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Sylt – die Insel hoch im Norden zählt zu den Lieblingsinseln der Deutschen (klar, Mallorca dürfen wir nicht vergessen!). Umso verwunderlicher, dass ich bisher den Weg in den Norden noch nie angetreten habe. Ich gebe es zu: Es mag daran liegen, dass wir  – mich eingeschlossen – davon ausgehen, dass die schönsten Strände außerhalb Deutschlands liegen.

Deutschland, mal ehrlich, klingt im ersten Moment nicht nach Dünen und Strandspaziergängen, sondern viel mehr nach Burgen, Bergen und Seen. Dabei hat Deutschlands nördlichste Insel mit dem Wattenmeer im Osten und Nordseestränden in allen anderen Himmelsrichtungen echtes Inselfeeling zu bieten.

Und das schlägt sich auch in Besucherzahlen nieder: In den Sommermonaten teilen die 18.000 Insulaner ihre Heimat mit bis zu 80.000 Touristen, die sich die Nordseebrise durch die Haare wehen lassen wollen und im Strandkorb den Wellen beim Rauschen zusehen wollen. Sylt gilt als Insel der Gegensätze: Zuhause der goldenen Dünen, beliebt bei Campern und Luxusurlaubern gleichermaßen.

Mit 30 Jahren sowie mit Thies und Neon im Schlepptau machte also auch ich mich endlich auf, um die Facetten von Deutschlands Norden zu erkunden. Und wie so oft im Leben, wird man eines besseren belehrt: Ab sofort gehöre auch ich zu den Sylt-Fans!

Anreise nach Sylt: Bahn oder Auto?

Weil wir zur Ferienzeit unterwegs waren, haben wir uns aktiv dagegen entschieden, mit dem eigenen Auto anzureisen – vor allem um Staus zu vermeiden. Mit der Bahn ist die Insel außerdem fast genauso schnell und um einiges komfortabler zu erreichen. Mit dem IC gibt es sogar eine Direktverbindung von Stuttgart nach Westerland. Wir haben uns für die etwas flottere Variante mit dem ICE entschieden – mit nur einem Umstieg in Hamburg.

Gerade mit Kind macht die Anreise mit dem Zug Sinn. So können Mama und Papa sich mit dem Kleinen beschäftigen, immer wechselnde, vorbei rauschende Landschaften bieten etwas zu sehen – und im eigenen Abteil, das wir reserviert hatten, konnte der kleine Mann sogar seinen Mittagsschlaf in aller Ruhe machen (Tipp: Unbedingt bei der Reservierung „Abteil“ statt „Großraum“ angeben!) – und zwischendurch auch mal einen Erkundungsspaziergang zum Speisewaggon unternehmen.

Mit der Europcar-Strandflotte auf Erkundungstour

Auf Sylt angekommen, ist es allerdings ratsam, mobil zu sein – einfach um möglichst viele Ecken der 38-Kilometer langen Insel frei erkunden zu können. Wir haben uns deshalb für fünf Tage Aufenthalt einen Mietwagen der „Europcar Strandflotte“ geliehen. Der Europcar-Standort war schon ziemlich perfekt für uns: Direkt am Bahnhof Westerland gelegen, mit freundlichem, kompetenten und vor allem unkomplizierten Service ganz so wie man es auf der entspannten Insel erwartet :)

Alle Fahrzeuge der „Strandflotte“ sind passend zum Sommer weiß lackiert und die Mercedes-Benz Modelle zusätzlich mit der AMG Line ausgestattet.

Auch schön: In Sachen Kindersitzen ist Europcar super ausgestattet – wir haben einen modernen Sitz in Neons Größe dazugebucht. Die für Sylt exklusive „Strandflotte“ besteht übrigens ausschließlich aus Mercedes-Benz-Fahrzeugen in Weiß, die Besucher wie uns flexibel und verlässlich an die schönsten Strände bringen sollen. Wir haben einen Mercedes CLA 180 AMG gemietet, bei dem zwei große Koffer und Buggy im Kofferraum easy Platz fanden.

