Ich gebe es zu: Ich bin ein klitzekleines bisschen kaffeesüchtig. Ohne zumindest ein wenig Koffein am Morgen fällt es mir schwer, in den Tag zu starten.

Natürlich ist aber auch mir bewusst, dass das Ganze eigentlich nur in Maßen gut für mich ist. Deshalb wurde ich hellhörig, als eine gute Freundin vor ein paar Jahren damit anfing, sich morgens feines, grünes Pulver in ihre Milch zu rühren, das genauso anregend wie Kaffee und gleichzeitig wesentlich besser für den Körper sein soll.

Inzwischen ist Matcha in aller Munde – und auch ich greife immer öfter morgens zu dem gemahlenen Tee, statt zu Kaffee. Aber was steckt eigentlich hinter dem Trend? Und wie kann man Matcha verarbeiten? Ein paar Facts zum grünen Powerpulver:

Matcha: Mehr als nur Grüntee

Matchatee ist eine spezielle, japanische Grünteesorte. Anders als andere Sorten wird bei Matcha allerdings das komplette Blatt verwendet, so werden mehr Inhaltsstoffe mitgegeben, als bei herkömmlichen Grüntees. Nach dem Trocknen werden die Blätter in Granitsteinmühlen langsam zu super feinem, hellgrünen Pulver verarbeitet. Mit heißer Milch oder Wasser vermengt entfaltet sich der leicht bittere, samige Geschmack besonders gut. Die aufwendige Herstellung hat allerdings auch ihren Preis: 30 Gramm eines hochwertigen Pulvers können gut und gerne 50 Euro kosten.

Gesunde Energiequelle

Matcha enthält einen hohen Anteil Koffein und eignet sich deshalb perfekt als Kaffee-Ersatz am Morgen. Mit einem speziellen Matchabesen wird das feine Pulver sanft mit heißer Milch vermischt – so entsteht der sogenannte „Matcha-Latte“, ganz ohne Kaffee. Zudem werden der teueren Teeart eine ganze Reihe gesundheitsförderlicher Eigenschaften nachgesagt.

Ob die Teesorte – wie einige Studien nahelegen – tatsächlich krebsvorbeugend wirkt, ist noch nicht hinreichend bewiesen. In einem sind sich die meisten Wissenschaftler aber ziemlich einig: In Matcha steckt aufgrund der Herstellung eine höhere Konzentration an Antioxidanzien, als in anderen Grünteesorten, die Zellen schützen sollen. Besonders die hohe Dosis Epigallocatechingallat (EGCG) wird als gesundheitsfördend gelobt.

Rezepte mit Matcha

Aufgrund der schönen Farbe und der gesunden Wirkung wird Matcha inzwischen längst nicht mehr nur als Tee oder „Latte“ getrunken. In Koch- und Backbüchern sammeln sich mittlerweile hippe Rezepte, bei denen der Grüntee verarbeitet wird. Wer mutig ist, kann sich so zum Beispiel mal an einem „Matchamisu“ (Matcha-Tiramisou), einem Kokos-Matcha-Kuchen oder energiereichen Matcha-Pistazien-Kugeln versuchen.

Habt ihr schon Mal mit Matcha gebacken oder gekocht? Wir freuen uns über eure Rezeptideen in den Kommentaren!

 

Kommentare

Send this to a friend