahrrad und erkundet den großen Park an einem Tag auf eigene Faust.

Ebenfalls im Park gelegen sind gleich mehrere, beeindruckende Museen. Das De Young Museum, das Kunst aus dem 17. – 20. Jahrhundert ausstellt, liegt direkt gegenüber von der Academy of Sciences, der Akademie der Wissenschaften mit integriertem Museum für Naturgeschichte, Planetarium und künstlichem Regenwald. In der Academy war ich schon öfter (lohnt sich immer wieder – vor allem mit Kindern zu empfehlen!), doch dieses Mal konnte ich zum ersten Mal das De Young Museum besuchen. Schon alleine das moderne, teils verglaste, teils verkupferte Gebäude (das übrigens von dem renommierten Schweizer Architekturbüro Herzog & Meuron und Fong & Chon Architects aus San Francisco entworfen wurde) ist sehenswert. Für Kunstfans ist auch die Sammlung ein echtes Muss!

Ihr sucht mehr Infos zu den Stadtteilen? Hier geht’s zum ersten Teil meines Travelguides!


Vielen Dank an SF Travel für die rundum tolle Organisation dieser Reise, Finnair für die komfortable Anreise und der fantastischen Gruppe, mit der ich reisen durfte. Jetzt – man glaubt es kaum – bin ich noch verliebter in San Francisco als zuvor! 

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