Ich würde Sylt jederzeit wieder mit dem Auto erkunden. An den Küsten der Insel entlangzubrausen, mit geöffnetem Fenster und der salzigen Meeresbrise im Gesicht, hat direkt die schönsten Ocean-Roadtrip-Gefühle in mir geweckt. Und das in Deutschland – wer hätte das gedacht? Unterwegs gibt es außerdem natürlich unglaublich viel zu entdecken. Wanderwege, schillernde Kliffs – und alte Fischerorte. Meine Sylt Highlights habe ich hier für euch zusammengetragen.

Diese fünf Dinge müsst ihr auf Sylt erleben

1: Den Ellenbogen umwandern: Man kann den „Ellenbogen“ wahrscheinlich als Wahrzeichen der Insel bezeichnen. Der nördlichste Punkt der Insel und damit Deutschlands liegt in einem malerischen Naturschutzgebiet, das fast ausschließlich von Schafen bevölkert wird. Die Zufahrt kostet pro Fahrzeug circa fünf Euro, die sich aber wirklich lohnen. Am Parkplatz angekommen, trennen nur wenige Schritte von einem Leuchtturm und dem wunderschönen, weiten Sandstrand, an dem an mit viel Glück sogar auf Seelöwen treffen kann. Ein Weg geht entlang des Wattenmeers bis zum Ort List.

2: Auf Zeitreise durch Keitum schlendern: Reetdächer, alte Kapitänshäuser – im Örtchen Keitum scheint die Zeit still zu stehen. Ein Besuch lohnt sich, die kleinen Teestuben, Galerien und Boutiquen laden zum Verweilen ein. Früher war Keitum einmal der Hauptort der Insel, heute kann man hier dem Trubel entkommen. Auch Hörnum hat uns übrigens gut gefallen.

3: Natur erleben am Morsumer Kliff: Im Osten der Insel findet ihr die Abbruchkante des Morsumer Kliffs. Hier schillert die Erde in unterschiedlichen Farben: rot, gelb und grün. Im Gestein haben sich Schwalben eingenistet und düsen durch die Luft. Wer mag kann auch an einer geologischen Führung teilnehmen.

4: Anstoßen in der Sansibar: In Rantum findet ihr einen echten Klassiker, der definitiv einen Besuch wert ist. Die Sansibar ist über die Jahre zum echten Markenzeichen der Insel geworden. Die Location hat sich vom einfachen Kiosk zum Kult-Restaurant entwickelt und wird von vielen Urlaubern liebevoll als „Inselwohnzimmer“ bezeichnet. Seit der Schwabe Seckler 1978 eröffnet hat, ist die servierte Currywurst zum Signature Gericht geworden. Aber auch der Fisch ist natürlich lecker und frisch. Eine Reservierung lohnt sich, ansonsten ist es mittags einfacher einen Platz zu ergattern.

5: Einen Tag im Strandkorb verbringen: Ein kitschiges Hörbuch, mein Kind das seinen Mittagschlaf im Schatten am Strand hält, der Wind, der mir warm übers Gestricht streift und meine Haare in der Salzluft verwirbelt…ich glaube mehr Worte sind hier nicht nötig ;-)

Habt ihr noch Tipps für Sylt? Während die Insel langsam schlafen geht und sich noch mal kurz in warmem, orangenem Licht badet, freue ich mich bereits auf den nächsten Roadtrip!

Übrigens, die Fahrzeuge der „Strandflotte“ von Mercedes-Benz können dieses Jahr noch bis Ende Oktober bei Europcar gemietet werden. Insgesamt stehen rund 160 Mercedes-Benz und 30 smart Modelle an den Europcar Stationen in Westerland sowie am Flughafen Sylt zur Abholung bereit. Viel Spaß auf eurem Trip!

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